Erlebst du in deinem Leben seit einiger Zeit ein Gefühl von Veränderung? Spürst du, dass etwas Neues in dein Leben treten möchte, aber du weißt noch nicht genau, was es ist? Kommen körperliche Symptome oder schmerzhafte Gefühle auf, ohne dass es dafür einen direkten Grund gibt?
Es gibt eine gute Nachricht: Du bist nicht alleine. Du befindest dich, wie viele andere Menschen, auf dem Weg des Erwachens. Das Erwachen ist die tiefste Verwandlung, die ein Mensch erfahren kann.
Dieser Weg ist wunderschön – aber auch sehr herausfordernd. Es ist möglich, dein Erwachen in Freude und Vertrauen zu erleben.
Mehr über das Erwachen und wie wir dich auf deinem Weg unterstützen können erfährst du hier.
Neulich kam mir in den Sinn, dass es ja eigentlich ein bisschen ironisch ist, dass manche Wissenschaften (leicht abwertend) als sogenannte „Pseudowissenschaften“ bezeichnet werden – wo doch im Grunde auch gerade die „richtigen“ Wissenschaften, wie Physik, Medizin, Biologie usw. nicht besonders vollständig sind, in ihrem Ansatz.
Wenn es etwas gibt, was man heutzutage eine Pseudo-Wissenschaft – unechte oder vorgetäuschte Wissenschaft – nennen könnte, dann sind das auf jeden Fall auch die gegenwärtigen, traditionellen Wissenschaften, die einen großen und grundlegenden Teil unserer Realität (nämlich die Bewusstseinsebene) vollkommen ausblenden, und sich ausschließlich auf die oberflächlichen Erscheinungen der Materie konzentrieren, und so tun, als ob dies alles wäre.
eulich kam mir in den Sinn, dass es ja eigentlich ein bisschen lustig ist, dass bestimmte Wissenschaften als sogenannte „Pseudowissenschaften“ bezeichnet werden – wo doch gerade die „richtigen“ Wissenschaften, wie Physik, Medizin, Biologie usw. auch nicht besonders vollständig sind, in ihrem Ansatz.
Wenn es etwas gibt, was man eine Pseudo-Wissenschaft – unechte Wissenschaft – nennen könnte, dann sind das vielleicht eher die gegenwärtigen, traditionellen Wissenschaften, die einen großen und grundlegenden Teil unserer Realität (nämlich die Bewusstseinsebene) vollkommen ausblenden, und sich ausschließlich auf die oberflächlichen Erscheinungen der Materie konzentrieren.
Einer Materie, die es davon abgesehen noch nicht einmal gibt, wie der (ganzheitlich denkende) Physiker Hans-Peter Dürr so schönformuliert. ;-)
Das Sterben ist ein Thema, über das außer in ganz bestimmten Kreisen (Sterbebegleitung, Hospizarbeit o.ä.) sehr wenig gesprochen wird. Im „normalen“ Alltag bleibt dieses Thema außen vor. Man hört zwar öfter, dass da und dort ein Baby geboren wurde, aber sehr selten wird offen über das Sterben gesprochen.
Mittlerweile habe ich ein sehr gelöstes Verhältnis zu diesem Thema, habe aber schon die Erfahrung gemacht, dass nicht jeder so begeistert davon ist. Es muss ja einen Grund dafür geben, dass nirgendwo offen über das Sterben gesprochen wird :-)
In unserer westlichen Welt wird das Thema Sterben meistens sorgfältig verdrängt, bis es uns dann unmittelbar begegnet. Wir tun irgendwie so, als wären wir unsterblich, als wären wir für immer in diesem Körper und in dieser Lebenssituation – bis wir irgendwann realisieren, dass es nicht so ist. Vielleicht erfahren wir vom Sterben eines Bekannten, Verwandten oder sogar eines ehemaligen Partners.
Ich empfinde es als hilfreich und klärend für mich, dieses Thema ab und zu in mir zu berühren. Es gibt gegenwärtig in meinem Leben keinen äußeren Grund, mich damit zu beschäftigen, doch ich möchte lieber nicht damit warten, bis mich irgendwann ein äußerer Grund dazu zwingt.
Ich empfinde die Tatsache, dass mein Körper – meine äußere Form – vergänglich ist, als etwas sehr befreiendes. Irgendwann wird sich diese Form auflösen, in der ich mich heute befinde. Meine Seele, die Lebendigkeit in mir, meine Essenz wird weiterhin da sein, aber die äußere Form verschwindet.
Das Sterben kann uns die Augen dafür öffnen, dass es jenseits der oberflächlichen Welt noch etwas anderes gibt. Es ist ein Geschenk, hier in dieser Welt sein zu können, in der wir so viele verschiedene Formen erfahren können. Und doch ist es tröstlich zu wissen: Es gibt noch mehr.
Natürlich muss man nicht auf den Moment des Sterbens warten, um sich dessen bewusst zu werden. Man kann jeden Tag nutzen, um mit dem stillen Sein im Inneren in Kontakt zu treten. Mehr und mehr wird die Liebe der Seele zum Hintergrund des eigenen Lebens. Im Vordergrund gibt es Dinge zu erledigen, das Leben tanzt seinen Tanz. Im Hintergrund ist ein Raum der Stille und der Geborgenheit.
Auch wenn äußere Formen kommen und gehen, gibt es etwas Unsterbliches in uns, was ewig ist und bleibt. Wir können unsere Seele nicht verlieren. Sie ist nicht an diesen Körper gebunden. Sie wohnt nur vorübergehend hier. Und wenn es Zeit wird, weiterzugehen, gehen wir weiter.
Muss ich wissen, wohin? Brauche ich eine genaue Vorstellung in meinem Verstand über das, was während und nach dem Sterben geschieht? Das bleibt jedem selbst überlassen. Ich empfinde es als beruhigend zu fühlen, dass meine Seele, immer weiß, wohin es weitergeht. Sie weiß es jetzt, während ich hier bin, und sie weiß es dann, wenn es Zeit wird weiterzugehen. Die Frage ist, ob ich damit im Einklang sein kann – heute und dann…
P.S. Falls dich das Thema anspricht kann ich dir das Buch von Sogyal Rinpoche Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben empfehlen. Es ist liebevoll geschrieben und begleitet über die Auseinandersetzung mit dem Sterben in eine tiefere Erfahrung des eigenen Lebens.
Das Vater Unser stammt direkt von Jeshua und besitzt eine äußerst reine und kraftvolle Energie. Wie ich in meinem früheren Beitrag schon angedeutet habe finde ich, dass das Vater Unser eine perfekte Schablone für das Wiederverbinden mit dem ursprünglichen reinen Bewusstsein ist – mit Gott, in der essentiellen Bedeutung des Wortes. Ich nutze es im Grunde täglich.
Man braucht sich nicht von den Worten des Vater Unsers abschrecken zu lassen, die vielleicht für heutige Ohren teilweise etwas altertümlich und unbeholfen klingen. Worte sind nur ein Wegweiser. Wenn man diese Worte als einen solchen Wegweiser zum reinen Bewusstsein versteht, ist das Vater Unser in seiner Einfachheit und Präzision kaum zu übertreffen. Und Kathleen McGowans Buch gibt einem schöne Anregungen, um es in seinem Leben in diesem Sinne kraftvoll und effektiv nutzen zu können.
Um die innere Struktur des Vater Unser aufzuschlüsseln nimmt Kathleen McGowan in ihrem Buch die 6-blättrige Rose als Vorlage, wie sie sich im Zentrum des berühmten Labyrinths in der Kathedrale von Chartres befindet. Mit diesem Labyrinth (und mit vergleichbaren Labyrinthen auch an anderen Orten) hat es eine ganz besondere Bewandtnis. Chartres war in der Zeit des Mittelalters die Heimat einer wichtigen christlichen Mysterienschule, und das Labyrinth war ein zentraler Bestandteil ihrer spirituellen Praxis.
„Labyrinth“ ist für diese Art von Struktur eigentlich nicht ganz das richtige Wort, da wir mit diesem Begriff herkömmlicherweise eher etwas mit vielen Wegen und Abzweigungen verbinden, in dem man sich leicht verirren kann. Diese Art von Labyrinth, die hier gemeint ist, besteht vielmehr aus einem einzigen, immer wieder gewundenen und kurvenreichen Pfad, der irgendwann ins Zentrum des Labyrinthes führt und dort endet.
Das Labyrinth ist ein Symbol für den eigenen spirituellen Entdeckens- oder Entwicklungsweg. Wie im Labyrinth veranschaulicht, so gibt es auch in unserem Leben immer wieder neue Wendungen, Kurven, Richtungen. Wenn man dabei aber immer auf seinem eigenen Weg bleibt, kann man sich nicht verirren, und kommt irgendwann in der Mitte, bei Gott, im reinen Bewusstsein, bei sich selbst an. Der Gang durch ein solches Labyrinth kann eine wundervolle spirituelle Übung sein, bei der man das Gefühl für den eigenen Weg stärken kann – weil es im alltäglichen Leben ja oft nicht so einfach ist, immer auf dem eigenen Weg zu bleiben und diesen jederzeit wahrzunehmen. Im Labyrinth sieht man ihn aber immer vor sich und geht ihn Schritt für Schritt.
In diesem Video (englisch) spricht Kathleen McGowan über ihr Buch und die persönlichen Erfahrungen, die ihm zugrundeliegen:
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Ich habe übrigens vor kurzem auch Kathleens neu erschienenen Roman "The Poet Prince" fertiggelesen – der dritte ihrer Maria-Magdalena-Reihe. Hat mir gut gefallen, und ich werde in Kürze noch eine kleine Rezension dazu schreiben.
In der letzten Runde des Wohnzimmers, unserem Onlineworkshop, haben wir unter anderem das Thema „Berufung“ bewegt. Mit dem Erwachen kommt bei vielen Menschen ein tiefes Bedürfnis auf, die eigene Berufung zu leben. Dieses Bedürfnis ist wichtig, denn es führt uns auf einen Weg, der unserem Leben mehr Tiefe gibt.
Natürlich mischt sich auch dabei oft der Verstand ein und will genau wissen, was jetzt die eigene Berufung ist. Der Verstand möchte sich ein genaues Bild darüber machen können, wie die eigene Berufung aussieht. Da die Berufung aber nichts mit dem Verstand zu tun hat, ist ein achtsamer Umgang mit diesem Thema wichtig.
Zunächst einmal kann man sich bewusst machen, dass es nicht in erster Linie wichtig ist, was man tut, sondern wie man es tut. Sicher gibt es Berufe, die einem mehr entsprechen als andere, aber beinahe alle Tätigkeiten verwandeln sich, sobald wir eine neue innere Haltung dazu einnehmen. Meiner Ansicht nach beginnt die Berufung nicht mit der äußeren Form des Berufs, sondern mit der inneren Einstellung, die ich habe, während ich etwas tue.
Das Schöne daran ist, dass man nicht auf den perfekten Beruf warten muss, der irgendwann in der Zukunft entstehen soll – sondern man kann heute beginnen. Jetzt und hier.
Die Sehnsucht, die tiefe Verbindung zu sich selbst und zur eigenen Seele im eigenen Beruf zu fühlen, ist nicht von der äußeren Form dessen abhängig was man gerade tut. Es kann sein, dass man die langweiligste Aufgabe hat, die man sich nur vorstellen kann und während man diese Aufgabe erledigt, bleibt man verbunden mit sich selbst und der Seele. Auf einmal verändert sich diese langweilige Aufgabe, sie füllt sich – aus der Tiefe – mit Leben und Bedeutung.
Matthias und ich staunen jedes Mal, wenn wir in Königstein auf den Wertstoffhof fahren, um dort unseren Müll abzugeben. Dort arbeiten ältere Herren, die einem unter anderem mitteilen, in welchen Container man die mitgebrachten Müllstücke sortieren muss. Viele würden sagen, dass diese Art von Arbeit sehr eintönig ist – oder zumindest eine nicht besonders gut angesehene Arbeit. Doch die Gelassenheit und die Sorgfalt, mit der diese Menschen ihre Arbeit tun, sind einfach berührend. Es herrscht immer gute Stimmung, die Atmosphäre ist gelöst, selbst wenn viel Betrieb ist. Wir fahren immer gerne dorthin.
Das ist für mich ein Beispiel für erwachtes Tun. Sobald man die tiefere Stille in sich selbst in das eigene Tun einfließen lässt, entstehen neue Ergebnisse. So bekommt das eigene Tun einen neuen Sinn: Es geht nicht nur darum, die offensichtliche Aufgabe zu erledigen, z.B. den Müll zu sortieren, sondern es geht auch darum, auf ganz natürliche Weise eine Stille und ein neues Bewusstsein in die Welt zu bringen.
Vielleicht hast du Lust, heute mit deinem Beruf – oder den Tätigkeiten die heute vor dir liegen zu experimentieren. Kannst du mit der Tiefe in dir verbunden bleiben, während du deine Aufgaben erledigst? Darf die Liebe deiner Seele in alles einfließen, was du tust?
Öfter wurde ich schon gefragt, wie man anderen Menschen vergeben kann. Zunächst einmal fällt mir dabei auf, dass man Vergebung überhaupt nicht „tun“ kann. Ich glaube dass es hauptsächlich eine Verstandesübung ist, wenn man sich hinstellt und sagt: „Ich vergebe diesem Menschen.“ Manchmal steckt einfach nur der Gedanke dahinter, dass es besser sei, oder spiritueller sei, anderen zu vergeben, und dann „tut“ man es eben.
Mich interessiert viel mehr, wie natürliche Vergebung entsteht. Dazu habe ich gerade heute ein schönes Beispiel erlebt. Wir waren mit unserem Hund im Wald spazieren. Für mich sind diese Spaziergänge immer eine wundervolle Gelegenheit, zu sein. Ich spüre den Wald, die Lebendigkeit in jedem einzelnen Baum, rieche die Waldluft und irgendwann verschwinden alle Gedanken und es kehrt Ruhe ein.
Auf einmal kracht es im Unterholz und zwei Männer auf Mountainbikes kommen den Pfad herunter gerast, dass die Kieselsteine nur so beiseite spritzen. Sie unterhalten sich lauthals und wir können gerade noch zur Seite springen. Ich spüre wie Ärger in mir aufsteigt. „So eine Unverschämtheit. Wie kann jemand nur so unachtsam durch die Gegend rasen.“ Ich beobachte meinen Ärger und erlaube mir, damit zu sein.
Nach einer Weile bemerke ich eine tiefe Stille hinter meinem Ärger. Es tut gut, zu fühlen, dass hinter allen Dingen die Liebe meiner Seele präsent ist - auch hinter meinem Ärger. Je länger ich damit bin, umso mehr schmilzt der Ärger und löst sich in der unendlichen Weite meiner Seele auf.
Auf einmal regt sich ein neues Verständnis in mir: „Ach so, die beiden preschen so schnell durch den Wald, weil sie die ganze Woche im Büro eingepfercht sitzen müssen. Sie sehnen sich danach endlich wieder lebendig zu sein. Sie denken überhaupt nicht daran, dass auch andere Menschen im Wald spazieren gehen möchten.“ Da fällt mir auch der schöne Ausspruch von Jeshua ein - von ihm gesagt zwar in einer viel extremeren Situation, aber vom Prinzip her vergleichbar: „Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“
Vergebung geschieht, wenn wir präsent werden und mit dem sind, was gerade ist. So schnell geschieht es, dass man urteilt, reagiert, provoziert, ablehnt, sich über andere stellt – da kann keine Vergebung geschehen. Nur wenn man sich erlaubt da zu sein, schutzlos da zu sein, wird Vergebung möglich.
Vielleicht ist Vergebung nichts anderes als das Erwachen von einem tieferen Verständnis in unserem Inneren. Vielleicht ist es auch der Moment, wo wir die Erwartung aufgeben, von allen Menschen verstanden und geliebt zu werden und wahrnehmen, wie es jetzt in diesem Augenblick wirklich ist – und damit sind.
Letzte Woche habe ich einen Beitrag über den Schmerz geschrieben. Es ist so wichtig zu lernen, mit dem eigenen Schmerz zu sein anstatt ihn auszuagieren. Diese Woche haben mir viele Klienten geschrieben, die dabei sind, genau das zu üben.
Eine häufige Frage, die aufkommt ist: „Wie gehe ich damit um, wenn mein Schmerz von einem anderen Menschen ausgelöst wird?“
Es ist herausfordernd in solchen Momenten bewusst zu bleiben und zu erkennen, dass der andere Mensch deinen Schmerz zwar ausgelöst, aber nicht verursacht hat. Der Schmerz war schon lange vorher da und hat darauf gewartet, an die Oberfläche kommen zu dürfen.
Wenn ein Autofahrer hinter dir dicht auffährt und drängelt, kann das Schmerz auslösen. Wenn jemand abfällig über etwas spricht, das dir viel bedeutet, kann das Schmerz auslösen. Sogar wenn du bei einem Brettspiel verlierst, kann das Schmerz auslösen.
Während ich übe, mit meinem Schmerz zu sein, übe ich bewusst wahrzunehmen, wenn mein Schmerz berührt wird. Ich übe dabei zu sein und zu fühlen: „Oh, jetzt kommt mein Schmerz auf.“ Anstatt all meine Aufmerksamkeit dafür zu verwenden, zu reagieren, versuche ich all meine Aufmerksamkeit zu verwenden, um mit dem zu sein, was gerade ist.
Reagieren ist ein unbewusster Reflex, z.B. wenn man verbal angegriffen wird und – ohne nachzudenken – mit einem noch gemeineren Schimpfwort zurückschlägt. Sobald man den Schmerz als Triebfeder für eine Reaktion benutzt, entsteht neuer Schmerz.
Ein gutes Beispiel für dieses ewige Reagieren ist der Comic „Tom und Jerry“. Die Katze und die Maus zeigen uns humorvoll was geschieht, wenn man ewig aus dem eigenen Schmerz heraus reagiert.
Bedeutet das, dass man sich alles gefallen lassen muss? Nein. Es wird Momente geben, wo du mit deinem Schmerz bist und erkennst: „So, jetzt wird es Zeit, diese Situation zu verlassen.“
Um bewusst handeln zu können brauchst du weder zu kämpfen noch Gewalt anzuwenden. Es genügt, mit deinem eigenen Schmerz zu sein. Entweder entsteht dabei ein tiefer Frieden und ein Einverständnis mit der Situation – oder es entsteht ein tiefer Frieden und die Erkenntnis, dass du eine Veränderung herbeiführen wirst.
Einen schönen kleinen Artikel über das Bedingungslose Grundeinkommen gibt es von Susanne Wiest in der Zeitschrift info3. Susanne bezieht sich darin auf einen der Hauptentwürfe für ein Grundeinkommen, bei dem dieses durch eine sogenannte „Konsumsteuer“ (=eine erhöhte Mehrwertsteuer) finanziert werden soll. Und nicht nur das Grundeinkommen soll darüber finanziert werden – auch alle anderen Ausgaben des Staates. Im Gegenzug sollen alle Steuern, die wir gegenwärtig bezahlen, wegfallen (Einkommenssteuer usw.).
Susanne Wiest schreibt in ihrem Beitrag, dass ihr der Begriff „Konsumsteuer“ allerdings nicht so gut gefällt, da für viele Menschen negative Assoziationen damit verknüpft sind. Sie schlägt den Begriff „Ermöglichungsabgabe“ vor – da durch eine solche Abgabe ja alle Leistungen des Staates ermöglicht würden, die gegenwärtig durch konventionelle Steuern finanziert werden, z.B. Straßenbau, Kindergärten usw.
Das gefällt mir ausgesprochen gut – ich bin immer dafür, neue Begriffe einzuführen, die die Energie einer neuen Zeit besser zum Ausdruck bringen können. (Noch schöner fände ich in diesem Fall allerdings vielleicht die „Ermöglichungsgabe“ - statt der „Abgabe“, die noch ein bisschen nach Verpflichtung klingt, und weniger nach etwas, das frei und aus der Fülle heraus geschieht.)
Nachtrag: Susanne Wiest verweist in einem weiteren Beitrag noch auf eine Liste von 9 Dingen, die jeder tun kann, wenn er die Realisierung eines Bedingungslosen Grundeinkommens unterstützen möchte.
Ein Thema, das vielen Klienten beim Weichen Atmen begegnet ist das Gefühl: „Wenn ich mich sinken lasse und atme, nehme ich meine Probleme nicht mehr wahr. Ich nehme gar nichts mehr wahr – nur Stille.“ Zunächst könnte man vielleicht meinen, das sei der Effekt, den wir durch das Weiche Atmen erzielen wollen, doch weit gefehlt.
Das Herausgehen aus dem Jetzt, hinein in eine Leere Welt der Stille und des Nicht-Fühlens gleicht einer Flucht vor dem Jetzt. Durch diese Praxis verändert sich überhaupt nichts. Das Weggehen schafft zwar kurzfristige Erleichterung, doch sobald man in das Jetzt zurückkehrt, sind alle Probleme unverändert wieder da. Das Weggehen aus dem Jetzt ist nicht nur wirkungslos, sondern es verstärkt das Gefühl, machtlos und hilflos zu sein, gefangen in einer feindlichen Welt.
Mein Eindruck ist, dass sich hier antrainierte Haltungen zeigen, die vielleicht in einem vergangenen Leben als buddhistischer Mönch oder als Anhänger einer extremen Form von Meditation entstanden sind. Viele Religionen und spirituelle Richtungen haben die äußere Welt als Hindernis auf dem Weg zu Gott (zur Seele, zum wahren Sein) wahrgenommen. Dahinter stehen die verzweifelte Annahme, dass Gott in dieser Welt der äußeren Formen nicht zu finden ist, und die Hoffnung, Gott wiederzufinden, wenn man die äußere Welt ausblendet.
Doch wir sind hier um die Welt zu durchschauen, zu meistern, nicht um uns durch meditative Tricks davonzuschleichen. Wenn wir erkennen, dass die göttliche Präsenz, das wahre Sein, durch alle Formen hindurch leuchtet, so wird klar, dass wir uns auch hier in der Welt der äußeren Formen mit unserem Ursprung verbinden können.
Es darf eine Bewegung nach innen geben, um uns mit dem wahren Sein zu verbinden. Doch es darf auch eine Bewegung nach außen geben, die uns erlaubt das wahre Sein in äußeren Formen zu erfahren. (Hier denke ich gerade wieder an unser Seminar „Meisterschaft im Neuen Bewusstsein - Den inneren und den äußeren Weg verbinden“.)
Falls du also bemerkst, dass du die Verbindung zu deinem Leben verlierst, wenn du weich atmest, dann ist es hilfreich etwas in deiner Gewohnheit zu verändern. Dir darüber bewusst zu werden, dass du die Tendenz hast, wegzugehen, ist der erste Schritt. Es kann hilfreich sein, deine Augen beim Atmen geöffnet zu lassen, dir über die Beine zu streichen und deinen Körper zu fühlen – oder das Atmen mit ruhigen Bewegungen zu verbinden. So bringst du das Atmen mitten in dein Leben – und dein Leben wird die Ruhe und den Frieden wiederspiegeln, den dein Atem hereinträgt.
Wie schnell geschieht es, dass man einem Gedanken folgt (egal ob positiv oder negativ), der einen in Windeseile davonträgt in die Zukunft oder die Vergangenheit? Sehr schnell. Oft erkennt man erst Stunden später, dass man gar nicht mehr bei sich ist und der Atem nicht mehr fließt.
Jeder Augenblick ist eine Tür zur Seele. In jedem Augenblick verbirgt sich eine tiefe Liebe, eine Geborgenheit und ein großer Frieden. Wenn wir den Augenblick ablehnen, dagegen ankämpfen oder vor ihm davonlaufen, halten wir die Tür zur Seele geschlossen.
Um sich daran zu erinnern, präsent zu bleiben kann es hilfreich sein, in der eigenen Wohnung (oder am Arbeitsplatz) kleine Erinnerungen aufzustellen oder aufzuhängen. Es kann alles mögliche sein, was dich daran erinnert, wieder in den jetzigen Moment zurückzukehren und mit dem zu sein, was ist.
Ich habe seit ein paar Wochen eine Erinnerung an meinem Platz aufgehängt, wo ich arbeite und eine weitere an der Tür, die ich jedes Mal öffne (und anschaue), wenn meine Arbeit zu Ende ist. Meine Erinnerung ist eine kurze Botschaft, die ich mir ausgedruckt habe: „Now - Diesem Moment begegnen. Liebevoll wahrnehmen, was ist.“ Wer möchte, kann sich diese Erinnerung hier als PDF runterladen und ausdrucken.
Ich habe für diejenigen, die mit dem englischen Wort Now (= Jetzt) nichts anfangen können auch eine deutsche Version erstellt. „Jetzt - Diesem Moment begegnen. Liebevoll wahrnehmen, was ist.“
Es gibt einen einfachen Grund dafür, weshalb wir sagen, der erste Schritt bei allem ist es immer, damit zu sein – mit unangenehmen Situationen, mit Anteilen, die aufkommen, negativen Gefühlen usw.
Denn das mitfühlende Sein löst sofort unsere Identifikation mit dem Anteil, der da so unangenehm aus seinem Schlummer aufgeweckt wurde und gerade schmerzerfüllt reagiert. Wir merken, dass wir nicht dieser Anteil sind – der Anteil ist einfach eine Form von Energie, und wir selbst sind diejenige, die ihn mitfühlend wahrnimmt.
Ein innerer Anteil ist nichts weiter als reine Lebensenergie, die irgendwo in unserem System feststeckt. Sobald wir unsere Identifikation mit dem Anteil gelöst haben, wird diese Energie wieder freigesetzt und kann wieder zu fließen beginnen. Eine neue Balance kann in unserem Inneren entstehen, Heilung kann geschehen.
Das sind ganz einfache, spirituelle Gesetzmäßigkeiten, die immer wirksam sind. Letztendlich ist alles sehr simpel, und jeder Mensch weiß diese Dinge in seinem tiefsten Inneren – die Herausforderung besteht darin, sich immer wieder neu daran zu erinnern.
Alle Menschen auf dieser Erde, mit wenigen Ausnahmen, tragen eine gewisse Menge an Schmerz in ihrem Inneren. Mit „Schmerz“ meine ich alle Gefühle, die unangenehm sind, körperliche Wahrnehmungen die unangenehm sind, negative Gedanken, Unruhe, Stress – einfach alles, das wir lieber nicht fühlen möchten.
Dieser Schmerz wird zumeist abgelehnt oder vermieden. In unserer Gesellschaft ist es weit verbreitet, dem eigenen Schmerz auszuweichen. Der Schmerz wird überdeckt von fröhlichen Gesichtern, von äußerem Reichtum oder Unterhaltung. Doch hinter dieser Maske aus Lebendigkeit ist der Schmerz immer noch da.
Einige Menschen tragen sehr großen Schmerz in sich. Sie sind ständig „geladen“ und kleine Unannehmlichkeiten genügen, um sie zur Explosion zu bringen. Ihr Schmerz hat sehr viel Energie, die sich regelmäßig entladen muss. Diese Menschen müssen Streitereien nicht erst suchen, sie entstehen, wo immer sie auch sind. Ihr Schmerz ist so laut und die innere Anspannung so groß, dass sie überall anecken.
Natürlich hat jeder Mensch seinen Schmerz, der immer wieder aufsteigt und darauf wartet, sich lösen zu dürfen. Die Energie von Schmerz hat ihre ganz eigene Resonanz. Wenn jemand in meiner Umgebung seinen Schmerz auslebt, dann wird mein eigener Schmerz davon berührt. Bist du schon einmal wütend geworden, weil es deinem Partner schlecht ging? Das ist eine solche Situation. Der Schmerz des Partners hat deinen eigenen Schmerz berührt.
In einer Welt, in der kaum jemand übt, seinem eigenen Schmerz zu begegnen und damit zu sein, entsteht dauernd ein wahrer Domino-Effekt. Innerhalb von Familien geschieht es zum Beispiel oft, dass alle gemeinsam krank werden. Denn der Schmerz der Eltern löst den Schmerz der Kinder aus – und umgekehrt. Oder wenn es irgendwo eine hitzige Diskussion gibt, mischen sich sofort weitere ein, manchmal sogar unter dem Vorwand „schlichten“ zu wollen. Doch was daraus entsteht ist noch mehr Streit – oder eine Schlägerei.
Glücklicherweise hat dieser Schmerz auch eine positive Seite: Er kann dir dabei helfen, präsent zu werden. Du kannst üben, deinem Schmerz zu begegnen und damit zu sein, anstatt den Schmerz auszuleben. Das ist der Beginn von Heilung und Erwachen. Egal welcher Schmerz in dir aufsteigt – und egal wodurch er ausgelöst wurde – heiße ihn willkommen und erlaube dir, damit zu sein. Solange du den Schmerz beobachten kannst, bist du nicht dabei, deinen Schmerz auszuleben.
Der Verstand möchte natürlich alles tun, um das Feuer deiner Schmerzen weiter zu entfachen. Er flüstert uns zu: Er hat angefangen. Es ist ihre Schuld, nie lässt sie mich in Ruhe. Ich wurde verletzt, mir ist ein Unrecht geschehen. Ich muss mir das nicht bieten lassen. Unverschämtheit! Und wenn du diesen Gedanken folgst, bist du – schwupps – schon wieder mitten in deinem Schmerz.
Doch mit etwas Übung lernt man, zu beobachten, wie der eigene Schmerz berührt wird, auftaucht und anfängt sich zu lösen. Letztendlich ist in diesem Schmerz pure Lebensenergie gefangen, die sich wieder lösen möchte. Es ist eine wahre Befreiung den eigenen Schmerz zu beobachten, den Atem fließen zu lassen, präsent zu sein. Manchmal merkt man sofort einen tiefen Frieden. Obwohl Schmerz da ist, bin ich im Frieden mit dem jetzigen Augenblick.
Dieser Weg – dem eigenen Schmerz zu begegnen – ist das größte Geschenk, das wir in die Welt bringen können. Damit werden wir zu dem Dominostein im Kreislauf aus Schmerz, der nicht umfällt und seinen Schmerz ausagiert. Wir bleiben still. Wir atmen. Wir beobachten das, was ist. So wird man zu einer Insel des Friedens inmitten der Welt.
Eine der zentralen Formulierungen des Weisheitslehrers Eckhart Tolle lautet: "Can I be the space for this?" Zu deutsch: "Kann ich dafür der Raum sein?"
Das bedeutet, dass wir uns erlauben können, auch für Dinge oder Ereignisse in unserem Leben eine innere Offenheit zu haben, die wir sonst immer als "negativ" und "unglaublich wichtig" angesehen haben. Das erschafft einen Raum dafür, dass alte und feststeckende Energien beginnen können sich zu lösen und wieder in Fluss zu kommen.
Diesen Satz kann man natürlich auch wunderbar im positiven Sinne verstehen, als ein Schöpfungswerkzeug. Ein neues Haus, großzügige Finanzen, eine kreative Tätigkeit, ein kraftvolles und gesundes Leben - can I be the space for this? Wenn die Antwort darauf "ja" lautet, ist bereits der Weg geebnet, dass diese Dinge in das eigene Leben kommen können. Wenn sie "nein" lautet, oder "vielleicht noch nicht" oder "eventuell" haben wir die Gelegenheit uns anzuschauen, welche inneren Anteile in Bezug auf das jeweilige Thema vielleicht noch da sind, mit denen wir uns noch identifizieren, und die noch auf unserem Weg herumstehen und uns ablenken.
Gerade habe ich das neueste Buch von Richard Bach zu Ende gelesen – bereits zum 2. Mal, weil es mir so gut gefallen hat. Sehr interessant und empfehlenswert. Ein recht kurzes Buch, mehr wie eine längere Kurzgeschichte, aber äußerst spannend.
Es geht im Grunde darum, wie wir uns in jedem Augenblick unsere Welt, in der wir leben, neu erschaffen, dass wir gewissermaßen in einer Art von Hypnose leben – und dass wir aus dieser Hypnose aussteigen können, indem wir uns wieder mit der eigentlichen Essenz dessen verbinden, was wir sind.
Richard Bachs neuestes Werk erscheint im August auch auf Deutsch – unter dem etwas albernen Titel „Der Pilot: Die Weisheit wartet über den Wolken“, und in einem Design, das die Energie des Buches leider nicht besonders gut vermittelt – aber egal. Wem immer es möglich ist, dem würde ich sowieso empfehlen, es im amerikanischen Original zu lesen.
Zum Thema Hypnose (oder Glaubensvorstellungen) gibt es einiges zu sagen. Jeder hat natürlich seinen ganz eigenen, speziellen Anteil an "Hypnose" mitbekommen – und bevor man sich mit allgemeinen Glaubensvorstellungen des Menschseins beschäftigt, ist es vielleicht sehr hilfreich, erst einmal den ganz persönlichen Hypnosen auf die Spur zu kommen, da diese einen sehr direkten Einfluss auf unser gegenwärtiges, alltägliches Leben haben. Wir haben diese vor allem bereits in unserer Kindheit mitbekommen und angenommen: Ich werde nicht so geliebt, wie ich bin, ich kann das nicht, ich bin nicht gut genug – oder ein bisschen „erwachsener“: Das Leben ist hart und nichts wird einem geschenkt, es ist nicht möglich, durch kreative Arbeit den Lebensunterhalt zu bestreiten, ich muss in die Fußstapfen meiner Familie treten… usw. usw.
Die Eltern haben einem das alles natürlich nicht aus übelwollender Absicht mitgegeben – sie konnten einem nur das weitergeben, an was sie selbst geglaubt haben.
Die gute Nachricht ist: Es ist nie zu spät, diese Hypnosen wieder ungeschehen zu machen. Wir können in jedem Augenblick damit anfangen, indem wir wieder beginnen, uns mit unserer wahren Natur, mit unserer Essenz zu verbinden. Und wir können die alten, verneinenden Glaubenssätze durch lebensbejahende ersetzen, wie z.B.: Ich bin ein freies, kreatives Wesen. Für alles in meinem Leben ist immer gesorgt. Meine Seele unterstützt mich in jedem einzelnen Augenblick durch ihre liebevolle Präsenz. Und vieles mehr, was immer wir möchten.
Werkzeuge dafür gibt es viele – wir nennen sie weiches Atmen, bewusste Präsenz, mitfühlendes Wahrnehmen, die Liebe unserer Seele annehmen usw. Und je mehr uns ein bestimmtes Werkzeug dabei unterstützen kann, aus den alten Geschichten, die uns begrenzt haben, auszusteigen, desto besser ist es für uns in unserer jeweiligen persönlichen Situation. Gut ist, was funktioniert.
Und eine kleine Bemerkung noch am Rande: Im Gegensatz zu unseren „normalen“ Werkzeugen in der irdischen Welt nutzen sich unsere spirituellen Werkzeuge nicht ab, wenn wir sie häufig benutzen. :-) Im Gegenteil: Sie werden immer besser und effektiver. Jedes Mal, wenn wir z.B. den weichen Atem für uns nutzen können, um wieder ein Gefühl für unsere tiefe, wahre Essenz zu bekommen, bildet sich dadurch ein unterstützendes energetisches Feld, an dem wir beim nächsten Mal wieder anknüpfen können und das dadurch stetig weiter wächst.
Man kann also sagen: Einfach weitermachen und den eigenen Bewusstseins-Werkzeugkasten dadurch ständig verbessern und effizienter werden lassen!
Letzte Woche waren wir für drei Tage am Starnberger See, in einem wunderschönen Hotel. Ich hatte das Hotel schon länger ins Auge gefasst und da wir diesen Sommer ein paar kleinere Wochenend-Ausflüge machen wollten, ergriffen wir die Gelegenheit.
Als wir dort ankamen, waren wir berührt von der schönen Anlage rund um das Hotel. Uralte Bäume, viele lauschige Plätze mit Liegestühlen und Hollywoodschaukeln wo man den Sommer genießen konnte. Durch die Zweige der Bäume konnte man den Starnberger See glitzern sehen. Idylle pur.
Neben dem wunderschönen Ambiente bemerkten wir ziemlich schnell, dass dieses Hotel wohl von Klientel der oberen Preisklasse bevorzugt wird. Es war lustig zu beobachten, wie sehr diese Tatsache "Wir haben Geld", Menschen in ihrem Verhalten prägt. Es scheint beinahe eine Religion zu sein.
Es gab einige Seminarräume, die von Manager-Seminaren und Führungskräfte-Coachings belegt waren. Da waren sie also alle, die Leiter von großen Firmen. Der Parkplatz war schwarz. Ganze Reihen von dunklen BMW's (mit Ledersitzen) standen nebeneinander.
Das Interessante war für mich, zu beobachten, wie verloren ein Mensch sich fühlt, der äußerlich alles hat, wovon andere nur träumen, und trotzdem verzweifelt ist.
Beim Essen kam es dann bei der brodelnden Masse aus älteren reichen Menschen und gestressten bitter dreinschauenden Managern regelmäßig zu einem Feuerwerk. Die Kellner, die sowieso schon permanent schuldig aussahen, schlichen zwischen den Tischen herum. Die Angst einen Fehler zu machen, stand ihnen ins Gesicht geschrieben.
Aber wenn jemand nur darauf wartet, sich aufregen und empören zu können, dann findet er auch einen Grund. Und so beobachteten wir, wie Menschen, die eigentlich alles haben, sich ein wunderschönes Ambiente zu ihrer persönlichen Hölle machen können.
Die Managergruppe wollte nicht an dem für sie gedeckten Tisch sitzen. Es war ihnen zu heiß. Die Kellner schleppten zusätzliche Sonnenschirme herbei. Nein, die Manager setzten sich an Tische, die bereits anderweitig reserviert waren: "Wir sitzen jetzt hier." Die Kellner schleppten die Gedecke hin und her. Die Manager schimpften laut. Der Coach der Manger-Gruppe winkt seinen Zöglingen zu und sagt: "Wer sich nicht durchsetzt, der bringt es in dieser Welt zu nichts."
Wow. Dann kamen Pärchen und andere Urlauber hinzu. Jeder Einzelne trat auf, als würde ein Laufsteg zu seinem Tisch führen. Haare: Perfekt. Kleidung: Perfekt. Nur der bittere Blick und die verkrampfte Haltung lassen darauf schließen, dass es hinter der Fassade nicht besonders gut aussieht.
Ich flüstere Matthias zu: "Das ist ja eine wahre Egoparade." Seit langem benutze ich dieses Wort einmal wieder. Es scheint so passend. Ego. Eine falsche Vorstellung vom eigenen Selbst. Ein künstliches Selbst, abgetrennt von der Liebe der Seele, abgetrennt vom eigentlichen Leben, abgetrennt von der Fähigkeit Freude zu empfinden, völlig verloren in der Erscheinung der äußeren Welt.
Es war ein spannender Urlaub für uns. Nicht in die Dramen einzusteigen die sich rund um uns abspielten, sondern eine Insel der Stille zu bleiben. Eine Insel inmitten von Menschen, die erbittert zu sagen schienen: "Ich habe doch alles, warum geht es mir immer noch so schlecht?" Es muss ein schreckliches Gefühl sein, dort zu sein, wo viele andere Menschen gerne hinwollen, und zu fühlen, dass es einen nicht glücklich macht. Doch man könnte diese Erfahrung genauso auch dazu nutzen sich zu fragen: "Wenn mich das Außen nicht dauerhaft glücklich machen kann, wo ist das Glück denn zu finden?"
Glück und tiefer innerer Frieden sind nicht einzig und allein im Außen zu finden. Es scheint so offensichtlich, doch viele Menschen haben diese einfache Wahrheit noch gar nicht erkannt. Und natürlich gibt es in jedem Menschen den Träumer, der glaubt, das neue Haus, der nächste Partner, oder die gute Figur würden ihn endlich glücklich machen. Wir können nur Mitgefühl mit diesen Anteilen in uns haben und ihnen zeigen, wo in Wirklichkeit Liebe und Erfüllung auf sie warten.
Und so beginnen wir gemeinsam. So komme ich, Sophia, herein in dieses Jetzt, in diesen Augenblick mit dir. Und ich komme herein, um eine Erfahrung mit dir zu teilen. Wie einige von euch schon bemerkt haben, nutzen wir diese gemeinsame Zeit nicht mehr so sehr, nur, um über Dinge zu sprechen. Sonden wir nutzen diese gemeinsame Zeit, um Erfahrungen zu machen. Nicht nur, um über Weisheit zu sprechen, sondern um Weisheit zu leben, kommen wir zusammen.
Und du bist eingeladen zu fühlen, dass dieser Weg vom Wissen zum Leben die Herausforderung ist, die dir dieses Jahr begegnet. Dieses Jahr ist ein Jahr der Wahrhaftigkeit. Alle deine Theorien werden geprüft. Alle deine Vorstellungen, alles, was du einfach nur weißt, aber nicht fühlst, wird dir vor Augen gehalten. Es geht nicht darum, dich schlecht zu fühlen, sondern es geht darum, für dich in Anspruch zu nehmen, all das zu leben, was du weißt, all das zu verwirklichen, was du bereits ahnst, dich nicht länger damit zufrieden zu geben, einfach nur zu wissen und diesen Graben zwischen deinem inneren Wissen und deinem äußeren Leben aufrecht zu halten.
Wie traurig für einen Menschen, der so viel weiß, wenn er es sich nicht erlaubt, es zu fühlen, es zu atmen, es hier in sein Leben kommen zu lassen. Und die Herausforderung dieses Jahr lädt dich ein, noch mehr zu leben, was du weißt, noch mehr diese Schritte zu gehen über das Wissen, zum Fühlen, zum Leben, zur Wahrhaftigkeit.
Es ist dein gutes Recht, die Größe, die Fülle, die Leichtigkeit anzunehmen, die dir zur Verfügung steht. Du brauchst nicht mehr länger auf irgendetwas zu warten, auf ein imaginäres Zeichen, auf ein Wunder, das erst noch geschehen muss. Du darfst dir die Erlaubnis erteilen, zu lernen vom Wissen ins Leben zu kommen.
Wenn sich viel bewegt im Leben, dann kann das auch Auswirkungen auf unseren Schlaf haben. Vor allem wenn wir uns während unseres Tages keine Zeit dafür nehmen, dem zu begegnen, was uns wirklich beschäftigt. Es gibt Gefühle, die uns überfordern, oder Erinnerungen vor denen wir Angst haben. Und in einer Zeit, in der solche Energien an die Oberfläche kommen, neigen wir dazu, wegzuschauen.
Das Wegschauen ist ein tiefer unbewusster Reflex, der uns davor schützen möchte, zu leiden. Doch wenn man dann Abends stundenlang wach liegt, oder den ganzen Tag auf der Flucht vor den eigenen Gefühlen ist, stellt sich die Frage, ob diese Vermeidungsstrategie wirklich so nützlich ist.
Wenn du nicht einschlafen kannst, gibt es immer irgendetwas, das dich beschäftigt, das du nicht wahrnehmen möchtest. Einschlafen ist ein Vorgang, bei dem wir Loslassen und alle Energien fließen lassen. Wir können nicht gleichzeitig loslassen und uns dagegen wehren bestimmte Energien wahrzunehmen. Es geht entweder nur das eine oder das andere. Entweder wir schauen weiterhin weg – oder wir begegnen dem was ist, gehen durch einen Lösungsprozess, und schlafen dann ein.
Eine gute Voraussetzung dafür deine Schlaflosigkeit zu beheben ist, dass du nicht auf die Geschichte eingehst, die dir dein inneres Wegschauen erzählen will. Denn das innere Wegschauen hat sein ganz eigenes Programm, mit dem es dich beschäftigen möchte. Es erzählt dir unendliche Geschichten: „Oh nein, nicht schon wieder. Ach, warum kann ich schon wieder nicht einschlafen? Was mache ich falsch? Warum ist das Leben so furchtbar? Warum kann ich nicht schlafen?“ Und je mehr du dieser Geschichte zuhörst, umso mehr kommt Verzweiflung auf – oder Wut.
Es ist hilfreich dir zunächst einmal bewusst zu machen, dass du einschlafen kannst. Es ist möglich deinen verdrängten Anteilen zu begegnen und sie in die Mitte zu bringen. Nur musst du dazu auf deine Seele hören, auf die liebevolle Kraft in deiner Mitte – anstatt auf die Leidensgeschichte, die sich in deinem Inneren abspielt.
Eine Übung für schlaflose Nächte:
Verlasse deinen Schlafplatz und suche dir einen ruhigen Ort, z.B. im Wohnzimmer auf der Couch. Falls du dich verschlafen und unklar fühlst, bewege dich erst einen Moment und atme tief durch.
Setze dich hin.
Frage dich: Wovor laufe ich davon? Was möchte ich nicht spüren?
Lasse deinen Atem fließen. Beobachte wo du festhältst und angespannt bist. Schaue innerlich in diese Richtung und beobachte.
Erlaube dir, den unangenehmen Gefühlen zu begegnen. Bleibe in deiner Mitte.
Falls du deine Klarheit immer wieder verlierst und in die Anteile hineinsinkst, hilft es, laut zu sprechen: Ich sinke in den Bauch. Ich bleibe in der Mitte. Ich begebe mich nicht in die Geschichte, die mir die Anteile erzählen wollen. Ich lasse meinen Atem fließen.
Der Klang deiner Stimme ist vertraut für dich und hilft dir in Fluss zu bleiben.
Wenn du bemerkst, dass es ruhiger wird in dir kannst du versuchen, dich wieder hinzulegen. Wenn du nicht einschlafen kannst, wiederhole die Übung.
Du kannst auch beginnen ein Tagebuch zu führen über alle verdrängten Gefühle und Energien, die du den Tag über abgelehnt hast. Je mehr du diese Dinge wahrnimmst, desto mehr bist du im Reinen mit dir selbst und kannst abends besser einschlafen.
Dualität ist ein abstrakter Begriff, den man vielleicht gar nicht so schnell mit dem eigenen Leben in Bezug setzen kann. Was bedeutet es denn rein praktisch, in der Dualität zu leben? Ein hervorstechendes Merkmal der Dualität ist es, dass wir davon überzeugt sind, dass irgendetwas im Außen, das Leben (oder das Schicksal, oder unsere Vorstellung von Gott, oder der Zufall) die Macht hat, uns jederzeit alles was wir besitzen, wieder wegzunehmen.
Heute bin ich reich – morgen bin ich arm. Heute bin ich gesund – morgen bin ich schwer krank. Heute lebe ich in einer Beziehung – morgen bin ich alleine.
Dualität bedeutet, ständig in der Unsicherheit zu sein und nicht zu wissen was kommt. Dualität bedeutet, ein Spielball auf den Wellen des Lebens zu sein.
Was geschieht, wenn wir wahrnehmen, dass es jenseits von diesem scheinbar willkürlichen Auf und Ab noch etwas anderes gibt? Wenn wir zum Beispiel über das weiche Atmen ein Gefühl für etwas in uns bekommen, was größer ist als alle Umbrüche in unserem Leben? Was geschieht, wenn wir uns, anstatt nach außen zu schauen, nach innen wenden?
Dann entdecken wir, dass es jenseits von der Dualität noch etwas anderes gibt. Ganz egal, wie wir dieses „andere“ letztendlich nennen – Neue Energie, Erwachen, Erleuchtung, den Weg der Seele – es ist ein Neues Bewusstsein.
Stell dir vor, du bist mit der Quelle des Lebens in deinem Inneren verbunden. Stell dir vor, du erlebst dich selbst nicht mehr als Spielball, der von den Wellen des Lebens herumgeschleudert wird, sondern als Fels in der Brandung. Stell dir vor du lebst in dieser tiefen Sicherheit, die niemals aufhört, ganz gleich was im Außen geschieht. Stell dir vor, du lässt nicht mehr zu, dass zerstörerische Anteile in deinem Inneren dein Leben mitgestalten. Stell dir vor, du wählst die Liebe deiner Seele als deinen neuen Weg.
Was für ein Unterschied.
Im neuen Bewusstsein anzukommen ist wie das Landen auf festem Boden, nachdem man jahrelang in einem kleinen Schlauchboot über das Meer gepaddelt ist. Man landet in der Sicherheit der eigenen Seele, des eigenen Seins. Es gibt nichts zu tun.
Immer mehr Menschen fühlen in sich eine Sehnsucht danach, endlich anzukommen. Und damit meine ich nicht den oberflächlichen Wunsch, endlich perfekt zu sein und weiter in der Dualität zu verweilen. Ich meine die Sehnsucht nach deinem wahren Sein.
Diese Sehnsucht überhaupt wieder zu fühlen, ist das Erwachen.
Den Weg in dein Wahres Sein zu gehen, ist der Weg der Seele.
Du bist eingeladen zu fühlen, dass es möglich ist aus dem Drama der Dualität auszusteigen und dein Leben neu auszurichten. Atemzug für Atemzug. Schritt für Schritt.
Eigentlich wollte ich in den letzten Wochen mehrmals etwas über unseren Onlineworkshop Wohnzimmer berichten. Doch momentan fehlte es einfach an Zeit. Heute, wo wir uns in der letzten Woche des Workshops befinden, nutze ich die Gelegenheit, um auf die Erfahrungen im Wohnzimmer zurückzuschauen.
Wie alles begann
Schon seit einigen Jahren tauchte in mir immer wieder die Idee auf, einen Raum für Erwachende Menschen zu schaffen. Mir war klar, dass es wertvoll ist, sich jeden Tag an das Wesentliche erinnern zu lassen und miteinander ein Feld der Neuen Energie wachsen zu lassen. Ich überlegte, ob ein Forum wohl das richtige Format dafür sei, aber bemerkte immer wieder, dass es das nicht ist. Ich wollte den Fokus auf das gemeinsame Lernen richten, nicht nur auf das reine Reden und Austauschen.
So legte ich die Idee wieder zu den Akten und widmete mich anderen Dingen. Doch die Idee kam - in regelmäßigen Abständen - immer wieder. Irgendwann fand ich dann zufällig ein System für Webseiten, das vor allem für Schulen und Universitäten genutzt wird. Eine Onlineworkshop-Plattform. Das war das richtige für uns.
Die Teilnehmer des Onlineworkshops
Anfangs plante ich den Kurs für etwa zwanzig Teilnehmer. Ich war mir nicht ganz sicher, wie intensiv so ein reiner Onlineworkshop sein würde. Und dann trudelten die Anmeldungen ein und es stellte sich heraus, dass wir so um die achtzig Teilnehmer mitmachen wollten. Es sind vor allem Frauen dabei – doch die Anzahl der teilnehmenden Männer ist bereits gewachsen.
Nach der Erfahrung, die mir die letzten zwei Onlineworkshops im Wohnzimmer gebracht haben kann ich sagen, dass dieses Format Onlineworkshop seine ganz eigene Intensität entwickelt hat. Einige Teilnehmer haben es mit einer Schule verglichen – allerdings mit einer Schule zu der man gerne hingeht. Ein Ort, an dem man sich mit Gleichgesinnten weiter entwickeln kann.
Ein Raum für Erwachende
Jede Runde im Wohnzimmer dauert 3 Monate. Das ist ganz schön lange für einen gewöhnlichen Onlineworkshop, (diese dauern meistens nur einige Wochen). Aber uns war die Dauer wichtig, da wir wussten dass nur mit genügend Zeit Nähe und Vertrautheit in einem virtuellen Raum wachsen kann. Das Wohnzimmer ist eine Mischung aus Community und Workshop.
Das Wohnzimmer ist ein Workshop, der in deinem täglichen Leben stattfindet. Du verlässt dein Leben nicht, um ein Wochenende lang deine Spiritualität zu leben, sondern du bleibst da wo du bist und lässt das Neue dort einfließen.
Kleine und große Wunder
Wenn man so vielen Menschen bei ihrer eigenen Entwicklung zuschaut, dann kann man immer wieder kleine und große Wunder entdecken. Einige Teilnehmer haben begonnen, ihre eigenen Webseiten zu erstellen und eigene Angebote zu veröffentlichen. Andere haben begonnen zu schreiben und haben eine ganz eigene Stimme gefunden.
Wir haben gemeinsam Familienenergien entlassen, Fülle angenommen, den Körper ins Gleichgewicht kommen lassen, das weiche Atmen geübt und vieles mehr. Gestern hat eine Teilnehmerin berichtet, wie sie durch das feminine Schöpfungsprinzip ihren Mercedes A Klasse erschaffen hat. Wie schön, dass diese Arbeit solche lebendigen Früchte hervorbringt.
Natürlich gab es auch Teilnehmer, die es vorgezogen haben im Stillen mit dabei zu sein und das Lernmaterial, die Live Webcasts und Atemerfahrungen für sich zu nutzen. Andere wieder haben den Austausch für sich in Anspruch genommen. Es war schön zu sehen, wie es stille und sehr lebendige Wochen im Wohnzimmer gab.
Lernen und Lehren
Wie ihr bestimmt wisst, ist ein wichtiger Punkt unserer Arbeit, dass jeder Mensch immer gleichzeitig Lehrer und Lernender ist. Wir möchten keine veralteten hierarchischen Lehrer-Schüler-Muster weitertragen, sondern klarstellen, dass jeder Mensch Zugang zu seiner eigenen Weisheit finden kann. Auch im Wohnzimmer haben wir das so beibehalten. Das Wohnzimmer ist ein Raum, der alle Teilnehmer auffordert ihre eigene Stimme, ihren eigenen Zugang zur Seele und ihren eigenen Weg wieder zu finden. Das Wohnzimmer unterstützt in diesem Prozess.
Sommerpause und Abschied nehmen
Nun naht die Sommerpause und es wird Zeit Abschied zu nehmen von der vielfältigen lebendigen Gruppe, die sich zusammengefunden hat. Viele Teilnehmer waren von Anfang an dabei und vergleichen jetzt die Unterschiede zwischen der ersten Runde – wo alles noch viel schneller gelaufen ist (wir hatten 13 Wochen und 13 unterschiedliche Themen) und der zweiten Runde, wo wir gemeinsam noch viel mehr in die Tiefe gegangen sind (wir hatten 12 Wochen und 4 große Themen). Doch alle Rückmeldungen zeigen: Wir sind gemeinsam gewachsen, haben Altes über Bord geworfen und Neues angenommen.
Ausblick auf die nächste Runde
Am 13. September beginnt die dritte Runde im Wohnzimmer, der wir einen eigenen Titel gegeben haben: Entdecke deine Schöpferkraft. Ich habe den Eindruck, dass wir da noch einmal ein ganzes Stück gemeinsam wachsen werden. Wie Sophia so schön im letzten Channeling gesagt hat – das Jahr 2010 fordert uns heraus, vom reinen Wissen über das Fühlen zum Erleben zu kommen. Und genau das werden wir gemeinsam im Wohnzimmer üben. Das Wohnzimmer ist unser Forschungslabor, wo wir gemeinsam herausfinden, wie Dinge wie Weiches Atmen, in der Mitte sein, Fülle annehmen und Einschränkungen loslassen denn wirklich funktionieren. Nicht die Theorie ist wichtig – sondern die Praxis.
Falls du dich dafür interessierst ab September am Wohnzimmer teilzunehmen, solltest du mit deiner Anmeldung nicht mehr lange warten. Die Plätze sind begehrt und schon zu 75% vergeben. Für Alleinerziehende, Arbeitslose und Studenten bieten wir eine Ermäßigung an. Alle Infos und Anmeldung findest du hier.
Heute fand unser Sophia-Channeling für den Monat Juli statt. In einer tiefgehenden Erfahrung führt uns Sophia zu unserem Wahren Sein, welches unberührt von allem Werden und Vergehen ist, und lädt uns ein, dieses wieder für uns anzunehmen.
Die Audio-Version des Channelings kannst du unter dem untenstehenden Link herunterladen. Viel Freude damit!
Ich bin immer wieder froh, dass ich mich in meinem Leben bereits mit vielen der religiösen Traditionen beschäftigt habe, die es auf unserer Erde gibt. Ich möchte sie eigentlich nicht gerne unbedingt so nennen – ich möchte lieber dem Beispiel von Deepak Chopra folgen, der sie als „Weisheitstraditionen“ bezeichnet. Denn das richtet den Fokus mehr auf das, worum es hier eigentlich geht: All das, was Menschen bereits über das Leben und seine tieferen Zusammenhänge herausgefunden haben.
Man kann Religionen als verschiedene Sichtweisen ansehen, die jene Menschen entwickelt haben, die sich jeweils aus ihrem persönlichen Blickwinkel und kulturellem Hintergrund heraus mit dem Göttlichen und der Natur des Bewusstseins beschäftigt und versucht haben, ihre Einsichten in Worte zu fassen.
Es gibt in diesem Zusammenhang die schöne Parabel von den Blinden, die versuchen, einen Elefanten zu beschreiben, um den sie herumstehen. Der eine sagt, „ein Elefant, das ist ein dicker, rauer und warmer Schlauch“. Das ist der, der vor dem Elefanten steht und gerade am Rüssel herumtastet. Der zweite sagt: „Ein Elefant, das ein borstiges, kleines Seil. Dieser steht hinten am Schwanz. Und der Dritte wirft ein: „Ein Elefant, das sind vier große, starke Baumstämme!“ Jeder nimmt eine bestimmte Qualität des Elefanten wahr, aber keiner kann für sich in Anspruch nehmen, „den ganzen Elefanten“ wahrzunehmen.
Die Parabel möchte zum Ausdruck bringen, dass jede menschliche Wahrnehmung einen Teil, eine bestimmte Qualität des Ganzen beschreibt. Aber immer nur den ganz persönlichen Teil eben, nie das Ganze an sich.
Wir können uns bewusst werden, dass jede Qualität jeweils ihre ganz spezielle Ausstrahlung und Kraft besitzt, von der wir uns in unserem Leben unterstützen lassen können. Das lässt sich auf sehr direkte Weise auf die religiösen Traditionen unserer Welt übertragen.
So empfinde ich die kraftvolle Energie des Alten Testaments als besonders hilfreich in Zeiten, die viel mit innerem Aufgewühltsein und emotionalen Themen zu tun haben. Viele Texte aus dem „Buch der Psalmen“ z.B. haben hier eine tiefe, grundlegende Kraft, die uns unsere eigene, ursprüngliche Kraft wieder ins Bewusstsein rufen kann. Auch die Bücher Mose mit ihrer Geschichte der Befreiung aus der Sklaverei (welche ein Bild für unsere eigene innere Sklaverei ist, aus der wir wieder heraustreten können) haben eine enorme ursprüngliche Kraft, so wie viele weitere alttestamentarische Texte.
Was wir vom Buddhismus lernen können, ist ein klares und nachhaltiges Gefühl für die freie und leuchtende, eigentliche Natur des Bewusstseins – das, was allem in der Welt zugrundeliegt. Wir können erfahren, wie wir uns durch das innere Sinkenlassen und Ruhigwerden immer wieder mit dieser eigentlichen Natur unseres Bewusstseins und seiner tiefen und liebevollen Qualität verbinden können. Vom Buddhismus können wir außerdem einen offenen und undogmatischen Umgang mit Spiritualität lernen, was mich besonders anspricht. Denn im Buddhismus gibt es die Herangehensweise, dass „das gut ist, was funktioniert“ – sprich: Was uns zu einem freieren und erfüllteren Leben verhilft. Sehr pragmatisch und realitätsverbunden, finde ich.
Die tiefe Energie des Christentums ermöglicht uns eine Verbindung mit unserem eigenen Christusbewusstsein. Durch Jeshua gibt es auf dieser Erde bereits seit 2000 Jahren die Möglichkeit, ein tiefes Gefühl dafür zu bekommen, wie es sich anfühlen kann, wenn ein Christusbewusstsein tief mit unserer menschlichen Natur zusammenschmilzt und in dieser verwurzelt ist. Wie eine Vorlage oder energetische Schablone, auf die wir immer wieder zurückgreifen können. Dies kann etwas äußerst Kraftvolles und Hilfreiches sein.
Dies sind nur 3 kurze Beispiele, die mir dazu spontan eingefallen sind. Ich bin mir sicher, dass es zu jeder der Weisheitstraditionen auf unserer schönen Erde in diesem Sinne unendlich viel zu sagen gibt.
Was den heutigen Religionen in ihrer organisierten Form im Sinne der obigen Elefantenparabel natürlich sehr gut tun würde, ist ein bisschen Demut in genau diesem Punkt: Dass wir uns alle in diesem Bereich ein bisschen als „Blinde“ verstehen, dass keinen Menschen gibt, sei er nun Christ, Buddhist oder Moslem, der für sich in Anspruch nehmen kann, dass er „ES“ vollständig verstanden hat, sondern dass jeder ausschließlich ihre oder seine eigene, persönliche Wahrnehmung kennt. Wenn sich die (organisierten) Religionen der Welt auf diesen Punkt einigen könnten, wäre bereits viel gewonnen in Bezug auf einen friedlichen Umgang miteinander, ohne Hass und harte Fronten.
Und wäre es nicht wunderschön, wenn wir all die Weisheit, die in den vielen religiösen Traditionen bereits gewonnen wurde, als ein gemeinsames Erbe ansehen würden, von dem jeder Mensch, ganz egal welcher Herkunft, frei profitieren kann? Wie ein großes Reservoir von Reichtum, das allen Menschen zur Verfügung steht? Das wäre zumindest für mich wirklich ein Zeichen für eine Neue Zeit und eine sehr schöne Vorstellung.
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