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Ankommen
Zuerst einmal gib dir einen Moment Zeit, um wirklich anzukommen, da wo du jetzt bist. Vielleicht möchtest du dir noch ein bequemeres Kissen in den Rücken legen, das Fenster zu schließen oder dir wärmere Socken anziehen. Ankommen bedeutet auch, es dir bequem machen, dich hinzulegen oder zu setzen und dich - wenn du magst - mit einer weichen Decke einzuhüllen...
Sinken lassen
Lasse dich behutsam in deinen Körper hinein sinken. Ähnlich wie ein Taucher, der langsam in die Tiefe eines Sees hinein sinkt. Erlaube dir zu fühlen, wie dein Körper und die Unterlage dich tragen. Beobachte einfach, wie weit du in deinen Körper hinein sinken kannst, ohne dich anzustrengen.
Wahrnehmen
Beginne damit, dich wahrzunehmen. Ohne dich zu bewerten oder nach einer Blockade zu suchen. Nimm dich liebevoll wahr: Deine Gedanken, dein Körper, deine Gefühle – alles was in dir vorgeht. Es ist so heilsam einfach einen Moment ganz bei dir zu sein.
Fließen lassen
Nun richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Beobachte, wie dein Atem jetzt gerade fließt. Ohne es zu verändern, ohne etwas erreichen zu wollen, beobachte, wie dein Atem jetzt gerade fließt. Ist es ein friedlicher, ein aufgeregter, oder ein ruhiger Atem?
Weicher werden
Wenn du magst, lass deinen Atem weicher werden. Ähnlich wie die Wellen im Meer weicher werden, sobald der Wind nachlässt. So dürfen die Wellen deines Atems weicher werden. Immer weicher und weicher. So weich, dass dein Körper sich wohl fühlt mit deinem Atem. So weich, dass dein Atem bis in deinen Bauch hineinfließen kann.
Kontakt
Hier in diesem weichen Atem kannst du wahrnehmen, wie alles in dir anfängt zu schmelzen. Die Muskeln in deinem Körper werden weich und geben nach, Gefühle und Erinnerungen lösen sich auf. Wenn dir dieser weiche Atem vertrauter geworden ist, wirst du fühlen, wie deine Seele mit dir zu atmen beginnt. Wie eine Schaukel, die langsam von einer Seite auf die andere schwingt – so fließt der weiche Atem von deiner Seele zu dir.
Annehmen
Während du deinen Atem weich fließen lässt, beobachte, wie einfach es ist, die Liebe deiner Seele anzunehmen. So weich wie dein Atem, so nahe kann deine Seele bei dir sein. Jeder Atemzug bringt diese Liebe etwas näher zu dir.
Zurückkehren
Wenn du möchtest, lass dich von deinem Atem ins Jetzt zurücktragen. Und lass dir dafür ganz viel Zeit. So weich, wie du in den Atem hineinsinken durftest, so weich darfst du auch wieder auftauchen. Wie ein Segelboot, das vom Wind ans Ufer zurückgetragen wird. Du brauchst dich nicht anstrengen oder dich beeilen, genieße das allmähliche Auftauchen! Nach einer Weile bewege dich ein bisschen und bevor du aufstehst prüfe, ob auch deine Beine und deine Füße ganz angekommen sind. Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt für eine warme Tasse Tee oder ein Glas Wasser.
© Lea Hamann, Königstein i.T., 2008 Dieser Text ist Bestandteil der Webseite www.eelea.de und darf unverändert und im Ganzen unter Hinzufügung dieser Fußnote gerne frei weitergegeben werden.
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