Bist du auf der Suche nach einem erfüllten Leben, das Spiritualität und Menschsein vereint? Möchtest du dich für innere und äußere Erfolge öffnen? Bist du bereit, dein Potenzial in deinem Leben zu verwirklichen? Möchtest du authentisch leben?
Herzlich willkommen! Unsere Arbeit möchte dich dabei unterstützen:
Neulich, als ich meinen „Über Mich“-Text für unsere Seite neu verfasst habe, habe ich darüber nachgedacht, von wie vielen (spirituellen) Lehrern ich mich in meinem Leben schon habe inspirieren lassen. Und wie jedes Mal der jeweilige Lehrer oder das jeweilige System genau zur richtigen Zeit da war, um mich auf meinem Weg weiterzubringen, wie aber auch jedes Mal wieder der Zeitpunkt kam, wo ich gemerkt habe, dass es an der Zeit war, weiterzugehen.
So habe ich mich zum Beispiel mal eine Zeitlang sehr intensiv mit der Makrobiotik beschäftigt, und mit der dahinterstehenden Philosophie, dass alles im Leben auf der Balance zwischen Yin und Yang beruht, und dass unsere Nahrung, die wir zu uns nehmen, das Hauptwerkzeug ist, wie wir diese Balance steuern können – und z.B. wieder ins körperliche Gleichgewicht gelangen können, falls uns dieses zeitweilig abhanden gekommen sein sollte.
Und wie alles, was ich mache, habe ich auch das sehr gründlich und leidenschaftlich gemacht, habe makrobiotisch gegessen, habe spirituelle Bücher studiert und war sehr gewissenhaft dabei. Ich war wahrscheinlich einer der makrobiotischsten Makrobioten, die es in jener Zeit gab. ;-) Und trotzdem habe ich irgendwann gemerkt: Das kann nicht alles sein. Nicht die Nahrung entscheidet über unsere Balance, sondern es ist das Bewusstsein, mit dem wir leben (und, nebenbei bemerkt, auch das Bewusstsein, mit dem wir unsere Nahrung zu uns nehmen).
Wenn ich nun auf all diese Lehrer und Lehren zurückblicke, und wenn ich daran denke, wie ich immer wieder irgendwann die jeweilige Lehre als „zu kurz gegriffen“ und nicht umfassend genug wahrgenommen habe, so kann ich aber sagen, dass es immer eine Sache gibt, die mich auch heute noch genauso inspiriert, wie damals: Und das ist der Spirit, mit dem die jeweiligen Leute ihre Erkenntnisse gelebt haben, die Leidenschaft, mit der sie immer wieder versucht haben, das Beste, was ihnen an Klarheit und Erkenntnis möglich war, herauszuarbeiten und an andere weiterzugeben.
Und genau das versuche ich selbst natürlich auch, und es ist im Grunde letztendlich das, was jeder Mensch einfach nur tun kann: Immer das Beste zu leben und zum Ausdruck zu bringen, was einem zum jeweiligen Zeitpunkt möglich ist. Und das kann morgen schon wieder ganz anders aussehen, denn die Entwicklung geht immer weiter. Das ist das Spannende am Leben.
So sehr sich die äußeren Formen aber auch immer wieder wandeln - was letztendlich bleibt, ist der Spirit. Deshalb habe ich auch für meinen „Über Mich“-Text das Motto gewählt: Die Form wandelt sich, der Spirit bleibt.
Dieser Spirit ist die Kraft, die sich immer wieder neu ausdrückt und immer wieder zu einer neuen Klarheit und Entwicklungsstufe finden will. Und das ist eine schöne Einladung an uns alle, immer liebevoll auf all das zurückzublicken, was wir in unserem Leben schon gemacht haben – denn es war unser eigener Spirit, der uns dort hineingeführt hat, damit wir uns weiter entwickeln und unsere Erfahrungen machen konnten. Und es war unser Spirit, der uns auch wieder weitergeführt hat.
Auf dem Weg der Seele begnet uns immer wieder das Gleiche. Die gleiche Angst kommt immer wieder. An deinem Arbeitsplatz gerätst du regelmäßig aus dem Gleichgewicht. Der Zweifel klopft jeden Tag an. Der Atem gerät immer wieder ins Stocken. Immer wieder dasselbe Thema.
Manchmal verliert man sich im Entdecken von neuen Erkenntnissen und vergisst dabei, dass man diese tolle Erkenntnisse erst schrittweise üben muss. Ich weiß jetzt, wie das geht – denkt man ganz stolz, bis man drei Minuten später mitten im Leben bemerkt, dass man die tolle Erkenntnis nicht umsetzen kann.
Auch wenn man weiß, dass man atmen kann, dass man in den Bauch sinken und sich von der Seele halten lassen kann, ist es damit noch längst nicht getan. Um die schönen Erkenntnisse in unser Leben zu bringen, braucht es praktische Übung.
Viele meiner langjährigen Klienten wissen, dass wir seit Jahren das Gleiche üben: In der Mitte sein und die eigene Energie wieder fließen lassen. Doch wir üben es immer wieder auf einer tieferen Ebene – und immer wieder in neuen Situationen. Denn es ist nicht genug, es zu wissen. Es ist wichtig, es immer wieder zu üben.
Immer wieder dasselbe zu üben, gehört für mich zum Leben dazu. Anstatt dich also darüber zu ärgern, dass immer wieder dasselbe Thema aufkommt, gewöhne dich einfach an das regelmäßige Üben.
Immer wieder dasselbe: In den Bauch sinken, weich werden, den Atem fließen lassen…
So spreche ich zu dir. So spreche ich zu dir an diesem Tag, in diesem Augenblick - während die Erde dabei ist zu erwachen, während das Bewusstsein dabei ist zu erwachen.
Und so lade ich dich ein, einen Moment innezuhalten, einen Moment tief in dich selbst hinein zu sinken und bei dir zu sein.
Ich bin diese Liebe, die zu dir spricht. Ich bin der Wind in den Zweigen. Ich bin die Tiefe der Erde. Ich bin Sophia. Ich bin das, was man nicht sehen kann, was man nicht greifen kann. Ich bin kein Mensch so wie du. Aber ein Mensch so wie du kann mir eine Stimme geben, kann mich in Worten berühren und hier auf diese Erde kommen lassen, so dass du mich sehen kannst, so dass du mich greifen kannst, so dass wir miteinander sprechen können.
Da, wo das Nichtsichtbare sichtbar wird, da, wo das Bewusstsein in deinem Inneren Mensch wird in dir, da, wo das Große im Kleinen zur Entfaltung findet, da begegnen wir uns. Und dein Verstand kann nicht greifen, was wir gemeinsam erfahren, aber du kannst dir erlauben, dich auf dein Gefühl zu verlassen, deinen Atem fließen zu lassen und wahrzunehmen, wahrzunehmen, was wirklich geschieht.
Es ist eine besondere Zeit auf dieser Erde, eine Zeit des Erwachens. Eine Zeit, die in vielen Prophezeiungen vorausgesagt und gedeutet wurde. Eine Zeit, wo etwas endet und etwas Neues beginnt. Es endet die lange Zeit des Schlafs und es beginnt die Zeit des Wachseins, des Bewusstseins.
Über Bildungsfreiheit und Homeschooling/Freilernen wird mehr und mehr geschrieben, und es gibt phantasievolle Aktionen, wie die Kranichaktion, auf die ich vor kurzem hingewiesen habe.
"Umso erstaunlicher, mit welcher Vehemenz die Pflicht zum Schulbesuch in Deutschland vom Staat verteidigt wird. (...) In anderen Ländern kennt man, mit Ausnahme von Bulgarien, eine derart rigorose Fokussierung auf kollektives Lernen jedenfalls nicht; die mit Sanktionen belegte Verpflichtung zum Schulbesuch wurde denn auch von den ehemaligen Staaten des Warschauer Pakts zusammen mit dem Totalitarismus geflissentlich entsorgt."
Dass dieses Thema immer mehr ins Gespräch kommt ist sehr gut, denn der Wunsch danach, frei entscheiden zu können wie die eigenen Kinder aufwachsen und was für sie am förderlichsten ist, ist ebenfalls ein Ausdruck dafür, dass wir wieder mehr beginnen, unserer eigenen Intuition und unserem eigenen natürlichen Wissen zu vertrauen, anstatt dem, was "gesagt wird" - und letztendlich auch in diesem Bereich wieder den Weg der Seele zu gehen.
Denn der Weg der Seele ist der Weg des natürlichen Wachstums und der natürlichen Entfaltung, und je mehr Räume wir auch für unsere Kinder schaffen, wo in einer starken und unterstützenden Umgebung ein solches Wachstum stattfinden kann, desto besser.
Es gibt kaum einen Bereich in unserem Körper, wo sich so viel Angst und so viel Härte breit macht, wie bei den Zähnen. Dabei können wir durch das Bewusste Atmen eine ganze Menge Energie in Bewegung setzen und so unsere Zähne dabei unterstützen, von innen her zu heilen.
Ich habe eine kleine Meditation dazu aufgenommen, die dich dabei begleiten kann, regelmäßig mit deinen Zähnen zu sein, deinen Kiefer wieder zu lockern und die Energie fließen zu lassen.
Du kannst die Meditation hier anhören oder runterladen.
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Manchmal steht man vor einem neuen Projekt und fühlt sich überfordert. Man überdenkt alles, was in den nächsten Monaten zu tun sein wird und ein mulmiges Gefühl macht sich breit. Egal ob es sich um die Neugestaltung der Wohnung, den Schritt in die Selbständigkeit oder das Erstellen einer eigenen Webseite handelt - wenn man alles auf einmal betrachtet, wird es leicht zuviel.
Um die Freude an größeren Projekten nicht zu verlieren ist es deshalb praktisch, immer nur den nächsten Schritt wahrzunehmen, der auf dich zukommt. Den nächsten Schritt wahrzunehmen ist wie den heraushängenden Faden im Wollknäuel zu finden. Erst wenn wir diesen Faden gefunden haben, können wir den Wollknäuel aufrollen.
Ich benutze gern meine Intuition, um den nächsten Schritt herauszufinden. Ich frage mich selbst: Was ist reif geworden? Was ist der nächste relevante Schritt, der wichtig ist?
Meistens fällt mir dann etwas auf. Dann probiere ich aus, ob das, was mir auffällt in noch kleinere Schritte aufgeteilt werden kann. Wenn es drei Tage dauert, alle Ordner neu zu ordnen ist das für mich kein kleiner Schritt. Wenn etwas länger als eine Stunde dauert, teile ich es auf mehrere Tage auf. Und wenn vor dem Beginnen dieser Handlung noch etwas anderes getan werden muss, dann überlege ich noch einmal, was der erste Schritt ist. Wenn ich erst jemanden anrufen muss, um nachzufragen wie ich meine Ordner organisieren sollte, dann ist das mein nächster Schritt.
Dann habe ich also meinen nächsten Schritt. Es kann ein Anruf sein, eine Suche im Internet, eine Liste schreiben, eine halbe Stunde Papierkram ordnen, was auch immer. Der Schritt ist klein, dauert nicht lange und ich brauche an nichts anderes zu denken.
Jetzt weiß ich schon, was getan werden muss – alles was jetzt noch fehlt ist zu wissen, wann ich es tun werde. Erst wenn wir den Dingen einen zeitlichen Raum geben, können sie geschehen. Denn etwas irgendwann zu tun ist eigentlich das gleiche wie niemals. Ich überlege, wann ich Zeit und Raum habe für meinen ersten Schritt. Und schon nimmt mein nächster Schritt Formen an.
Wenn wir den menschlichen Part übernehmen und unsere kleinen Schritte gehen, kann die Seele ihren Part übernehmen und die großen Bewegungen herbeiführen. Jeder Weg besteht aus vielen kleinen Schritten. Was ist dein nächster Schritt?
Zu meinem Beitrag über den Zweifel habe ich eine Rückmeldung erhalten, dass es gut sei, zu wissen, dass „Zweifel“ an sich nichts Schlechtes ist, sondern einfach nur ein Zeichen für Veränderung. Ich möchte deshalb hier noch ein bisschen mehr darauf eingehen, denn das scheint mir ein wichtiges Thema zu sein.
Viele von uns auf dem spirituellen Weg (welches letztendlich der Weg der Bewusstwerdung in allen Lebensbereichen ist) haben die Fähigkeit erworben, sich selbst und ihre inneren Abläufe und Emotionen sehr genau zu beobachten. Während das natürlich sehr hilfreich sein kann, kann es gleichzeitig auch zu einem Hindernis werden, nämlich wenn wir es gegen uns selbst verwenden, durch Angst oder Selbstverurteilung. So verurteilen wir uns oft selbst für unsere negativen Emotionen, ohne wahrzunehmen, dass diese nur ein Hinweis auf tiefere, energetische Vorgänge sind.
Alle negativen Emotionen sind letztendlich Reaktionen auf Veränderung. Teile in uns haben Angst vor Veränderung, die geschehen möchte, und reagieren darauf. Wenn man also eine unangenehme Emotion fühlt, heißt das nicht, dass man irgendetwas falsch gemacht hat oder sich auf dem falschen Weg befindet. Es ist einfach ein Zeichen dafür, dass sich etwas in uns weiterentwickeln und auf eine neue Ebene begeben möchte.
Wenn beispielsweise jemand uns gegenüber eine abfällige Bemerkung macht, und wir darauf mit Wut reagieren, kann diese Wut auf tieferer Ebene einfach nur ein Hinweis darauf sein, dass eine neue Ebene von Klarheit und Kraft in uns entstehen möchte. Wenn uns dies aber in diesem Moment nicht bewusst ist, reagieren wir vielleicht mit Wut auf die Situation, ohne etwas weiteres wahrzunehmen. Die Situation zieht dann vorbei und wir haben nicht viel davon, und beim nächsten Mal reagieren wir vielleicht wieder genau auf derselben Ebene.
Auf eine ähnliche Weise kann zum Beispiel Trauer dafür stehen, dass in uns eine neue Ebene von Loslassen und Neuanfang entstehen möchte – wenn wir dies nicht wahrnehmen und zulassen, kann es sein, dass wir in der negativen Emotion der Trauer steckenbleiben und nicht weitergehen.
So kann man bei jeder möglichen negativen Emotion beginnen wahrzunehmen, welche tiefe, innere Qualität sich denn da eigentlich weiterentwickeln und zutage treten möchte. Und erstaunlicherweise steckt auch wirklich überall etwas Tieferes dahinter. Auf diese Weise kann man beginnen, jede Erfahrung immer mehr als Teil eines ganz grundlegenden und natürlichen göttlichen Wachstumsprozesses wahrzunehmen.
Jeder der mit dem Bewussten Atmen beginnt, wird feststellen, dass dieses Atmen uns ganz schnell mit uns selbst in Kontakt bringt. Alle äußeren Ablenkungen rücken für einen Moment in den Hintergrund und nur du selbst bist da. Das kann uns erschrecken, denn die meiste Zeit unseres Lebens waren wir nicht bei uns selbst, sondern in Gedanken irgendwo anders. Das Bewusste Atmen lädt dich ein, wieder bei dir zu sein. Es ist an der Zeit, dieses Sein mit dir selbst wieder zu erfahren und dich daran zu gewöhnen.
Manchmal ist der Schritt ins Atmen ein wenig groß. Vielleicht kommt so viel Unruhe in dir auf, so viel Angst und so viele zappelige Gedanken, dass du nicht einfach mit dem Atmen beginnen kannst. Ich möchte dir heute einen kleinen Trick zeigen, wie du leichter beginnen kannst.
Überlege dir, wann du in deinem natürlichen Tagesablauf eine Tätigkeit ausführst, die nicht deine vollkommene Aufmerksamkeit beansprucht. Kochst du jeden Morgen Tee? Gießt du deine Blumen jeden Tag? Bügelst du oder kochst du jeden Tag? Kehrst du den Hof? Sitzt du jeden Tag dreißig Minuten in der S-Bahn? Wartest du jeden Abend darauf, dass dein Kind einschläft? Suche dir eine Tätigkeit, die du jeden Tag ausübst. Es sollte etwas sein, das dir nicht übermäßig schwer fällt, sondern leicht fließt und ungefahär zwischen 10 und 15 Minuten dauert.
Diese Tätigkeit ist der äußere Rahmen, innerhalb dessen du das Atmen ausprobieren kannst. Die Tätigkeit gibt dir eine Zeit vor und sie gibt dir eine körperliche Bewegung, an der du dich festhalten kannst. Probiere aus während deiner Tätigkeit etwas weicher zu werden und deinen Atem fließen zu lassen. Lass den natürlichen Atem fließen, ohne den Atem zu erzwingen. Probiere dich im Fluss deines Atems zu bewegen und deine Tätigkeit auszuführen. Falls du Tee kochst, bleib neben dem Wasserkocher stehen, bis das Wasser heiß ist und lasse deinen Atem dabei fließen. Wenn deine Tätigkeit zu Ende ist, kehrst du einfach in deinen Alltag zurück – bis zum nächsten Mal.
Wenn du möchtest, kannst du so das Bewusste Atmen nebenbei üben. So kannst du dir – ganz nebenbei – näher kommen, in behutsamen kleinen Schritten. Viel Freude beim Ausprobieren!
Der amerikanische Schriftsteller und Übersetzer Stephen Mitchell ist bekannt für seine herausragende Fähigkeit, alten spirituellen Texten neues Leben einzuhauchen und ihre Essenz für heutige Leser zugänglich zu machen. So habe ich bereits unter anderem seine hervorragende Übertragung des Tao-Te-Ching ins Englische genießen dürfen (welche auch auf deutsch erschienen ist), sowie seine Neuübersetzung des Buches Hiob - ebenfalls großartig, vor allem auch seine erläuternden Bemerkungen zu den Texten. Stephen Mitchell ist, nebenbei bemerkt, mit Byron Katie verheiratet.
Stephen Mitchell hat 1993 außerdem eine Neu-Übertragung der wichtigsten Psalmen röffentlicht, aus dem Buch der Psalmen im Alten Testament. Diese legt ebenfalls die wunderschöne Essenz dieser alten Texte wieder frei, und hilft uns, sie als das zu verstehen, als was sie ursprünglich gemeint waren - nämlich als Liebeserklärungen an das Göttliche. Und als solche sind sie aktuell wie eh und je. Es sind kraftvolle Texte, von denen man sich insbesondere in unruhigen Zeiten unterstützen lassen kann.
Hier einer der schönsten:
- Psalm 93 -
Gott handelt in jedem Augenblick und erschafft die Welt mit jedem Atemzug.
Er spricht aus dem Zentrum des Universums in der Stille jenseits der Gedanken.
Mächtiger als das Donnern eines Gewitters Mächtiger als das Rauschen der See,
ist Gottes Stimme, wenn sie leise spricht in den Tiefen des lauschenden Herzens.
Wenn mich jemand fragt, was mein Lernmaterial ist – für meine Sitzungen oder Seminare – muss ich immer hinausschauen in die Natur. Ich lerne von und mit der Natur. Die Pflanzen und Tiere, sowie die Rhythmen der Erde sind meine Vorbilder. Kann ich jemals so präsent sein wie der Baum, der seit Jahren anmutig auf der Wiese steht? Kann ich jemals so sanft erblühen wie eine Seerose, die weich auf der Wasseroberfläche schwimmt?
Die Einfachheit und absolute Hingabe die ich in der Natur beobachte, faszinieren mich immer wieder. Das Wasser fließt. Selbst wenn ein großer Stein im Bachbett liegt, bekommt das Wasser keine Angst und schreckt vor dem großen Stein zurück. Es plätschert fröhlich um den Stein herum, vollkommen sorglos. Wenn ich das mit mir selbst vergleiche, sehe ich einen großen Unterschied. Denn mein Bewusstsein sagt: Oh je, da kommt ein Hindernis auf mich zu. Was soll ich bloß machen? Ob das gut geht? Und schon bin ich nicht mehr im Fluss meines Lebens, da wo ich wirklich bin, sondern ich sitze am Ufer, um mir Sorgen zu machen.
Wir Menschen sind die einzigen Bewohner dieses Planeten, die sich nicht automatisch in dieser tiefen natürlichen Ordnung befinden. Wenn wir alles „laufen lassen“ sind wir nicht automatisch in einem Gleichgewicht. Wir haben die Aufgabe, bewusst am Leben teilzunehmen und uns bewusst in den natürlichen Fluss des Lebens zu begeben.
Ein Fuchs setzt sich nicht eines Tages vor die Tür und sagt: Ich bin so depressiv. Ich habe heute keine Lust ein Fuchs zu sein. Und er geht auch nicht zu Seminaren, um seine eigene Energie wieder zu fühlen und jeden Tag zu üben, wieder ein Fuchs zu sein. Wir Menschen dagegen brauchen dieses bewusste Engagement, um liebevolle, erfüllte, kreative, erblühte Menschen zu sein, die Frieden und Stärke ausstrahlen. Der Baum auf der Wiese ist ein Meister des Baum-Seins. Der Fuchs im Wald ist ein Meister des Fuchs-Seins. Wir Menschen dürfen üben ein Meister des Mensch-Seins zu werden.
Im letzten Jahr habe ich einige Bücher über Maria Magdalena gelesen. Einige gechannelte Bücher und einige Romane. Überall habe ich etwas von Maria gefunden. Es ist schön, dass durch den Ausdruck vieler verschiedener Menschen etwas Ganzheitliches sichtbar werden kann. Ein Buch hat mich dabei besonders angesprochen. Vielleicht weil die Autorin, Kathleen McGowan, so tief mit der Energie von Maria Magdalena verbunden ist. Auf Englisch heißt das Buch The Expected One, (Diejenige, die erwartet wird) und auf Deutsch Das Maria Magdalena Evangelium.
Der Roman beschreibt die Geschichte einer Frau, die nach den Spuren von Maria Magdalena forscht und immer wieder Visionen von ihr hat. Im Zuge ihrer Forschungen findet sie in Südfrankreich verborgene Schriften - das Evangelium der Maria Magdalena.
Wie ich bereits erwähnt habe, finde ich in jedem Buch kleine Funken von Wahrheit und der Präsenz von Maria Magdalena. Ich lese dabei nicht mit dem Verstand, sondern erlaube mir zu spüren, was zwischen den Zeilen geschrieben steht. Lustig finde ich die extrem gespaltenen Rezensionen zu diesem Buch. Wie meistens bei Büchern, die sehr individuell sind, spalten sich die Meinungen auch hier zwischen „ganz toll“ und „ganz miserabel“. Das ist für mich immer ein Zeichen, dass etwas in diesem Buch Menschen berührt - was nicht für jeden angenehm ist.
Die letzten Schneeberge sind bei uns geschmolzen und die Vögel singen wieder. Es ist viel mehr Licht da und die Wärme der Sonne kehrt zurück. Eine gute Gelegenheit für mich, um mich mit der Erde zu verbinden und ihre Kraft zu spüren. Hier ist ein weiteres Channeling mit der Erde:
Es beginnt die Zeit des Erblühens. Eine Zeit, die so viel in dir berührt. Viele Menschen haben Angst vor ihrem Erblühen, weil es bedeutet mehr Raum einzunehmen. Die verschlossenen Knospen sind sehr kompakt und klein, die geöffneten Blüten nehmen mehr Raum ein.
Vielleicht wartest du noch immer darauf, dass jemand anders dir erlaubt zu erblühen. Keine Blume wartet auf diese Erlaubnis. Jede Blume fühlt auf der tiefsten Ebene, dass das Erblühen geschehen möchte – und sie lässt es geschehen. Ohne um Erlaubnis zu fragen, ohne es zu bewerten oder zu beobachten. Sie geht vollkommen auf in ihrem Erblühen. Im Vertrauen in das, was geschieht.
Jeder Frühling berührt ein inneres Erblühen in dir. Mein Rhythmus möchte dir dabei helfen, alle Rhythmen in dir wieder fließen zu lassen. Der Frühling möchte nicht übergangen werden. Der Moment, wo etwas in dir zu erblühen beginnt ist ein wichtiger Moment. Der Moment, wo du dich deinem Leben hingibst und in deinem Rhythmus etwas Neues wachsen lässt, ist kostbar.
Du bist eingeladen, diese tiefe Kraft in deinem Inneren zu spüren, die dich in dein Erblühen trägt. Bist du bereit, diesen Fluss fließen zu lassen? Nicht später, nicht irgendwann, sondern genau jetzt? Meine Liebe schaukelt dich sanft in eine neue Jahreszeit, in ein neues Üben und Wachsen. Etwas in dir möchte erblühen.
Manchmal staune ich darüber, wie oft wir von uns selbst Perfektion erwarten. Alles muss von vorneherein perfekt sein. Wir können uns erst zeigen, wenn wir das Gefühl haben, perfekt zu sein. Vielleicht zeigen wir uns deshalb nie. Denn wir sind nicht perfekt. Zumindest nicht in unseren Augen.
Das Streben nach Perfektion erstickt jede Form von Kreativität und Entwicklung. Erst wenn wir bereit sind, Fehler zu machen und zu üben, erst dann haben wir den Raum für Wachstum, den wir brauchen. Deshalb ist die herkömmliche Schule ja auch so destruktiv für unsere Kreativität, weil diejenigen - nur diejenigen - die genau das machen, was ihnen gesagt wird, belohnt werden. Der Schüler, der in seinem Deutsch-Aufsatz seiner Kreativität freien Lauf lässt, bekommt eine schlechte Note. Denn eigener Ausdruck, Entwicklung und Kreativität sind nicht erwünscht. Schade.
Ich habe mittlerweile das Spielen mit Bauklötzen wiederentdeckt, um meine kindliche Kreativität wiederzufinden, die ich auf der Schulbank verloren habe. Denn heute brauche ich sie. Für meinen Beruf, für meine persönliche Entwicklung – für mein gesamtes Leben.
Etwas zu üben, was man noch nicht kann, ist eine feine Sache. Momentan übe ich zum Beispiel, Brot zu backen. Ich übe früh aufzustehen. Ich übe zu meditieren. Ich übe, mit mehr Autorität meinen Hund an der Leine zu führen. Ich übe mehr Ordnung in mein Leben hereinzulassen. Ich übe mehr Kontakt mit der Erde aufzunehmen.
Dieses Üben weckt meine Entdeckerfreude, meinen Humor und die Leichtigkeit in meinem Leben. Bin ich perfekt in diesen Bereichen? Nein. Ich übe.
Manchmal macht es Freude das eigene Üben mit anderen zu teilen und gemeinsam zu üben. Stell dir vor wir würden all die Zeit, die wir sonst damit verbrauchen über unser Leben zu klagen, stattdessen zum Üben nutzen? Wir könnten üben, Englisch zu lernen. Wir könnten üben, zu atmen. Wir könnten üben, unserer Seele noch mehr zu vertrauen…
Wie oft erlaubst du dir, etwas zu üben?
Wie oft lädst du andere ein, mit dir gemeinsam zu üben (und gemeinsam zu lachen)?
Die Energie von Zweifel begegnet uns immer wieder auf unserem spirituellen Weg. Letztendlich ist sie ein inneres Zeichen dafür, dass wir wieder einen Schritt weitergegangen sind, und dass alles in uns - unsere Sichtweisen, unser Bild von der Welt - sich neu anordnen und auf der neuen Ebene zu einer neuen Balance kommen möchten.
Wenn wir allerdings dem Zweifel selbst folgen (und nicht dem, was sich eigentlich entwickeln will, eine neue Klarheit, eine neue Ebene) kann er zu einer destruktiven und lähmenden Energie werden, die jeglichen Fluss ins Stocken bringt. Dann ist es wichtig, sich wieder mit der inneren Kraft zu verbinden und wieder Kontakt zum wirklichen, eigenen Weg aufzunehmen.
Es gibt eine schöne Zen-Geschichte zum Thema Zweifel, die mich immer wieder zum Schmunzeln bringt. Ich habe sie im "tibetischen Buch vom Leben und vom Sterben" von Sogyal Rinpoche gelesen. Diese Geschichte lehrt uns nicht nur etwas über die Wirkung von Zweifel, sondern zeigt uns auch, dass wir nicht so sehr den äußeren Erscheinungsformen folgen sollten, sondern vielmehr unserem inneren Weg.
Es war einmal ein Zen-Meister, der einen Schüler hatte, welcher ein bisschen naiv war und ihn als den verkörperten Buddha ansah. Eines Tages setzte sich der Meister in seinem Haus versehentlich auf eine Nadel. Er schrie auf: "Autsch!" und sprang in die Luft. Der Schüler verlor sofort jedes Vertrauen und lief davon. Er jammerte darüber, wie enttäuscht er war, herauszufinden, dass sein Meister nicht vollständig erleuchtet war. Denn warum würde er sonst auf diese Weise aufspringen und aufschreien? Der Meister war traurig, als er bemerkte, dass sein Schüler davongelaufen war, und sagte: "Der arme Mann. Wenn er nur gewusst hätte, dass in Wahrheit weder ich, noch die Nadel, noch das 'Autsch' wirklich existieren!"
Ich glaube, wenn man überhaupt von irgendeiner Aufgabe sprechen kann, die wir Menschen haben – ist es das Beginnen. Wenn wir nicht beginnen, kann nichts geschehen – zumindest nicht hier auf der Erde. Doch wenn wir beginnen, gibt die Seele unendlich viel dazu.
Wie das mit dem Beginnen geht? Ganz einfach. Die erste Frage muss immer lauten: Was interessiert mich jetzt in diesem Moment? Nicht irgendwann in der Zukunft, sondern genau hier und jetzt – ganz konkret. Es muss etwas Irdisches, Greifbares sein, z.B. Pflanzen, Brot backen oder Tanz.
Anstatt dir jetzt einen langwierigen Plan zu machen, der dich vom Beginnen abhält, lade ich dich ein zu überlegen, welchen ersten Schritt du jetzt, heute, gehen kannst. Du könntest zum Beispiel etwas über Pflanzen aufschreiben. Vielleicht möchtest du ein Brot backen und dann deine Erfahrungen damit festhalten. Oder du lässt dich eine Weile tanzen und beobachtest, was da entstehen möchte.
Der nächste Schritt ist es, das, was du erlebst mit anderen zu teilen. Und es gilt nicht, es nur deiner besten Freundin oder deiner Partnerin zu erzählen. Ich meine das Teilen mit anderen Menschen. Du kannst einem Gesprächsforum beitreten, (vielleicht bist du ja bereits in unserem Wohnzimmer mit dabei – ein großartiger Ort zum Teilen und Beginnen) oder du hast bereits ein Forum, wo du deine Erfahrungen mit anderen teilen kannst. Denn woher sollst du herausfinden, was du weißt und was du kannst – wenn du es nicht mit anderen teilst?
Das sind die drei Schritte des Beginnens:
Was interessiert mich?
Meinen ersten Schritt gehen.
Meine Erfahrung mit anderen teilen.
Dann kommt es darauf an, diese Schritte in deinen Alltag einzubauen. Am besten jeden Tag, regelmäßig und relativ klein halten. Nicht einmal pro Woche fünf Stunden, sondern jeden Tag dreißig Minuten.
Es werden Anteile aufkommen, die lieber nicht beginnen wollen. Und sie werden die besten Argumente bereit halten. (Selbst jemand mit über zehn verschiedenen Heilerausbildungen wollte mir einmal erzählen, dass er nichts über Heilung weiß. Je mehr Fragen ich ihm allerdings zum Thema Heilung stellte, desto mehr kam heraus, dass er eine ganze Menge darüber sagen konnte.) Die Kunst ist es, dich von diesen Anteilen nicht ablenken zu lassen, sondern gelassen und stur jeden Tag einen weiteren kleinen Schritt zu gehen. Deine Seele gibt alles weitere dazu.
Hiro Boga bezieht dies auf Erfahrungen von Fragmentierung im Außen - das Leid anderer Menschen, schlimme Ereignisse, über die wir in den Nachrichten lesen, usw. Aber ich finde, es ist ebenso eine hervorragende Erinnerung daran, dass auch unsere ängstlichsten und "dicksten" inneren Anteile (in gewissem Sinne auch ein Ausdruck von "Fragmentierung", diesmal im Innen) nie wirkliche Macht über uns haben können. Sie können nur laut sein, und versuchen, sich bermerkbar zu machen.
Und es liegt dann an uns, ob wir uns von ihren Geschichten überzeugen lassen, wie zum Beispiel: Ich kann das nicht. Ich habe keine besonderen Talente. Ich werde nie einen Partner finden. Alles muss ich selbst machen. Niemand schätzt meine Arbeit. Und so weiter und so weiter.
Je mehr wir uns bewusst werden, dass die einzige Macht unserer Anteile (man kann dazu auch "Prägungen" oder "Konditionierungen" sagen, etwas, dass wir im Verlaufe unser Existenz irgendwann mal für uns übernommen haben) in ihrer Lautstärke und scheinbaren Überzeugungskraft liegt, desto leichter wird es für uns, uns immer wieder zu entscheiden, ihnen mit einer neuen inneren Einstellung gegenüberzutreten: "Ich habe dir so viele Jahre zugehört, aber es ist nun für mich an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren."
Und wenn wir uns dann noch immer wieder erinnern, dass wir dieses Neue sanft angehen lassen können, nicht gewaltvoll, sondern Schritt für Schritt, und dass wir uns in jedem Augenblick von unserer Seele, von Gott in unserem Inneren unterstützen lassen können - dann kann unser persönlicher Weg in der Tat zu einem erfüllenden Weg werden.
In regelmäßigen Abständen kommt diese dumpfe Vermutung auf, dass vielleicht doch nicht alles so ist, wie es sein sollte. Kennst du den Moment, wo du auf einmal dein gesamtes Leben in Frage stellst? Manchmal reicht es auch, nur einen einzigen Bereich deines Lebens anzuzweifeln. Vielleicht deine Arbeit, die gerade nicht so verläuft, wie du es dir erhofft hast. Vielleicht zweifelst du auch an deinem Körper und erlaubst den dumpfen Gedanken sich dort breit zu machen.
Ich würde gerne mit dir über diese Zweifel sprechen.
Das Prinzip hinter dem Zweifeln ist eigentlich ganz einfach. Für einen Moment trittst du einen Schritt zurück und siehst ein etwas größeres Bild. Alles in allem – mache ich alles richtig? Bin ich auf dem richtigen Weg? Stimmt mein Umgang mit meinem Leben? Diese grundsätzlichen Fragen können uns dabei helfen, noch klarer zu werden und unseren eigenen Weg genauer abzustimmen. Eigentlich eine gute Sache, doch in dem Moment begegnen uns meistens eine ganze Menge unangenehmer Gefühle.
Es ist wichtig, diesen unangenehmen Gefühlen zu begegnen und mit ihnen zu sein. Es macht keinen Sinn über sie nachzugrübeln. Im Gegenteil, je mehr wir in das Grübeln und Denken verfallen, desto unklarer wird alles. Am besten wir erlauben uns mit dem, was aufkommt zu sein. Dies ist keine Zeit für Entscheidungen oder überstürztes Handeln - wenn der Zweifel um dein Haus stürmt heißt es ruhig bleiben.
In jeder Tätigkeit gibt es den Moment, wo wir einen Schritt zurück treten, um zu betrachten, was entstanden ist. Wenn wir ein Bild malen stehen wir manchmal ganz dicht vor der Leinwand und ab und zu machen wir einen Schritt zurück und betrachten das Bild in seiner Gesamtheit. Das ist oft der Moment, wo wir sagen: Es ist nichts geworden. Ich habe alles falsch gemacht.
Doch dieser Moment ist auch eine gute Gelegenheit zur Ruhe zu kommen und mit dir selbst zu sein. Mit dem, was in deinem Leben entstanden ist und mit den unangenehmen Gefühlen, die beim Betrachten aufkommen. In den Momenten begegnen wir den Anteilen in uns selbst, die uns ablehnen, anzweifeln und verachten. Wir haben die Wahl uns unter dieser Lawine begraben zu lassen oder den Gefühlen zu begegnen.
Ich weiche heute meinem eigenen Zweifel nicht mehr aus. Es sind die Momente, wo alles dunkel aussieht, wo alles seltsam und fremd erscheint. Nur tief in meinem Inneren höre ich diese liebevolle Stimme, die mich einlädt weiterzugehen. Durch das Regenwetter, durch die Stürme – einfach weiterzugehen. Je öfter ich mir erlaube, ganz bewusst mit diesen unangenehmen Gefühlen zu sein, desto heller werden diese Bereiche in meinem Leben. Wer weiß, vielleicht kann ich irgendwann den Schritt zurück machen, auf mein Leben schauen – und nur Stille wahrnehmen. Das ist eine schöne Vorstellung.
Angeregt durch das Thema Ordnung, habe ich mich damit beschäftigt, wie ordentlich oder unordentlich meine Tätigkeiten in meinem Alltag ablaufen. Ich habe festgestellt, dass es einen natürlichen Rhythmus gibt, der jeder Tätigkeit zugrunde liegt. Es gibt ein Beginnen, ein stetiges Tun, ein Vollenden und danach Stille. Da hätten wir natürlich auch die Jahreszeiten, die uns ebenfalls diesen Rhythmus vorgeben. Der Frühling bringt uns einen Neubeginn, der Sommer bringt das Neue weiter in die Welt, der Herbst bringt die Erntezeit und der Winter bringt eine Pause.
Es ist sehr heilsam, alle diese rhythmischen Schritte zu leben. Meisten geraten wir da ins Ungleichgewicht, wo wir einen Schritt auslassen oder nicht weitergehen zum nächsten Schritt. Wenn wir ewig beginnen und niemals wirklich ins Tun kommen, fehlt etwas. Wenn wir ewig im Tun hängen bleiben, ohne jemals etwas fertig werden zu lassen, dann fehlt etwas. Wenn wir uns nie erlauben zwischen den Projekten eine Ruhepause zu erfahren, dann fehlt ebenfalls etwas.
Manchmal ist es gut, sich bei einem Projekt zu beobachten, um zu erfahren, welche rhythmischen Schritte wir überspringen oder wo wir hängen bleiben. Je mehr du dir erlaubst, mit deinen eigenen Stolpersteinen zu sein, desto mehr kommt der natürliche Rhythmus wieder in Fluss. Vielleicht gibt es Bereiche in deinem Leben, wo du gar nicht erst beginnst. Vielleicht gibt es andere Bereiche, wo du schon längst begonnen hast, aber dir nicht erlaubst in ein stetiges Tun zu kommen. Und sicherlich gibt es Bereiche, wo du dir nicht erlaubst, dass ein Projekt Früchte trägt und zur Vollendung kommt.
Ich habe bei mir einige solcher Bereiche ausgespürt und probiere gerade aus, damit zu sein. Es tut gut zu fühlen, dass auch da der natürliche Rhythmus wieder erwachen möchte.