Neulich stieß ich auf eine interessante Nachricht, die ich gerne mit euch teilen möchte. Viele von euch kennen ja bereits Victoria Boutenko und ihre grünen Smoothies, die wir immer mal wieder auf unserer Webseite erwähnt und auch vorgestellt haben - wir sind seit ca. 1/2 Jahr begeisterte Trinker dieser leckeren und power-gebenden Grünen Smoothies. Victoria hat mit ihrer Drink-Erfindung einen wundervollen Weg gefunden, viele, viele Menschen zu einer tieferen Verbindung mit den Kräften der Natur zurückzuführen - und viele Heilungsgeschichten ihrer Leserinnen sprechen für sich.
Nun ist ja aus Victorias Büchern bekannt, dass sie eine Vertreterin der 100%igen Rohkost war - eine Herangehensweise, mit der sie sich selbst und ihre ganze Familie von vielerlei Krankheiten geheilt hat (Diabetes, Allergien etc.) Umso mehr schlug vor etwa 1 Jahr dann die Nachricht in der "Rohkostszene" ein, dass Victoria in einem Newsletter-Beitrag bekanntgegeben hat, dass sie nicht mehr 100%ige Rohköstlerin ist. Für die Erklärung, warum das so ist, hat sie wundervolle Worte gefunden, und ich zitiere hier aus ihrem Text:
"Diesen Monat feiert unsere Familie ihren 16. Geburtstag als ein "Raw Family". Rohkost hat uns das Leben gerettet und ich liebe jeden Aspekt unseres rohköstlichen Lebens, außer einem. Es wir zunehmend unangenehm die Trennung zu spüren, zwischen uns "Puristen" auf der einen Seite (100%ige Rohköstler) und all den anderen auf der anderen Seite unterhalb dieses Standards.
Ich nahm dieses innere Unbehagen zum ersten Mal vor vier Jahren wahr. Ich besuchte meine Verwandten, die eine normale amerikanische Ernährungsweise praktizieren, als mir plötzlich mein 9-jähriger Neffe anvertraute, er wolle Vegetarier werden. Er fragte mich, ob ich ihm nicht beibringen könne, eine Gemüsesuppe zu kochen. Ich erstarrte innerlich und dachte: "Wie soll ich das tun können? Ich bin 100%ige Rohköstlerin!" Aber trotzdem, nach einem Blick in Saschas freudige Augen half ich ihm, eine Suppe zu kochen, und er war begeistert davon.
Nicht lange nach dieser Episode nahm ich an einem Wochenend-Workshop zur Selbst-Realisation mit Byron Katie teil, gemeinsam mit 500 weiteren Teilnehmern. Das war das allererste Nicht-Rohkost-Event für mich seit mehr als 10 Jahren. Ich erinnere mich, dass ich mich "anders" fühlte, eigenartig und vollkommen deplatziert. Und zusätzlich dazu - und entgegen meiner Erwartung - sahen diese Leute noch nicht einmal besonders ungesund aus. Ich dachte viel und tief nach, während dieses Workshops, darüber, warum ich mich so getrennt fühle, und über die Bedeutung von Glücklichsein im eigenen Leben."
Victoria berichtet weiter, dass sie nun viel sensibler geworden ist, im Umgang mit anderen Menschen, die keine 100%igen Rohkost-Ernährung praktizieren, und dass sie sogar ihr jüngstes Buch umgeschrieben und neu veröffentlicht hat und die Elemente mit ideologischem oder fanatischem Einschlag, die sie darin entdeckte, entfernt hat. Und sie selbst folgt nun keiner 100%igen Rohkost-Diät mehr.
Ich fand diesen Beitrag ganz wundervoll, weil er den Blick darauf lenkt, worauf es wirklich ankommt: Nämlich auf die tiefere Ebene. Auf unserem Weg in eine neue Zeit kann es ganz gewiss nicht darum gehen, einer ganz bestimmten Richtung oder Ideologie zu folgen und in diesem Zuge alles andere abzulehnen. Es geht vielmehr darum, einen tieferen Kontakt zum Leben selbst zu bekommen. Ich finde diesesn Satz so wichtig, dass ich ihn hier nochmal wiederhole: Es geht darum, einen tieferen Kontakt zum Leben selbst zu bekommen. Zu unserem Körper, zu unserer Seele, zu unserem Leben zu unserer eigentlichen Bestimmung, zur Natur. Und alles, was uns dabei unterstützt, ist natürlich gut.
Und ein sich Öffnen für eine naturnahere Form der Ernährung kann auf jeden Fall ein sehr unterstützender Schritt auf diesem Weg sein, das habe ich sozusagen selbst "am eigenen Leib" erfahren. ;-) Gerade in der heutigen Zeit kann das für uns von großer Bedeutung sein, wo viele Menschen das Aussehen von frischen Naturprodukten nur noch von Verpackungsbildern her kennen, und bei ihrer Lebensmittelauswahl vor allem einem durch die Werbung propagierten "Image" folgen, das durch seine knallige Buntheit Lebendigkeit und Gesundheit suggerieren soll - und nicht mehr ihrem eigenen Gespür für das, was in dem jeweiligen Produkt wirklich enthalten ist.
Aber sobald daraus eine Ideogie wird, wird jeder neue Weg im Grunde wieder zunichte gemacht. Denn dann werden wir nicht mehr von der Freude am Ausprobieren geleitet, von der kindlichen Offenheit für neue und heilsame Erfahrungen, sondern wieder einmal mehr von unserem Verstand, von mentalen Mustern. Und diese führen uns nie ins Leben - wie Victoria es in ihrem Text so schön und offen beschrieben hat, in ihrer Erfahrung mit ihrem 9-jährigen Neffen - sondern immer vom Leben weg.
Lea und ich sind sehr zufrieden mit unserer momentanen Form der Ernährung. Wir lassen uns von unserem Gefühl leiten, und das sagt uns, dass es gut ist, möglichst naturbelassene Nahrung zu essen, (Obst, Gemüse, Grünes, gekochte Getreide etc.) und auch einen guten Anteil Frisches und Ungekochtes mit zu integrieren, vor allem morgens und mittags, in Form von "Grünen Smoothies" und Rohkost. Und wir essen kein Fleisch mehr, weil es uns immer komischer vorkam, Fleisch zu essen. Aber ich bin überhaupt nicht der Meinung, dass irgendetwas "falsch" daran ist, Fleisch zu essen. Naturvölker haben jahrtausendelang tierische Nahrungsmittel in ihre Ernährung integriert, und es geschah in Achtung und im Einvernehmen mit der Natur. (Im krassen Gegensatz allerdings zu heute, wo den Tieren in der fleischverarbeitenden Industrie keinerlei Achtung entgegengebracht wird.)
Ich nehme allerdings wahr, dass es, je weiter uns in Richtung neue Zeit bewegen, je offener das Bewusstsein hier auf der Erde ist, es immer weniger nötig für Menschen ist, Fleisch zu essen. Wir brauchen irgendwann unsere Energie nicht mehr auf diese "dichte" Art zu beziehen, wie es vielleicht in der alten Zeit noch nötig war. Und wir brauchen auch nicht mehr länger all das Leid und den Schmerz auf energetischer Ebene in uns aufzunehmen, der in unserer industrialisierten Welt mit der Produktion fleischlicher Nahrungsmittel in den allermeisten Fällen verbunden ist. Wir spüren, dass immer mehr "leichtere", direktere und ganzheitlichere Energiequellen für uns zur Verfügung stehen, in erster Linie natürlich durch all die wundervolle Vielfalt der Pflanzenwelt. Und irgendwann wird es wohl die Lichtnahrung sein, die direkte Verbundenheit mit der feinstofflichen Ebene, die uns hier auf der Erde nährt und erhält...
Das ist ein Weg, der nicht über eine Ideologie gegangen werden kann. Es ist ein Weg der Freude und der Entdeckung.
Unser Sommer-Seminar in Österreich findet dieses Jahr an einem wunderschönen Ort statt, und wir freuen uns sehr darauf, diese Zeit mit euch dort zu verbringen. Das Seminarhaus Arche ist ein zertifiziertes Biohotel, die Innenräume sind in Lehmbauweise gestaltet. Auch der Seminarraum ist traumhaft schön. Das Seminarhaus liegt auf 1000 m Höhe in Kärnten in der Nähe von Klagenfurt. Für uns ist die Anreise zwar etwas weiter, aber das nehmen wir gerne in Kauf.
Unser Seminar-Thema lautet „Das Potenzial deines Lebens annehmen“. Wir werden gemeinsam mit dem tiefen Potenzial in uns Kontakt aufnehmen und es in unser Leben kommen lassen. Die liebevollen Kräfte der Natur, die Gruppe und die Neue Energie des Jahres 2012 werden uns dabei unterstützen.
Dieses Jahr findet unser Seminar in Österreich in der warmen Jahreszeit statt - vom 23. - 26. August 2012 - damit wir die schöne Landschaft auch wirklich genießen können. Wir haben vorab schon einige Anfragen für dieses Seminar von Teilnehmern erhalten, die dieses Seminar gerne mit ihrem Sommerurlaub verbinden wollen - wir freuen uns auf euch!
Das sagen die Besitzer über ihr Seminarhaus:
„Urlaub in der ARCHE ist Rückbesinnung auf die eigenen Werte. Am Norischen Panoramaweg, dem Saualmhöhenweg und dem Geomantischen Erlebnispfad (keltisches Baumhoroskop, Hl. Loch, Felsentor) kann man innerlich Kraft tanken.
Die sanfte Saualm (Höhentrainingslagerluft) und das Kärntner Tal der Könige sind durch ihre Nord-Süd-Faltung einzigartig in den Ostalpen und ein Paradies für Wanderer, Geologen (190 versch. Mineralien) und Botaniker (Orchideen).
Und hier wieder ein paar inspirierende Infos und Fundstücke aus den Weiten des Internet:
Der Fotograf Simon Dale baute sich sein ganz eigenes Haus - für nur 4000 Euro, wie dieser Artikel auf sein.de berichtet. Es ist in einen Hügel hineingebaut, unglaublich gemütlich, und in der Tat ein bisschen wie bei den Hobbits, die wir aus dem Herrn der Ringe kennen. Großartig, was es überall für kreative Menschen gibt.
"Umgeben ist das Haus von einem Permakultur-Garten, welcher der Familie einen Teil der Nahrungsmittel liefert. Von Außen sieht das Haus ein bisschen aus wie bei den Hobbits, von innen, wie in einem gemütlichen Märchen. Inzwischen baut Simon an größeren Projekten - sein Traum ist eine nachhaltige Gemeinschaft."
In Frankreich erklären sich Jobcenter-Mitarbeiter solidarisch mit Erwerbslosen und verweigern die Auferlegung von Sanktionen, wie dieser Artikel berichtet. Fand ich sehr inspirierend, erinnerte mich an die großartige Schrift des amerikanischen Dichters und Freidenkers Henry Thoreau über "ziviles Ungehorsam", aus dem Jahr 1849.
Der Musiker und Songwriter Konstantin Wecker hat für die Occupy-Bewegung anlässlich eines Aktionstages diesen bewegenden Text geschrieben und sich mit den Zielen der Bewegung solidarisch erklärt. Schön, wenn die Stimmen, die sich für Veränderung einsetzen, von vielen Seiten immer mehr Unterstützung und Bekräftigung erhalten.
Eine wundervolle alte indische Weisheitsgeschichte ist auf Frank Obels' Blog zu lesen. Anschaulicher könnte man kaum beschreiben, welchen Irrsinn und Leid das Ego- und Konkurrenzdenken hervorbringt - Hauptbestandteiil des alten Systems und der alten Energie. Und wie wirklich grundlegend anders die Dynamiken der Neuen Zeit sind, die gerade ihre ersten Knospen zu entfalten beginnt, und die wirklich und grundlegend darauf basiert, dass in jedem Augenblick ALLE gewinnen. Denn "das Prinzip des Universums ist Überfluss", wie Frank so schön schreibt. Und diesen brauchen wir nicht zu erkämpfen, sondern wir können beginnen zu erlauben, dass er in den vielfältigsten Formen und Ausdrucksweisen in unser Leben kommen kann.
Und hier wieder ein weiteres Gemeinschaftsgarten-Video: In Barcelona "okkupieren"/übernehmen Erwerbslose verwahrloste Stadtflächen und legen dort Gemüsegärten an - sie werden zu Guerilla-Gärtnern. Außerdem hat sich eine Garten-Initiative mit jugendlichen Hausbesetzern zusammengetan, um ebenfalls die bisher brachliegenden Grundstücke für den Obst- und Gemüseanbau zu nutzen. Es tut sich einiges im "Untergrund", Eigeninitiative ist der magische Schlüssel! :-)
Nun möchte ich auch endlich einmal das neue Buch von Rüdiger Dahlke vorstellen, das ich bereits vor einigen Wochen gelesen habe. (Es ist im Übrigen das erste, das ich von ihm gelesen habe, aber ich kenne ihn natürlich allgemein als Autor, und seine Sichtweise zu vielen Dingen.) Ich finde es zunächst einmal spannend, wie das Thema Nahrung und Ernährung inzwischen immer mehr überall auftaucht, sei es im Zusammenhang mit neuen Gartenprojekten, mit Bio-Landwirtschaftsprojekten in den sogenannten Entwicklungsländern, mit unserer Rückkehr zu einen bewussteren Umgang mit uns selbst und mit der Natur - und immer wieder durch neue Filme und Buchpublikationen.
Aufgrund von sich häufenden Skandalen in der Lebensmittelindustrie und der immer größeren Zunahme chronischer aber auch akuter Krankheiten machen sich immer mehr Menschen Gedanken über ihren alltäglichen Lebenswandel, und in diesem Zuge auch über ihre Ernährung, welche ja einen zentralen Teil davon darstellt. Ein Buch wie das von Rüdiger Dahlke kommt da genau richtig. Es enthält viele interessante wissenschaftliche Hintergründe zu den gesundheitlichen Nachteilen, die Fleisch und Tierproteinkonsum mit sich bringt, und zu den Vorzügen einer veganen, naturnahen und vollwertigen Ernährung. Es befasst sich ausführlich mit dem Zustand unserer gegenwärtigen Lebensmittelindustrie, mit all ihren grausamen und perversen Auswüchsen. Im Anhang gibt es eine Reihe von leckeren, veganen Rezepten.
"Peace Food" ist auf jeden Fall ein kraftvoller Blockadebrecher, so sehe ich das - hin zu einem neuen und bewussteren Umgang mit uns selbst, mit unserer Natur, mit unserem Körper, mit unseren Mitlebewesen. Ich habe es sogar an der Kasse unseres Bio-Supermarkts "denn's" zum Verkauf gesehen - und ich stelle mir gerade vor, wie jemand dieses Buch mit dem ansprechenden und netten Cover und Titel nichtsahnend in die Hand nimmt und dann in seinen Einkaufswagen legt, vielleicht um es jemandem als Geschenk mitzubringen. ;-) Ohne zu wissen, dass es nicht nur ein inspiriertes Plädoyer für eine naturnahere Lebensweise ist, mit wissenschaftlichen Informationen und leckeren Rezepten - sondern eben auch ein klarer und schonungsloser Blick auf den Status Quo unserer gegenwärtigen "gefallenen" Welt, und als solcher zutiefst aufrüttelnd und stellenweise ziemlich herausfordernd zu lesen. Aber wichtig im Sinne des "Wandel durch Hinschauen und Wahrnehmen", über das Lea neulich geschrieben hat.
Wie auch immer, ich bin mir sicher, dass dieses Buch seinen Beitrag leisten wird, für unseren Weg in eine neue Zeit und in ein neues Miteinander auf dieser Welt. Und ich bin froh, dass es Autoren wie Rüdiger Dahlke gibt, die nun beginnen, wie immer mehr Menschen, sich mit den beiden Seiten unserer Existenz hier auf der Erde zu befassen - mit der seelisch-spirituellen genauso wie mit der körperlich-physischen, der Ebene der Natur hier auf diesem Planeten. Denn diese beiden Ebenen sind letztendlich eins und untrennbar miteinander verbunden - eben die "zwei Seiten einer Medaille", wie Rüdiger Dahlke so schön schreibt.
Wie bereits angekündigt, werden Matthias und ich ab sofort neben unseren Einzelsitzungen auch Schöpfersitzungen anbieten. Es ist uns ein großes Bedürfnis, Menschen dabei zu begleiten, aus alten Glaubensmustern auszusteigen und sich wieder als Schöpfer ihres eigenen Lebens zu erfahren.
Unser Verständnis von Schöpfung hat sehr viel mit der femininen Energie zu tun. Es geht um das Annehmen von Potenzialen, das Erlauben und Wachsenlassen. Erst wenn deine Schöpfung schon auf der Erde angekommen ist, kommt das Handeln ins Spiel, was der maskulinen Energie entspricht.
Schöpfung war von je her eine Fähigkeit, die der Femininen Energie zugeordnet wurde. Die intuitive Verbindung zum Neuen, das auf die Erde kommen möchte, die aufmerksame Begleitung dieser Schöpfungen von der Ebene des Möglichen bis hierher auf die Erde - das alles sind die Femininen Fähigkeiten unserer Seele.
Leider wurden diese natürlichen Anlagen in jedem Menschen - ob Mann oder Frau - lange Zeit strengstens unterdrückt und verleugnet. Fast alle Menschen tragen tiefe alte Glaubensmuster in sich, die ihnen sagen, dass sie kein Recht haben, sich direkt für die Geschenke der Seele zu öffnen.
Unsere Erde würde über Nacht zu einem liebevolleren Ort, wenn Menschen ihre Schöpferkraft wieder annehmen würden. Warum? Weil wir nicht mehr darauf hoffen würden, dass die Fülle von außen kommt - durch Zufall oder harte Arbeit. Wir wüssten auf einmal, dass wir selbst diese Fülle annehmen können. Das würde eine große Entspannung und einen tiefen Frieden in unsere Welt bringen.
Wir würden auch nicht mehr all den negativen Stimmen in uns glauben, die sagen, dass wir kein Recht haben auf ein liebevolles Zuhause, Freude und einen erfüllenden Beruf, der uns entspricht. Wir könnten uns jeden Tag mit der Quelle des Lebens verbinden, die uns sagt: Es ist alles da für dich. Nimm es an.
Klingt das zu schön, um wahr zu sein? Das liegt daran, dass wir in einer Welt des alten Bewusstseins leben. Und dieses alte Bewusstsein sagt, dass jeder Mensch von der Quelle getrennt ist. Der Schritt in dein Schöpfersein ist ein Schritt in die Liebe des Göttlichen. Du erlaubst deiner Seele, dir wieder Liebe zu schenken.
Jeder Schöpfer wird zu einem Menschen der Neuen Energie. Die Neue Energie basiert nicht länger auf der Trennung - sondern auf der Verbundenheit.
Seit einigen Monaten integrieren wir mehr Rohkost in unsere tägliche Ernährung. Das sieht bei uns so aus, dass wir morgens zum Frühstück in der Regel jeweils ein großes Glas frisch zubereiteten Grünen Smoothie trinken, aus den Früchten und grünen Blattgemüsen bzw. Salaten und Wildpflanzen der Saison. Dazu etwa 1/2 Stunde später noch eine Handvoll Nüsse, Mandeln oder Ähnliches - ein hervorragendes Frühstück. Vormittags dann nochmal einen Snack (Obst etc.), und der Tag kann weitergehen.
Mittags haben wir uns inzwischen sehr an unseren wundervollen, reichhaltigen Rohkostteller gewöhnt - der Grund, weswegen ich diesen Beitrag hier schreibe. Dieser besteht aus grünen Salaten oder Wildkräutern, und immer etwas anderem Geraspelten, Geschnetzeltem, Gescheibelten - Karotten, Kohlrabi, Fenchel, rote Beete, Petersilienwurzel, Rotkohl, Zucchini, Knollensellerie, Staudensellerie etc. etc. Und genau dafür haben wir ein tolles Werkzeug entdeckt, das ich nicht mehr missen möchte, und das bei uns nun schon seit mehreren Monaten im täglichen Gebrauch ist: Die Trommelreibe der Schweizer Firma Zyliss.
Diese Reibe hat vier unterschiedliche Einsätze, von fein über grob bis hin zu Scheiben, und die Schneiden sind schön scharf. Sie ist handbetrieben, leicht zu bedienen und leicht zu reinigen. Wir nehmen sie inzwischen auch gerne mit auf Reisen, wenn z.B. für Seminare unterwegs sind, so können wir uns immer etwas Frisches zubereiten, wenn wir möchten. Ein echter Allrounder, der sein Geld wirklich wert ist.
Abends essen wir im Übrigen sehr gerne weiterhin gekocht und werden das auch wohl auch erstmal beibehalten. Gedämpfte Gemüse, Kürbis aus dem Backofen, Bohnen oder Linsen, dazu braunen Reis, Hirse, Quinoa oder Amaranth, oder auch mal Rotkohl, Sauerkraut oder einen schönen Eintopf - das sind zurzeit unsere winterlichen Favoriten. ;-)
Lea hat ja kürzlich schon darauf hingewiesen, dass für uns die Gartensaison bereits begonnen hat. ;-) Zumindest die Vorbereitung darauf. So langsam beginnen wir uns damit zu beschäftigen, was wir wo anlegen wollen, welche Orte in unserem Garten für welche Pflanzen besonders geeignet sein könnten und welches (Bio-)Saatgut wir bestellen möchten. Das macht und große Freude - eine solche Lebendigkeit und Fülle kommt allein dadurch schon herein!
Hier daher mal eine kleine Sammlung von Büchern und anderen Dingen, die uns auf diesem Weg unterstützen, sowohl was die Inspiration betrifft, als auch im ganz praktischen Sinne.
Zum einen gibt es zwei schöne Bücher von Marlies Ortner, die uns sehr gefallen. Wir möchten in unserem Garten gerne auch wieder alte Sorten und Wildpflanzen heimisch werden lassen, wegen ihrer ursprünglichen Schönheit und Energie, aber natürlich auch wegen des viel höheren Nährstoffgehalts. Hier also zwei inspirierende Bücher:
Früher hatte nahezu jeder Hof seine ganz eigenen, regionalen Gemüsesorten, einfach durch Vermehrung des eigenen Saatguts, wodurch jeweils die schönsten Pflanzen sich weiterentwickeln konnten. Durch die Industrialisung in der Gemüsezucht ging all diese Vielfalt verloren. Es gibt nun statt der frühere in die Tausende gehenden Pflanzensorten nur noch ein paar wenige überall in den Supermärkten erhältliche "Standard-Sorten", die zudem zwecks Gewinnmaximierung meist nur auf Aussehen und Größe gezüchtet werden - der Geschmack, der Nährstoffgehalt, die wunderschöne Energie bleiben dabei immer mehr auf der Strecke. Zu alledem kann man viele der heute erhältlichen Sorten nicht mehr selbst vermehren, da es sich dabei um unfruchtbare Hybriden handelt - ebenfalls ein Kontrollmechanismus der Agrar-Industrie. Zum Glück gibt es inzwischen zahlreiche unabhängige Saatgut-Anbieter, die sich auf die Fahne geschrieben haben, die ursprünglichen Sorten wiederzubeleben und erhältlich zu machen, z.B. Dreschflegel.
Die Erzeugung eigener Nahrungsmittel und die damit verbundene wachsende Unabhängigkeit von großen Konzernen kann ein weiterer, sehr bereichernder Schritt aus dem Massenbewusstsein sein - direkt auf körperlicher Ebene, sozusagen. Und wenn wir wieder beginnen, unsere Nahrungspflanzen selbst zu vermehren, haben diese dadurch die Möglichkeit, sich wieder ganz speziell auf unsere Energie und unsere Bedürfnisse einzustellen. Die Devas (die feinstoffliche Ebene) der Pflanzen möchten uns Menschen nach Kräften unterstützen, und je mehr wir wieder mit dem Reich der Pflanzen auf ganz persönlicher Ebene zusammenarbeiten, desto leichter kann dies geschehen. Marlies Ortners Buch gibt wertvolle, praktische Hinweise zur Vermehrung des eigenen Saatguts, so dass wir diesen Weg, wenn wir möchten, weiter gehen können.
Und nun noch etwas ganz anderes - aber ebenfalls sehr wertvolles für künftige Gärtner: Das richtige Schuhwerk. ;-) Ich hatte es neulich in einem Gespräch mit einer Klientin nebenbei erwähnt, daher hier nochmal der Hinweis an alle eventuell Interessierten. Wir haben uns gleich, als wir hier eingezogen sind, ganz tolle Gummistiefel gekauft - von der Firma Aigle, Lea hat sie entdeckt. Sie sind nicht aus (erdölbasiertem) Plastik hergestellt, sondern rein aus Naturkautschuk. Dadurch sind sie weich und angenehm zu tragen. Mit den passenden Socklets dazu superbequem, ich könnte Stunden darin laufen und trage sie jeden Morgen bei meinem Spaziergang mit Noah über die Felder - wo man sie auch wirklich braucht. Es gibt sie auch noch in der ISO-Variante - mit Filz und einer Neoprenschicht gefüttert - so hat man in ihnen auch im Winter immer warme Füße. Eine Anschaffung fürs Leben, würde ich sagen. ;-)
Viel Freude euch allen, bei großen und kleinen Erlebnissen mit und in der Natur!
Und wieder ist eine Woche vergangen, und es wird Zeit für die Nachrichten. ;-) Als erstes möchte ich hier mal sagen, dass sich die Infos über Pflanz- und Gartenprojekte aus aller Welt wirklich zu häufen scheinen - was ich sehr schön finde. Ich bekomme auch von euch immer wieder interessante Meldungen zugeschickt, so auch einen Hinweis auf ein kleines Dorf in England mit einem für deutsche Ohren etwas skurrilen (aber auch irgendwie lustigen Namen). In diesem Dorf wurde von zwei engagierten Damen die Incredible-Edible ("unglaublich essbar") -Initiative gestartet - mit dem Ziel einer freien Selbstversorgung für alle Bürger, was Nahrungsmittelpflanzen betrifft. Und so pflanzen sie mit vielen Helfern überall dort im öffentlichen Raum Gemüse, Salate, Zwiebeln, wo andernorts Monokultur-Blumenrabatte zu finden sind. Hier ein Video, wo all dies schön gezeigt wird:
Fleisch wird zum Lebensmittel der Unterschicht, schreibt Brigitte in einem aktuellen Beitrag in ihrem Urkost-Blog. Eine interessante Entwicklung, finde ich, denn Fleisch war ja ursprünglich (vor vielleicht 100 Jahren noch) etwas, das sich vor allem finanziell Wohlhabende häufiger leisten konnten. Durch die dann entstandenen erschreckenden Auswüchse der Massentierhaltung wurden Fleischprodukte sehr billig, was zur Folge hatte, dass auch der Fleischkonsum enorm zunahm. Zur gleichen Zeit gibt es aber nun eine Art Gegenbewegung von bewussten Menschen, die wieder zu einer mehr ganzheitlichen, schwerpunktmäßig pflanzlichen und natürlichen Ernährungsweise zurückkehren. Und dies nun zum ersten Mal aus einer wirklich bewussten Entscheidung heraus, für sich selbst und für die Zukunft dieser Erde. Eine schöne Entwicklung.
In diesem Zusammenhang hier noch der kurze Hinweis auf einen Bericht über den ehemaligen Boxer Mike Tyson - der seinen Lebensstil komplett umgestellt hat und zum Veganer geworden ist. Beeindruckend, wenn Menschen auf diese Weise Entscheidungen für sich treffen.
Und hier noch ein schönes Video der Monarchs, deren Youtube-Video-Kanal wir immer wieder gerne besuchen - ein Freund aus Kalifornien war bei ihnen zu Besuch und zeigte ihnen das Spiel "Peace Sticks" ("Friedens-Stöcke"). Dieses Spiel ist ein kooperatives, bewegungs-meditatives Spiel, es geht nicht darum, gegen seinen Partner zu gewinnen, sondern darum, sich auf ihn einzustellen, Koordination und Bewegung zu trainieren, und in einen gemeinsamen Rhythmus zu finden. Ein wirkliches Spiel der neuen Zeit also. :-)
Der Frühling ist zwar noch nicht da, aber Matthias und ich sind schon mit den Vorbereitungen für unseren Garten beschäftigt. Wie ihr wisst, wollen wir in unserem Garten eine Permakultur entstehen lassen. Permakultur bedeutet ein sich selbst erhaltendes System - Pflanzen die sich gegenseitig unterstützen, kein Umgraben oder Hacken, dafür Gründüngung und Mulchen.
Es gibt einen schönen Film auf Youtube, der eine Führung durch solch einen Garten zeigt. Ich finde diese blühende, essbare Wildnis traumhaft schön. Schon als Kind habe ich von so einem wilden Ort geträumt. (Bitte nicht irritieren lassen - bevor die Führung beginnt, wird der ehemalige Präseident der USA, George Bush gezeigt... Nach ca. 1 Minute beginnt die Führung.) Viel Freude beim Schauen!