Auf dieser Webseite sprechen wir über das spirituelle Erwachen. Wir öffnen uns für ein liebevolles und kreatives Leben, das mit der Natur in uns und um uns herum im Einklang ist. Du bist eingeladen, mehr zu erfahren…
Unser letztes Wochenende haben wir wieder mit Renovierungsarbeiten an unserem Haus und sogar schon etwas Gartenarbeit verbracht. Wir wollen im kommenden Frühjahr den hinteren Teil unseres Gartens noch etwas mehr verändern und gestalten, da wir nach und nach den ganzen Garten in eine kleine Permakultur verwandeln möchten. Ich beginne schon einmal in unserem kleinen Bauerngarten. Der durfte dieses Jahr einmal brach liegen und sich ausruhen und hat in dieser Zeit eine Menge Grünmasse produziert.
Es war schön mich diesem Garten anzunähern. Ich musste nur zum Fenster hinausschauen, schon hatte ich meine Gummistiefel an und stand mitten im Garten. Zunächst einmal habe ich den Garten wahrgenommen. Er hat eine ganz schöne warme Verbindung zur Erde. Die Energie fließt wirklich in die tiefsten Tiefen. Da der Vogelsberg ein alter Vulkan ist, hat das Umland eine ganz reiche, nährende Energie. Es erinnert mich immer ein ganz klein wenig an die Insel Kauai - die ja auch vulkanischen Ursprungs ist.
Die Verbindung nach oben - fiel mir auf - ist hier allerdings noch etwas dünn. Also habe ich mich mit den Devas verbunden und mich für alle kosmischen Energien geöffnet, die mir dabei helfen möchten, diesen Garten liebevoll wachsen zu lassen. Es fühlte sich ein klein wenig so an, als wäre auf dieser Ebene ein ganz großes Angebot da, doch kaum jemand, der sich dafür öffnet.
Ich stand also in einem wahrhaftigen Deva-Ansturm, lauter liebevolle Energien, die nur darauf warten, in diesem Garten wirken zu dürfen. Vor allem haben es mir die Rote-Beete-Devas angetan, die haben so schöne rote Bäckchen, sind so mütterlich und warm, auf die freue ich mich schon besonders. Auch einige Blumen-Devas möchten zwischen den Gemüsen wachsen.
Dann habe ich wahrgenommen, was ich jetzt tun kann, damit der Garten während der Winterzeit gut vorbereitet wird auf den Frühling. Da kam die klare Anweisung, dass ich einiges zurückschneiden soll und dünne Zweige, Blätter und Grünmasse zusammen mit Kompost im Nutzgarten verteilen soll. Da gibt es nämlich stellenweise noch nackte Erde und da würden im Winter sonst alle Bodenlebewesen erfrieren, wenn wir sie nicht warm zudecken. Damit habe ich begonnen. Auch ein paar schöne Haufen aus Zweigen und abgeschnittenem Grün habe ich in den Ecken verteilt, denn ich hoffe, dass wir bald ein paar Igel im Garten haben werden.
In den kommenden Wochen möchten Matthias und ich Saatgut für das nächste Jahr kaufen. Natürlich Bio, und natürlich möglichst alte, naturbelassene Sorten, die wir dann später selbst vermehren können.
Es fühlt sich so gut an, der Erde wieder nahe zu sein. Ich habe in all den Jahren meines Stadtlebens in Frankfurt (und auch jetzt in der schon relativ grünen Kleinstadt Königstein) bemerkt, dass mir etwas fehlt. Doch ich wusste nie so genau, was es war. Doch als ich am Abend mit roten Backen und vom Wind zerzausten Haaren meine Gummistiefel abstreifte, erfüllt von den Energien der Devas und der Erde - das wusste ich, was mir so lange gefehlt hat. Es ist so wohltuend und heilsam, mit der Erde gemeinsam zu wirken.
Wir Menschen haben uns eine künstliche Welt erschaffen, die unsere Natur ersetzen soll. Anstatt dass wir abends die Geräusche der Nacht hören und den sanften Mondschein wahrnehmen, ist in den meisten Wohnzimmer nur das Flimmern der Fernseher zu sehen. Wir suchen und suchen und suchen irgendwo im Außen - und können "es" nicht finden. Denn es ist einfach da. War immer da. Wird immer da sein.
Es ist so schön der Natur wieder näher zu kommen. Der inneren Natur und der äußeren Natur. Es wird dann immer weniger anstrengend, Mensch zu sein. Man fühlt sich immer weniger abgetrennt vom Ganzen.
Viele Naturvölker geben uns momentan die Botschaft, dass wir lernen sollen, einen Garten anzulegen. Auch wir haben vor einigen Monaten über die Neuen Gärten gesprochen, die jetzt entstehen möchten. Ich sehe eine große Weisheit darin, zur Natur zurückzukehren. Jetzt in dieser Zeit, wo wir in den grauen Türmen der alten Energie immer weniger Halt finden können, dürfen wir auf neue Weise zur Erde zurückkehren…
Wir alle erleben, dass sich unser Erwachen direkt auf unseren Körper auswirkt. Doch warum ist das so? Was geschieht denn genau in unserem Körper, wenn wir erwachen? Warum gibt es manchmal Zeiten, in denen es uns körperlich scheinbar schlechter geht als jemals zuvor? Welcher tiefe innere Prozess ist da im Gang? Wohin strebt unser Körper mit aller Kraft?
Im Juli diesen Jahres haben wir zu diesem Thema eine Ausbildung angeboten. Das CD-Set zu dieser Ausbildung im Juli 2011 in Fulda ist ab sofort in unserem Onlineshop erhältlich! Wenn du erfahren möchtest, wie sich dein spirituelles Erwachen auf deinen Körper auswirkt und welches großartige Potenzial in deinem Körper schlummert, dann wirst du in diesem CD-Set mehr dazu erfahren. Die Energie dieser Ausbildung war wirklich ein Meilenstein in unserer Arbeit.
Im Folgenden kannst du die detaillierte Beschreibung des CD-Sets lesen:
„Der Körper macht was er will“, glauben noch heute viele Menschen. Diese Einstellung hat uns dazu gebracht, unserem eigenen Körper, der im Grunde ein Teil unsere tiefsten, eigentlichen Natur ist, zu misstrauen und ihn zu fürchten. Zwar haben wir durch die Medizin Wege gefunden, den Körper äußerlich zu beeinflussen, doch unser Verhältnis zu unserem Körper hat sich auch dadurch nicht gewandelt. Er blieb in unseren Augen ein unzuverlässiger Freund, den man ständig überwachen und durch die Hilfe von Medizin in die richtigen Bahnen lenken muss.
Der Körper begibt sich auf seinen Heilungsweg
Durch unser spirituelles Erwachen beginnt nun eine grundlegende Veränderung in unserem Körper. Während mehr Bewusstsein in unserem Inneren zu leuchten anfängt, begibt sich unser Körper - scheinbar von ganz alleine - auf einen Heilungsweg. Alles, was dein Körper bisher für dich getragen hat, z.B. belastende Emotionen, mit denen du nicht umgehen konntest, tiefe Anspannungen und Ängste, alte energeitsche Ablagerungen - möchten sich jetzt lösen. Tiefe Ungleichgewichte, die jahrelang im Körper geschlummert haben, kommen urplötzlich ans Licht.
Bin ich krank - oder heilt mein Körper gerade?
Sehr oft missverstehen wir, was sich da in unserem Körper abspielt. Weil wir den Körper über so lange Zeit als etwas Fremdes erfahren haben, befürchten wir jetzt, dass der Körper uns im Stich lässt. Wir erkennen oftmals noch gar nicht, dass der Körper auf liebevolle Weise unserem Bewusstsein folgt. In der Ausbildung vermitteln wir eine Haltung, die uns erlaubt, unserem Körper den Raum für Veränderung zu geben. Anstatt den Körper ängstlich festzuhalten, können wir uns der tiefen Intelligenz unseres Körpers vertrauensvoll öffnen.
Dein Körper erwacht
Während mehr Bewusstsein in deinem Inneren erwacht, verändert sich dein Körper. Er möchte lichter werden und leichter, er möchte mehr Feinfühligkeit und Durchlässigkeit entwickeln. Dein Körper ist direkter Ausdruck deines Bewusstseins. Je heller dein Bewusstsein strahlt, je mehr Liebe durch dich fließt, desto mehr natürliche Intelligenz erwacht in deinen Zellen. Genauso wie du dich als Teil des Ganzen erkennst, darf sich dein Körper als Teil deiner Liebe erfahren.
Die Aufzeichnungen von unserer Ausbildung zu diesem Thema
Die Audio-CDs unserer Ausbildung in Fulda im Juli 2011 begleiten dich und deinen Körper durch Vorträge, Begegnungen und Atemerfahrungen auf einem neuen, liebevollen Weg in die Freiheit. Du erfährst, welche Anzeichen darauf hindeuten, dass dein Körper sein Erwachen begonnen hat und wie du ihn dabei unterstützen kannst.
Jeder Atemzug lädt uns ein, diese Liebe tief in unserem Inneren wieder zu spüren, die wir so lange nicht gespürt haben. Wir haben diese Liebe nicht gespürt, weil wir im Außen nach ihr gesucht haben und weil wir dachten: Diese Liebe ist etwas, das von mir getrennt ist, etwas, das ich finden kann, wenn ich im Außen suche. Wir sind heute auf dieser Erde so sehr davon überzeugt, dass wir nicht diese Liebe sind, dass in uns nicht diese Weisheit wohnt.
Über Jahre hinweg und Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende hinweg hat sich dieser Glaube in uns selbst vertieft und eine Mauer gebaut. Eine Mauer zwischen uns und uns. Eine Mauer zwischen dir und dir, zwischen mir und mir. Diese Mauer ist wie eine Glasscheibe, wie ein blinder Spiegel, in dem wir nichts sehen und erkennen, außer unserer eigenen Einsamkeit und der Verzweiflung, die damit einhergeht. Wir fühlen so sehr, dass etwas fehlt. Wir fühlen so sehr, dass eine Wärme fehlt, eine Liebe, ein tiefes Gefühl von Geborgenheit. Wir spüren die Abwesenheit dieser Liebe jeden Tag und in jedem Augenblick. In jedem Augenblick sagt etwas in uns: „Ich weiß nicht, wo es ist. Ich weiß nicht, wo diese Liebe ist. Sie muss weit, weit fort sein. Sie muss schwer zu erreichen sein, unmöglich zu finden.“
Wir glauben dieser Stimme in uns, die uns wieder und wieder davon überzeugt, dass wir nicht diese Liebe sind, das wir nicht diese Schönheit sind, dass wir nicht das Leben sind, das sich selbst sucht, sich selbst wahrnimmt und in die Arme schließen darf.
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Viel Freude mit der Aufzeichnung! Die schriftliche Fassung folgt wie immer im Laufe der Woche.
Die Kosten für die technische Bereitstellung des Webcasts finanzieren wir über Spenden. Wenn dich der Webcast unterstützt, freuen wir uns über eine Spende zwischen 3 oder 5 Euro. Informationen dazu findest du hier. Dankeschön!
Die Vermieter unserer Ferienwohnung im Vogelsberg, in der wir die letzten 2 Wochen verbracht haben um die Renovierung unseres Hauses zu begleiten (und natürlich auch selbst mit Hand anzulegen), haben hinter ihrem Haus einen wunderschönen Garten, mit Obstbäumen, einer Wildblumenwiese, kleinen Biotopen, üppigem Nutzgarten und einem lebhaft rauschenden Bachlauf, der das Grundstück zum benachbarten Wald hin abgrenzt.
Es war auf jeden Fall ein Geschenk des Himmels, dass wir für diese Zeit ausgerechnet in dieser Ferienwohnung gelandet sind. Ich konnte hier so viele wundervolle Inspirationen mitnehmen, für unseren eigenen Garten, der bei unserem neuen Haus gerade am Enstehen ist. In diesem ist zwar schon einiges angelegt und gestaltet, auch einen schönen Bauerngarten (Nutzgarten) gibt es dort bereits, der im Moment zwar etwas verwildert ist, der aber ohne weiteres im nächsten Frühjahr wieder aktiviert werden kann. Was wir aber noch vor uns haben ist, wirklich auf noch tieferer Ebene mit unserem Garten in Kontakt kommen, mit seiner Energie, mit den dort lebenden Naturwesen, mit den Potenzialen die dort entstehen möchten.
Es war vor allem einfach die wundervolle Energie des Ferienwohnung-Gartens, die es mir angetan hat. Durch diese Schönheit und Fülle habe ich mich sogar an die besondere Stimmung auf unserer Lieblingsinsel Kauai erinnert gefühlt. Unser Vermieter erzählte mir, dass dieser Garten (und auch das Haus und der gesamte Wohnbereich) im Grunde noch gar nicht so alt ist. Vor 15 Jahren haben sie dieses Grundstück gekauft und begonnen, es zu gestalten. Vorher war es einfach eine Kuhweide.
Er erklärte weiter, dass er jeden einzelnen Obstbaum und jede Pflanze selbst dort angepflanzt hat. Er hat auch die Artenvielfalt der Rasenflächen mit Wildblumen bereichert, über die ganze Zeit hinweg, immer wieder, so dass dort nun seltene Orchideenarten blühen. Er macht das unter anderem so, dass er aus einer Rasen- oder Wiesenfläche, die viele schöne Wildblumen hat, einfach einen Quadratmeter aussticht, und diesen dann mit einem Quadratmeter aus seinem eigenen Garten austauscht. Die neuen Blumen lässt er dann bei sich aufblühen und Samen bilden (d.h. er mäht die betreffenden Flächen nicht, oder nur 2-3mal im Jahr), und diese werden dann auf seinem Grasland heimisch.
Und er liebt seinen Garten wirklich, das kam in jedem seiner Worte zum Ausdruck. "Man tritt einfach hinaus ins Grüne - und schon ist man mitten im Kosmos", sagte er. Ja, einen solchen Garten möchte ich auch gerne haben.
Um einen kleinen Eindruck zu vermitteln habe ich ein paar Fotos gemacht:
Als Kiesha Crowther, bekannt als "Little Grandmother", gefragt wurde, wie man sich am besten auf die kommende Zeit des Übergangs vorbereiten kann, sagte sie, dass ihre Spirit-Guides den Rat geben: "Learn to grow a garden." - "Lernt das Gärtnern". Mit diesem Rat kann man eigentlich gar nichts falschmachen :-). Denn ganz egal, was letztendlich geschehen wird, wir werden immer bereichert sein durch diesen wunderschönen und direkten Kontakt mit der Natur und ihrer Fülle, und die Welt wird schöner.
An den sonnigen Abenden, an denen uns von unserer Renovierungsarbeit ausgeruht haben, saß ich gerne auf dem kleinen, fast ebenerdigen Balkon unserer Ferienwohnung, mit direktem Blick in den oben erwähnten Garten, und las dieses wunderschöne Buch von Wolf-Dieter Storl: Pflanzendevas: Die geistig-seelischen Dimensionen der Pflanzen. Eine sehr angemessene Einstimmung, vor allem vor dieser zauberhaften Kulisse, für das gesamte Thema Garten und Gärtnern! Ich habe das Gefühl, dass es enorm wichtig ist, dass wir als Menschen uns wieder auf dieser tieferen Seelenebene für die Natur und unsere Umwelt öffnen.
Ein weiteres Büchlein möchte ich in diesem Zusammenhang noch gerne vorstellen. Es kam zwar erst gestern morgen mit der Post, aber von dem, was ich bereits durch ein erstes Durchblättern und Hineinlesen gesehen habe, kann ich sagen, dass dies endlich einmal ein wirklich schönes (deutschsprachiges) Einführungsbuch für ein naturnahes, fantasievolles und kreatives Gärtnern ist, mit vielen praktischen Tipps und schönen Inspirationen, gerade auch im Bereich Permakultur im eigenen Garten!
Aus dem Klappentext:
"Einen Hausgarten zu haben, der nicht nur schön ist und die Seele nährt, sondern auch hochwertige Lebensmittel hervorbringt, ist der Traum vieler Freizeitgärtner. Es gibt Regeln und Prinzipien, wie eine vielfältige Gartenlandschaft so gestaltet werden kann, dass sich Menschen dort wohlfühlen, Pflanzen gedeihen und Tiere artgerecht leben. Ob Kräuterspirale, Krater- oder Hochbeet, Kartoffelturm, Insektenhotel, Wurmfarm oder Erdgewächshaus mit Hühnerstall - bei allem dient die Natur als Vorbild und der Arbeitsaufwand ist so gering wie nur möglich. Die Autorin bewirtschaftet selbst einen großen Garten nach den Prinzipien der Permakultur. Die vielen Bauanleitungen, Hinweise und Tipps aus der langjährigen Erfahrung der Autorin machen es auch Ungeübten möglich, ihren Garten nach und nach so zu gestalten, dass alle Bereiche harmonisch zusammenwirken und sich gegenseitig fördern. Ein Buch für alle, die an Selbstversorgung und einer Gartenbewirtschaftung interessiert sind, die der Kreativität viel Raum lässt."
gestern Abend sind Matthias und ich wieder hier in Königstein eingetrudelt. Die letzten beiden Wochen haben wir bei unserem neuen Haus verbracht. Anfang des Jahres hatten wir eine Ferienwohnung am Vogelsberg gebucht - ursprünglich einfach nur, um die Gegend näher kennenzulernen und uns nach einem Haus umzuschauen. Wir wollten zwei Wochen Urlaub machen, unsere Fahrräder mitnehmen, wandern - damals ahnten wir ja noch nicht, dass wir zu der Zeit längst ein Haus gekauft haben und die Ferienwohnung nutzen würden, um die Renovierung unseres Hauses zu begleiten.
Die Seele schaut glücklicherweise immer ein Stück weiter voraus, als wir selbst das tun. So konnten wir damals auch nicht ahnen, dass die Vermieter unserer Ferienwohnung vor vielen Jahren mit ähnlichen Gedanken wie wir (Leben im Einklang mit der Natur, Selbstversorgung) in die Region gezogen sind und heute viele Erfahrungen mit uns teilen und uns gute Tipps geben konnten.
Es waren zwei sehr intensive Wochen. Auf der praktischen Seite hatten wir uns vorgenommen, die Zimmer zu streichen, die bereits im Groben fertig renoviert sind. Doch zunächst einmal hatten wir einen Wirbelsturm von Terminen mit allen möglichen Handwerkern. Der eine Handwerker kann erst beginnen, wenn der andere seinen Job gemacht hat, doch der ist heute nicht da - so ging es in einem fort. Matthias hatte eine riesige Liste mit Terminen, Merkzetteln, die sich jeden Tag wandelte.
Es war eine Herausforderung, uns immer wieder mit dem tieferen Fluss dieses Projekts zu verbinden. Der tiefe Wille, der dieses Projekt trägt, fördert und führt. Wir bemerkten jeden Tag, dass wir Berge versetzen können, dass aus einer ungünstigen Situation auf einmal ein Glücksfall werden kann, wenn wir mit dem Fluss des Lebens in Kontakt bleiben.
Es blieb wenig Zeit, ruhig dazusitzen und zu atmen. Wir übten viel eher der „Atem in Bewegung“ zu sein. Es war schön zu spüren, wie jede Faser von uns selbst, Körper, Geist und Seele mit diesem großen neuen Projekt in Kontakt kommen durfte.
Bei der Renovierung eines alten Fachwerkhauses gibt es immer wieder Überraschungen. So mussten wir unseren Schornstein abreißen lassen, der Löcher (!) hatte und mit steinhartem Ruß zugesetzt war - ein neuer Schornstein muss errichtet werden. Jede Überraschung hat uns zunächst Angst gemacht - zumindest gab es jedesmal einen Moment, wo das kleine Selbst dachte: „Ach du lieber Himmel, wie soll ich das denn lösen?“, doch dann kam die rettende Erkenntnis: „Das kleine Ich kann gar nichts alleine lösen, das braucht es auch gar nicht.“ Wir verbinden uns wieder mit dem tiefen Fluss und spüren, was der nächste Schritt ist. So lassen wir uns führen und können selbst im größten Chaos Momente der absoluten Stille erfahren.
Innerhalb der letzten zwei Wochen konnten wir mehr Kontakt zu unserer neuen Heimat aufnehmen. Wir spüren Verbundenheit mit den Menschen dort, mit der Natur, der Weite und Offenheit, und natürlich erkennen wir langsam auch die tieferen Gründe, die uns genau an diesen Ort geführt haben. Als wir zurück nach Königstein gefahren sind, fiel mir auf, wie dicht besiedelt der Taunus ist. Auch, dass so viele alte Menschen speziell hier in unserem Ort leben, fiel mir auf. (Nicht, dass ich etwas gegen ältere Menschen hätte, doch viele alte Menschen verschließen sich dem Fluss des Lebens und werden sehr hart in ihren Gewohnheiten und ihrer Meinung. Da kann sich das Leben überhaupt nicht mehr entfalten, es wirkt sehr einengend.)
Jetzt freuen wir uns auf ein paar ruhige Tage (Einzelsitzungen verursachen glücklicherweise überhaupt keinen Muskelkater :-)), bevor es wieder weiter geht zum nächsten Renovierungsabenteuer.
Liebe Grüße an euch alle,
Lea
P.S. Wer an der nächsten Runde des Wohnzimmers teilnehmen möchte, das am 19. September beginnt, sollte sich beeilen - es sind nur noch zwei Plätze frei! Es geht um das Thema „Schöpfersein“.
[Update] Schwuppdiwupp sind alle Termine weg - das ging ja schnell! P.P.S.Ich habe im September noch ein paar letzte Termine für Einzelsitzungen frei. Wenn du mit dem Gedanken spielst, dich von mir unterstützen zu lassen, melde dich gerne per Email an
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Seit ein paar Monaten habe ich den Newsletter von Tom Kenyon abonniert, mit Botschaften der Hathoren. Ich empfinde diese Nachrichten als sehr balanciert, ruhig und bewusst, und es gibt für mich immer wieder viel Wertvolles darin zu entdecken.
Wer sind die Hathoren?
Die Hathoren sind nach eigener Aussage eine Gruppe interdimensionaler, intergalaktischer Wesen, die im Alten Ägypten über die Tempel der Göttin Hathor mit uns verbunden waren, sowie über verschiedene weitere prähistorische Kulturen. Sie entstammen einer Zivilisation aus einem anderen Universum und sind über das Portal des Sirius in unser Universum gekommen, und von dort aus dann zu unserem Sonnensystem und speziell zu den feinstofflichen Bereichen der Venus. Sie gehören zu einer, wie man es nennen könnte, „aufgestiegenen Zivilisation“, die bereits innerhalb ihrer Dimension den Weg in eine höhere Schwingungs- oder Bewusstseinsebene gegangen ist – der Weg, auf dem sich die Erde gerade befindet. Sie arbeiten und kommunizieren hauptsächlich über Klang und Harmonien, und unterstützen die Erde auf ihrem Weg in ein neues Bewusstsein.
Die aktuelle Botschaft
Im aktuellen Newsletter sprechen die Hathoren ganz gezielt die momentane Situation auf der Erde an. Ich fand ihre Ausführungen sehr aufschlussreich. Die Hathoren erläutern, dass wir uns gerade in eine kritische Zeit des Übergangs hineinbewegen, kritisch in dem Sinne, dass es nun langsam ernst wird. Dies erzeugt eine ganze Anzahl von, wie sie es nennen, „Chaosknoten“ („Chaotic Nodes“) in verschiedenen Bereichen unseres Lebens. Diese Chaosknoten kommen unter anderem zum Ausdruck durch Wetter-Anomalien (wie wir sie ja gerade aktuell wieder erleben), erhöhte Erdbebenaktivität, kriegerische Auseinandersetzungen, Attentate und Amokläufe, politische und wirtschaftliche Instabilität. Es sind Punkte des Übergangs, durch die wir uns hindurchbewegen, und die teilweise für große Herausforderungen sorgen. (Siehe dazu auch unser kürzliches Begegnungen-Channel über das „Schöpferische Chaos“.)
Emotionale Kohärenz
Diese momentanen Entwicklungen und die damit verbundenen Herausforderungen auf der menschlichen Ebene erzeugen ein Anwachsen von Angst innerhalb des allgemeinen Bewusstseins. Immer wieder erreichen uns Nachrichten von Naturkatastrophen, kriegerischen Auseinandersetzungen und realen bzw. erwarteten Zusammenbrüchen in der Finanzwelt – alles Hinweise auf besagte Chaosknoten, die sehr viel Unruhe erzeugen.
Die Hathoren betonen, dass es in dieser Zeit besonders wichtig ist, einen, wie sie es nennen, „innere Haltung der emotionalen Kohärenz“ („coherent emotional state“) zu kultivieren, und immer wieder zu diesem zurückzukehren. Mit „Kohärenz“ ist ein Seinszustand der inneren Verbundenheit, Stimmigkeit und Klarheit gemeint, etwas, das uns sehr helfen kann, in dieser Welt, in der es gerade aufgrund der großen Bewusstseinsveränderungen etwas chaotisch zugeht, zu navigieren und zu agieren.
Die Hathoren sagen, dass es im Grunde gleich ist, wie jeder für sich immer wieder in diesen Zustand zurückkehrt. Sie geben dazu in ihrer Botschaft ein paar Anregungen. Aus meiner Sicht möchte ich noch hinzufügen, dass wir in unserer Arbeit und in unserem alltäglichen Leben natürlich das Weiche Atmen nutzen, um uns immer wieder in diesen Zustand zu begeben und mit ihm zu verbinden. Auch die Hinweise, die Lea vor kurzem in ihrem Beitrag über die „Gebete für die Seele“ gegeben hat, können hilfreich sein.
Mein persönlicher Rat wäre: Schau einfach, was für dich funktioniert, und wende es immer wieder an, Tag für Tag, so oft es geht. So erschaffst du ein Feld von „innerer Kohärenz“ in deinem alltäglichen Leben, das durch die fortlaufende Übung immer kraftvoller, präsenter und lebendiger wird, so dass du auch in herausfordernden Zeiten immer leichter dorthin zurückkehren kannst. Das ist meiner Erfahrung nach eine der wertvollsten Unterstützungen auf unserem gegenwärtigen Weg.
Die scheinbare Trennung zwischen der spirituellen Welt und der Materie
Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass die Hathoren in ihrer Botschaft einen ganz bestimmten Punkt besonders angesprochen haben, der ihnen von großer Wichtigkeit zu sein scheint – ein Punkt, der mit persönlich auch sehr am Herzen liegt, und über den ich schon seit längerem einmal schreiben wollte. Und zwar weisen sie darauf hin, dass es vor allem die scheinbare Trennung der spirituellen Welt von der Welt der Materie ist, die in naher Zukunft für problematische Erfahrungen sorgen kann – eine Trennung, die nicht real ist, sondern nur im gegenwärtigen menschlichen Massenbewusstsein existiert.
Diese Trennung führt dazu, dass Menschen nicht wahrnehmen, was gerade auf tieferer Ebene auf der Erde geschieht, und dass sie sich demzufolge immer tiefer in Angst und Panik verstricken – mit all dem damit zusammenhängenden Chaos und persönlichem, menschlichen Leid, was damit verbunden ist. Damit einher gehen Weltuntergangsszenarien, Prophezeiungen über das Ende der Welt und vieles weitere. Dabei ist es nicht das Ende der Welt, was wir erleben werden – höchstens das Ende der Welt, wie wir sie bisher kannten. Und das ist nicht unbedingt eine schlechte Sache, wenn wir uns ein paar der Auswüchse anschauen, die die menschliche „Zivilisation“ bisher hervorgebracht hat.
Diese Trennung wurde in der vergangenen Zeit hauptsächlich über die Religionen propagiert – die verbreitete Lehre war, dass die spirituelle Welt „gut“ sei, und die materielle Welt sündhaft oder schlecht. In unserer jüngeren Zeit kehrte sich das dann um – nur noch die materielle Welt wurde als „wahr“ oder real angesehen, die spirituelle Welt wurde als Einbildung abgetan. Die Trennung aber blieb nach wie vor bestehen.
Deepak Chopra nennt dieses Glaubensmuster, welches besagt, dass ausschließlich die materielle Welt real sei, sehr treffend den „Aberglauben des Materialismus“. Dieser Aberglauben kommt in fast allen Bereichen unserer gegenwärtigen Welt zum Ausdruck. Ärzte glauben zum Beispiel, dass Krankheiten ihren Ursprung in der materiellen Welt haben. Eine völlig absurde Vorstellung, die dazu führt, dass der menschliche Körper als eine Art Maschine angesehen wird (wie ein Auto, in dem einfach bestimmte Teile verschleißen und wieder ersetzt werden müssen), oder wo versucht wird, ihn durch irgendwelche Chemikalien (Medikamente) wieder ins "Gleichgewicht" zu bringen. In unserer Beziehung zur Natur führt es zu einer rücksichtlosen Ausbeutung der Ressourcen, ohne jegliche Verbindung zur tieferen, lebendigen, bewussten Ebene des Seins (siehe dazu den wundervollen Film „Avatar“, der dieses Thema behandelt). Im Schulsystem führt es dazu, dass Kindern überhaupt nicht mehr beigebracht wird, wie sie einen Kontakt zu ihrer Seele aufnehmen und kultivieren können – es geht nur um Daten-Wissen, angesiedelt in der materiellen Welt, das jederzeit abrufbar sein muss. Alles, was nicht zur materiellen Welt gehört, wird in diesem Glaubenssystem als „nicht real“ angesehen, als lächerlich, oder bestenfalls als „Privatsache“.
Mit diesem Weltbild, können wir auf dieser Erde keine friedliche, neue, ganzheitliche, Mensch und Seele verbindende Zivilisation entstehen lassen, das sollte jedem klar sein. Dieses Glaubenssystem des Materialismus wird demzufolge fallen müssen - die Frage ist nur, wie schnell, und wie unangenehm die Erfahrungen sein werden, die dazu führen. Dieses Glaubensmuster ist hartnäckig, da es tief in unserem Bewusstsein verankert ist. So viele Menschen schämen sich beispielsweise dafür, in ihrem Freundeskreis über „spirituelle Dinge“ zu sprechen, weil sie befürchten, damit auf Unverständnis zu stoßen.
Zu lernen, dieses Glaubensmuster in uns selbst zu erkennen, und immer wieder zu wagen, darüber hinauszugehen und bewusst zur spirituellen Ebene unseres Seins zu stehen, kann eine der größten Unterstützungen sein – sowohl für uns selbst, als auch für die Welt im Ganzen.
Vor kurzem habe ich hier auf der Webseite berichtet, dass wir unsere Ernährungumgestellt haben. Da war diese Umstellung für uns noch ganz neu. Mittlerweile ist immerhin fast ein Monat vergangen und es wird Zeit für einen kleinen Zwischenbericht:
Der Grüne Smoothie
Durch das Weglassen von Brot und Milchprodukten wurde mir bewusst, dass mit etwas ganz dringend fehlt und schon lange gefehlt hat: Vitamine und Mineralstoffe. Ich bemerkte, dass mein Körper nach etwas hungert, das er bisher nirgendwo finden konnte. Darum haben wir den Grünen Smoothie in unseren Speiseplan mit aufgenommen. Eine Teilnehmerin auf unserer Kauai-Reise hat sich morgens manchmal einen grünen Smoothie zubereitet, und damals sah das alles noch sehr suspekt für mich aus, doch mittlerweile kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, morgens ohne meinen Grünen Smoothie zu sein.
Der Grüne Smoothie besteht aus grünen Blättern, z.B. Salat, Wildkräutern, Karottengrün, Fenchelgrün - und aus Obst, z.B. Birnen, Heidelbeeren, Erdbeeren, Weintrauben. Wir geben jeden Morgen nach dem Aufstehen unsere Zutaten mit etwas Wasser in unseren Mixer - ein paar Sekunden mixen und fertig ist der Smoothie. Je nachdem, wie viel Obst man hineingibt, schmeckt der grüne Smoothie wie ein süßer Obstsaft, wenn man mehr grüne Blätter nimmt, schmeckt er würzig und frisch. (Nimmt man ein paar Blätter vom Sellerie wird der Smoothie sogar richtig scharf und würzig!)
Mehr Energie
Ich habe viel mehr Energie als jemals zuvor in meinem Leben. Es fühlt sich so an, als hätte ich bisher das falsche „Benzin“ getankt, und jetzt tanke ich auf einmal das richtige. Auf der anderen Seite bemerke ich aber auch, dass mein Körper durch einen gewaltigen Reinigungsprozess geht. So viel alte Energie darf jetzt gehen. Das braucht viel Geduld und viele liebevolle Atemzüge.
Außerdem habe ich einen großen Appetit auf frische und lebendige Nahrungsmittel entwickelt. Vor zwei Tagen waren wir im Bioladen einkaufen, und da stand ein großer Topf frische Melisse. Beinahe hätte ich einfach hineingebissen! Das ist mir so noch nie passiert. Einen Einkaufswagen mit sprudelnder Lebensenergie zu füllen macht großen Spaß. Alles ist lebendig, alles schwingt und fließt.
Die Pflanzen-Devas
Diese neue Ernährung, die sehr viel frisches Gemüse und Obst enthält, hat mich auch viel mehr mit den Pflanzen-Devas in Berührung gebracht. Ich nehme die liebevollen Energien der Pflanzen-Devas jetzt viel mehr wahr und bin mit ihnen im Gespräch. Die Devas sind für mich die Seelen der Pflanzen. Anders als bei uns Menschen sind Pflanzen nicht in ihrem physischen Körper direkt inkarniert, sondern sie sind große, grenzenlose Energiewesen, die sich durch die Pflanzen ausdrücken.
Vor kurzem haben wir einen schönen Film mit Wolf-Dieter Storl gesehen, der sehr schlüssig erläuterte: Menschen und Tiere sind be-seelt - Pflanzen sind um-seelt, ihre Seelen schwingen um sie herum. Wenn wir Pflanzen essen, dann verspeisen wir nicht die Seele der Pflanze, sondern eher ihren kreativen Ausdruck, das, was sie der Erde schenken. Natürlich ist es sehr schön, wenn wir mit den Devas sprechen und sie um Erlaubnis bitten, bevor wir ihre Früchte ernten. Je mehr wir mit den Devas zusammenarbeiten, umso schöner und voller wird unser Garten werden, davon bin ich überzeugt. Das haben wir auf jeden Fall mit unserem Garten vor, den wir nächstes Jahr gestalten möchten.
Ist eine Ernährungsumstellung liebevoll?
Eine Klientin hat mich gefragt, ob es nicht gewaltvoll sei, meinen Anteilen, die so sehr an die alte Art von Essen gewöhnt waren, auf einmal wegzunehmen, was sie jahrelang genährt hat. Bestimmt kann so ein Schritt gewaltvoll sein, wenn er nicht aus der Liebe entspringt. Wenn jemand aus Selbsthass entscheidet, die Ernährung zu ändern - weil er endlich alles „richtig“ machen möchte, weil er sich etwas beweisen will, oder gar weil er den eigenen Körper ablehnt, fügt er sich durch die Gewalt, die hinter der Ernährungsumstellung steckt, Schaden zu.
Auf meinem Weg habe ich viele Jahre damit verbracht, jegliche Ernährungszwänge aufzugeben und mir und meinen Körper völlige Freiheit zu schenken. Durch diese Heilungszeit und viele liebevolle Atemzüge ist ein vertrauensvolles Band zwischen meinem Körper und mir gewachsen. Ich mag meinen Körper. Ich kenne meinen Körper. Ich liebe meinen Körper mit all seinen Schönheiten und den weniger angenehmen Seiten, die auch zu ihm gehören.
Ich würde also nie pauschal sagen: „Jeder sollte seine Ernährung umstellen“, oder „niemand sollte seine Ernährung umstellen.“ Ich würde sagen, wenn man so einen Schritt unternimmt, sollte er aus dem Herzen kommen, aus einem tiefen, ruhigen, stimmigen Gefühl. Nicht immer ist es wirklich gerade „dran“ so einen Schritt zu tun. Oftmals glauben wir, dass wir uns um alles Mögliche kümmern sollten (was andere gerade tun), doch die Seele schreibt jedem Menschen immer genau das richtige auf den Stundenplan.
Ich empfinde es als liebevoll, meinen Anteilen etwas wegzunehmen, was zerstörerisch für sie ist. Ein kindlicher Anteil, der das Gefühl hat, dass dieser zuckrige Kuchen die Liebe seiner Mama ist, wird diesen Kuchen niemals freiwillig aufgeben. Als Schöpfer meines Lebens trage Verantwortung für mich und für meine Anteile. Für eine gewisse Zeit ist es wunderbar, dass Anteile sich an äußeren Dingen festhalten konnten, wenn sonst gerade nichts da war. Doch nun möchte ich ihnen zeigen, dass es eine wirkliche, liebevolle Mama im Inneren gibt, nach der sich die Anteile ausrichten dürfen.
Eine Ernährungsumstellung ist keine Diät, wo man für eine gewisse Zeit auf bestimmte Dinge verzichtet und dann zu ihnen zurückkehrt (meistens, weil man einfach nur Gewicht abnehmen möchte). Eine Ernährungsumstellung kommt aus der Tiefe, ist von Dauer und bedeutet, dass wir uns anders ernähren. Wir lassen bestimmte Nahrungsmittel weg und tauschen sie gegen andere aus. Die Anteile, die dabei an die Oberfläche kommen, seien es Emotionen oder alte Energien aus dem Körper, brauchen während der Umstellung sehr viel liebevolle Atemzüge um ihren neuen Platz zu finden und heilen zu können. Niemand wird vergessen - alle Anteile kommen mit.
Seit einigen Wochen machen die Kursschwankungen an der Börse wieder Schlagzeilen in den Nachrichten. Wir haben uns in den letzten Jahren so sehr von all dem Wahnsinn, der ständig in den Medien verbreitet wird, distanziert, daher erfahre ich meistens nur am Rande, was in der Welt gerade so los ist.
Allerdings ist in dieser Zeit, wo ich seltener im Internet die Nachrichtenseiten anschaue mein tiefes inneres Gefühl für die Zeitqualität wieder gewachsen. Anstatt mir von anderen Menschen sagen zu lassen, was in der Welt geschieht, kann ich auch selbst wahrnehmen, welche Energien sich momentan bewegen.
Ich muss immer lachen, wenn ich zufällig mal am Flughafen vor einem Monitor sitze, wo deutsches Nachrichtenfernsehen läuft. Diese monotonen Stimmen und diese trockenen Fakten, die einem um die Ohren geschmissen werden, das ist einfach unglaublich. Mir kommt es immer so vor, als würde eine leblose Puppe vor mir sitzen und mir mit Computerstimme irgendetwas erzählen. Ich glaube, dass sich viele Menschen von diesen „Nachrichten“ regelrecht hypnotisieren lassen - denn "was dort gesagt wird, stimmt", so glauben zumindest viele. Doch diese Nachrichten sind sehr einseitig. Sie geben nur äußere Fakten wieder und nicht eine ganzheitliche Sichtweise.
Die Nachrichten sind ein wichtiges Sprachrohr für das Massenbewusstsein. Und dieses Bewusstsein ist zum großen Teil sehr alt. Innerhalb dieses Bewusstseins ist jeder Mensch ein Opfer der Umstände. Wir sind Opfer der Wirtschaft. Wir sind Opfer der Politik. Wir sind Opfer der Natur und des Wetters. Das alte Bewusstsein sagt uns, dass wir nur wie gelähmt dasitzen können und alles über uns ergehen lassen, was von außen kommt.
Doch sobald wir erwachen spüren wir, dass wir irgendwie verbunden sind mit dem, was im Außen geschieht. Wir erkennen, dass wir unsere Realität erschaffen - ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, erschaffen wir unsere Realität sozusagen im Halbschlaf. Wir folgen den Spuren unserer Eltern, unserer Familie und breiten sämtliche Themen in unserem Leben aus, die wir in dieses Leben mitgebracht haben - unser Karma sozusagen. Auch in diesem halbschlafartigen Zustand sind wir Schöpfer - nur erkennen wir das nicht und nutzen es nicht.
Erwachen bedeutet, dass wir aus diesem Halbschlaf erwachen und sagen: Hoppla, ich kann ja mitgestalten. Möchte ich diese Krankheit wirklich weiter austragen? Möchte ich weiterhin diese Armut erschaffen? Möchte ich weiterhin diese Begrenzungen und dieses Leid kreieren? Wir übernehmen Verantwortung für uns und unser Leben und beginnen allmählich zu lernen, wie wir in dieser Welt navigieren können.
Und um auf die „alten“ Nachrichten zurückzukommen - die haben natürlich für einen erwachenden Schöpfer immer weniger Bestand. Wir brauchen jeden Tag unsereeigenen, inneren Nachrichten. Wir erkennen selbst, wo wir stehen, was jetzt wichtig ist und was wir loslassen dürfen. Wir entdecken diesen faszinierenden Kompass in unserem Inneren, der uns hilft, unseren Weg zu finden. Niemand muss uns mehr sagen, ob wir Angst haben müssen oder ob es uns gut geht - wir können es selbst wahrnehmen…
seit einer Woche sind Matthias und ich jetzt hier oben am Vogelsberg in einer Ferienwohnung und verbringen jede freie Minute damit, bei unserem neuen Haus zu sein. Heute Nachmittag (Sonntag) haben wir uns freigenommen und einen langen Spaziergang gemacht. Jetzt sitzt Matthias gerade auf dem Balkon unserer Ferienwohnung und liest ein Buch, während die Sonne zum Fenster hereinscheint. (Ja, tatsächlich - wir haben mittlerweile drei sonnige Tage erleben dürfen!)
Es ist erstaunlich, wie viel sich durch unser neues Haus in uns bewegt. Es ist als ob wir in eine völlig neue Welt eintauchen. Bei Matthias werden die Heimwerker- und Gärtner-Talente wach. Ich bin noch dabei, meinen Platz in diesem neuen Reich zu finden. Momentan bemerke ich, dass durch diesen Wechsel völlig neue Seiten von mir zum Vorschein kommen und ich mich selbst noch einmal ganz neu kennenlerne.
Ich habe mittlerweile schon viele sagen hören: „Oh, da werdet ihr aber viel Arbeit haben! Viel Arbeit mit dem Garten! Viel Arbeit mit dem Haus! Viel Arbeit rundherum!“ Es gibt sicherlich einige Anteile in mir, die mit in dieses Denkmuster hineinspringen, die sich in die Arbeit stürzen wollen, mit dem Ziel irgendwann einmal „fertig“ zu sein: „Wenn das Haus erst einmal fertig ist, dann… Wenn der Garten erst einmal fertig ist, dann…“ Doch ich merke schon nach ein paar Minuten, wie schmerzhaft dieses Denkmuster ist. Denn es erlaubt mir nicht mehr zu atmen, mich zu freuen und das zu genießen, was jetzt gerade geschieht.
Wann immer es geht, nehme ich mir Zeit, einfach im Garten oder irgendwo im Haus zu sitzen und zu atmen. Ich nehme die Energien wahr, die gerade dabei sind das Haus zu verlassen und die neuen Energien, die hereinströmen. Ich spüre, wie ein neuer Rhythmus und eine neue Klarheit im Haus Einzug halten. Und auf einer ganz tiefen Ebene beginne ich mich wohl zu fühlen. Obwohl das ganze Haus noch eine Baustelle ist und es so viel zu tun gibt… Doch das hat nichts mit meinem Wohlbefinden zu tun. Ich kann überall und in jedem Augenblick weich atmen und schöpferische Energie fließen lassen.
Natürlich gibt es neben dem Atmen noch einiges, was wir gerade tun. Zum Beispiel haben wir begonnen, die ersten Zimmer zu streichen. Wir haben uns bei der Wahl der Wandfarbe für eine Naturfarbe entschieden. Diese weiße Naturfarbe riecht wirklich gut und frisch, doch sie lässt sich nur relativ schwer auf die Wand auftragen. Wir mussten die Farbe beinahe mit der Rolle auf die Wand drücken, und so habe ich jetzt seit langer Zeit mal wieder wirklich Muskelkater in meinen Armen.
Außerdem haben wir einen ganzen Haufen Holz aus dem Vorgarten weggeräumt, weil dort das Baugerüst gestellt werden sollte. Wir haben festgestellt, dass die körperliche Arbeit Freude macht und sehr meditativ sein kann, wenn man es ruhig angeht und in einen Rhythmus kommt. Nachdem wir den Haufen Holz von einem Ort zum anderen bewegt hatten, waren wir richtig stolz auf uns selbst. Es war ein anderes Gefühl, als eine Webseite fertig erstellt zu haben - irgendwie realer und für alle Sinne erlebbar. (Leider dann auch der Muskelkater am nächsten Tag… ;-))
Jetzt werden wir noch unseren Sonntag genießen und uns auf die kommende Woche einstimmen. Euch allen ein schönes Wochenende und einen guten Start in die kommende Woche -
Liebe Grüße, Lea
P.S. von Matthias:
Hier zwei Bilder von unserem neuen Seminarraum - im Werden... ;-) Die Zwischenwände, alle aus altem Fachwerk, wurden in den letzten Wochen entfernt, und in Kürze wird der neue Dachstuhl aufgesetzt. Die freistehenden Balken, die man sieht, werden dann auch noch entfernt, und danach beginnen wir mit dem Innenausbau.
Fandest du es in der Schule manchmal schade, dass du nicht wirklich etwas lernen konntest, das deiner inneren Entwicklung dient? Hast du dich gelangweilt, weil vor allem die naturwissenschaftlichen Fächer so unendlich weit weg waren vom Leben? Hättest du dir Lehrer gewünscht, die dich in die Geheimnisse des Lebens einführen und dir beibringen, wie du dich selbst und dein Leben verändern kannst?
Falls du diese Fragen mit Ja beantworten kannst hast du Glück, denn inzwischen gibt es einige Wissenschaftler, die neue Wege beschreiten und ihre Fachgebiete mit dem Neuen Bewusstsein verbunden haben. Im Folgenden möchte ich dir einige Filme vorstellen, die Matthias und ich in den letzten Monaten gesehen haben. Es hat so viel Freude gemacht, zu lernen und zu entdecken, dass diese Wissenschaftler all das bestätigen, was wir intuitiv bereits lange wissen.
"Wie wir werden, was wir sind"
Eltern sind wichtiger als Gene - wie unser Bewusstsein das Wesen unserer Kinder bestimmt
Vortrag von Bruce Lipton
Dieser Vortrag hat bei Matthias und mir so viele Aha-Momente ausgelöst, dass wir ihn öfter unterbrechen mussten, um uns darüber zu unterhalten. Seit ich mit Menschen arbeite, erkenne ich, welchen großen Einfluss unser Bewusstseinszustand auf unser Leben hat. Ich beobachte, dass Menschen, die in einem negativen und schmerzvollen Umfeld aufwachsen mussten, ganz automatisch immer wieder in negative und schmerzvolle Verhältnisse kommen.
Ich erlebe, dass es nur zwei Möglichkeiten im Leben gibt: Entweder wir sind im Fluss, schöpferisch und lassen Heilung geschehen - oder wir verschließen uns, haben Angst und stemmen uns gegen jede Veränderung. Ich weiß, dass alle Krankheiten daher kommen, dass wir uns irgendwann gegen das Leben gestellt haben, und dass wir jederzeit die Möglichkeit haben, in den Fluss des Lebens und der Heilung zurückzukehren. (Dafür ist das Weiche Atmen gedacht…)
In diesem Film erklärt der Zellbiologe und Pionier der Forschung über pränatale Entwicklung, Bruce Lipton, sehr detailliert und leidenschaftlich, warum das alles so ist, wie es ist. Schritt für Schritt erklärt er, was es in unserem Körper bewirkt, auf der tiefen Zell- und Molekularebene, wenn wir in Angst leben. Schritt für Schritt erläutert er, welche Möglichkeiten wir haben, in einen balancierten und expansiven Zustand zurückzukehren.
u.a. mit Dr. Eric Pearl, Dr. Bruce Lipton, Lynne McTaggert
Dieser Film hat nichts mit der "Matrix"-Heilmethode zu tun, die momentan so populär ist, sondern handelt ganz allgemein von Heilung. Der Film beginnt mit einem kleinen Jungen, der durch eine Heilbehandlung von Dr. Eric Pearl von Kinderlähmung geheilt wurde. Nach und nach sprechen viele Forscher, alternative Ärzte und Bewusstseinsforscher über ihre Erfahrungen mit Heilung.
Am spannendsten fand ich die Geschichte einer Heilpraktikerin, bei der vor Jahren ein Hirntumor festgestellt wurde. Sie erzählt von ihrer Entscheidung, den Tumor nicht entfernen zu lassen, sondern ihn auf ihre Weise zu heilen. Der Tumor hat sie jahrelang auf einen vollkommen neuen Weg geführt und sie dabei begleitet, ihr Leben und ihre innere Einstellung dem Leben gegenüber zu verwandeln.
Mit der Zeit wurde der Tumor kleiner und sie sagte eines Tages: „Lieber Tumor, ich habe so viel von dir gelernt. Von mir aus kannst du für immer dableiben. Solange ich lebe, darfst du bei mir sein und mir als Lehrer dienen.“ Natürlich war der Tumor dann einige Zeit später vollkommen verschwunden.
Ein sehr inspirierender Film, der uns bewusst macht, dass Heilung durch unser Bewusstsein möglich oder unmöglich gemacht wird.
Hast du dich schon einmal gefragt, warum es so leicht ist zu denken: „Ich höre auf, diese selbstzerstörerischen Gedanken zu denken“ und so schwer, diesen Vorsatz wirklich dauerhaft durchzuführen? Der Neurologe Joe Dispenza (bekannt aus dem Film What the Bleep do we (k)now!?) erklärt ganz genau, wie unsere Gedanken bestimmte Stoffe in unserem Körper freisetzen, an die wir uns gewöhnen und die uns in gewohnten Mustern festhalten möchten, und wie wir über unseren Status Quo hinauswachsen können.
In diesem zweistündigen Vortrag führt Joe Dispenza uns in die Welt unseres Gehirns und erklärt, wie unser Leben unser Denken - und unser Denken unser Leben - beeinflusst. Er berichtet von inspirierenden Begegnungen mit Menschen, die sich von "unheilbaren" Krankheiten geheilt haben und zählt auf, was sie alle gemeinsam haben. Man spürt während dem Vortrag so richtig schön, dass Joe alle diese Dinge in seinem eigenen Leben ausprobiert und anwendet, das macht seine Ausführungen so authentisch und lebendig.
Ich fand es sehr inspirierend, dass sein Vortrag vor allem darauf ausgerichtet ist, Menschen Mut zu machen. Immer wieder kommt er darauf zurück, dass wir selbst - und die Entscheidungen die wir Tag für Tag treffen - unser Leben erschaffen.
Oftmals fragen mich Klienten, was ich damit meine, wenn ich sage: „Sei liebevoll mit diesem verletzten Anteil von dir selbst.“ Es ist leider so, dass die wenigsten Menschen jemals liebevolle Fürsorge oder liebevolle Präsenz erfahren konnten, so dass es in unserem Inneren überhaupt keine Resonanz dazu gibt.
Zwar wissen wir, was vernünftig ist, was praktisch ist oder schnell geht - doch was liebevoll ist - da sind wir uns gar nicht so sicher. Wenn wir beginnen möchten, unsere verletzten Anteile zu integrieren, dann werden wir mit Anteilen konfrontiert, die diese liebevolle Präsenz brauchen, um heilen zu können. Auf einmal müssen wir lernen, was es bedeutet, liebevoll mit diesem Anteil umzugehen.
Wenn wir als Kind erfahren haben, dass niemand kommt, wenn wir schreien, dann neigen wir als Erwachsene dazu, auch für uns selbst nicht da zu sein, wenn etwas in uns schreit. Dieses Mitgefühl in uns selbst, diese Feinfühligkeit unseren eigenen Bedürfnissen gegenüber, konnte sich nämlich gar nicht entwickeln.
Wenn wir gelernt haben, dass unsere Bedürftigkeit den Erwachsenen lästig ist, weil unsere Eltern überfordert und genervt waren, dann reagieren wir als Erwachsene oftmals genauso auf unsere inneren bedürftigen Anteile. Wir rollen mit den Augen und hoffen, dass diese Gefühle schnell wieder verschwinden.
Wir ignorieren unsere Bedürfnisse und versuchen unsere verletzten Anteile zu verdrängen. Sicher nicht, weil wir uns bewusst dafür entscheiden. Es ist ein unbewusster Reflex, den wir von klein auf trainiert haben. Das Ignorieren und Verdrängen von unseren verletzten Anteilen hat noch nie zu Heilung geführt - weder in unserer Kindheit noch heute. Wir müssen einen liebevollen Umgang mit uns selbst lernen.
Wusstest du, dass die primärste Form von Nähe für ein Baby der Herzschlag und der Atemrhythmus seiner Mutter sind? Dazu gehören natürlich auch die körperliche Nähe, die Bewegung, die Wärme und der vertraute Geruch.
Wenn du einen verletzten Anteil in deinem Inneren wahrnimmst und beginnst, weich zu atmen, ist dies eine sehr primäre Form von Liebe. Der weiche Atem sagt: Es ist okay, dass du da bist. Der weiche Atem sagt: Ich bin bei dir. Ich lasse dich nicht alleine. Der weiche Atem zeigt: Wir lassen den Schmerz gemeinsam fließen.
So kann der weiche Atem uns dabei helfen, einen liebevollen Umgang mit uns selbst zu erlernen und auf ganz neue Weise für uns selbst zu sorgen.
Ich finde es schön, wenn wir als Erwachende Menschen alte Rituale neu entdecken und für uns nutzen können. Für mich gehört das Gebet zu diesen Dingen, die wir heute auf ganz neue Weise anwenden können.
Vielleicht hast du das Beten in deiner Kindheit kennengelernt, als du Gebete auswendig heruntersagen musstest. Vielleicht fühlte sich das Gebet wie etwas Staubiges und Unpersönliches an, das nichts mit dir zu tun hat.
Doch wenn wir uns daran erinnern, dass ein Gebet eigentlich nur ein persönliches Gespräch mit unserer Seele ist, bekommt das Gebet eine neue Bedeutung. Ein Gespräch mit deiner Seele bedeutet, dass du mit ihr teilst, was dich gerade bewegt. Du kannst ihr sagen, was dir gerade schwer fällt, und wo du Hilfe benötigst. (Es ist nicht so, dass deine Seele das nicht schön längst wüsste, doch wenn du dich bewusst dafür öffnest, dein Leben mit deiner Seele zu teilen, bist du offen dafür, ihre Hilfe wirklich zu spüren.)
Ein Gebet kann laut ausgesprochen werden, in dein Tagebuch geschrieben werden oder still in deinem Inneren klingen. Es gibt keine äußere Form, an die du dich halten musst. Überlege dir doch einfach: Was möchtest du deiner Seele mitteilen? Was bewegt dich? Wofür bist du dankbar? Was macht dir Angst? Wo bittest du um mehr Unterstützung?
Liebe Seele, hilf mir dabei heute auf mich selbst zu achten. Hilf mir meine eigenen Bedürfnisse liebevoller wahrzunehmen. Unterstütze mich dabei, präsenter zu werden. Ich danke dir dafür, dass du bei mir bist. Ich danke dir für all die neuen Möglichkeiten, die du in unser Leben bringst. Danke!
Du kannst dir bestimmte Zeiten wählen, in denen du gerne mit deiner Seele sprechen möchtest. Beobachte, wie sich dadurch etwas in deinem Inneren für die Nähe und Liebe deiner Seele öffnet.
Neulich habe ich einen Film gesehen, der von der Entwicklung einer alkoholabhängigen Frau handelt, die für 28 Tage in einen Entzug gehen muss. (28 Tage mit Sandra Bullock) Der Film ist schon etwas älter, doch ich finde, dass er dieses Thema sehr schön beschreibt.
Es wird gezeigt, wie verschlossen die Hauptdarstellerin am Anfang ist, wie sehr sie sich hinter einer Mauer aus Angst und Zynismus versteckt. Während sie durch den Entzug geht und keinen Alkohol und keine Tabletten mehr bekommt, um ihren Schmerz zu verdrängen, kommen Erinnerungen aus ihrer Kindheit und die damit verbundenen Gefühle zurück.
Im Film bekommt sie von ihrem Therapeuten ein Schild umgehängt auf dem steht: „Konfrontiere mich, wenn ich nicht um Hilfe bitte.“ Und auf einmal dachte ich, wie schön es wäre, wenn ich mir auch so ein Schild umhängen könnte. Wie oft kommt es vor, dass ich versuche, etwas alleine zu machen? Wie oft kommt es vor, dass ich vergesse, meine Seele - oder andere Menschen - um Hilfe zu bitten?
Durch das Öffnen für Hilfe, werden wir weicher. Durch das Annehmen von Unterstützung kommt unser Leben wieder in Fluss. Wenn uns das zur Gewohnheit wird, werden wir in die Lage versetzt, auch anderen Menschen helfen zu können. So entsteht ein wunderschöner Kreislauf aus Liebe, den unsere Seele hier auf dieser Erde fließen lassen möchte.
Um Hilfe bitten. Hilfe annehmen. Hilfe geben.
In der letzten Szene des Films ist die Hauptdarstellerin wieder in ihrem Alltag zurück und erlebt, dass ihre Entschlossenheit, sich vom Alkohol fernzuhalten, bei ihren alten Freuden auf wenig Mitgefühl stößt. Sie kommt in eine schwierige Situation und sagt auf einmal ganz laut: „Hilfe! Ich brauche Hilfe!“ Und auf einmal ist Hilfe da. (Ein Polizeipferd steht mitten in New York an der Straßenecke. Durch dieses Pferd erinnert sie sich wieder daran, welchen Weg sie gehen möchte.)
Eine wundervolle Aussage von Martin Luther King, heute noch genauso aktuell wie damals vor mehr als 50 Jahren - und in Bezug auf den Heilungsweg einer Gesellschaft genauso zutreffend wie auf den persönlichen, inneren Heilungsweg:
„Diejenigen von uns, die wir im 20. Jahrhundert leben, haben das Privileg, in einem der bedeutsamsten Abschnitte der Menschheitsgeschichte zu leben. Es ist eine aufregende Zeit voller Hoffnung. Es ist ein Zeitalter, in welchem gerade eine neue soziale Ordnung geboren wird. Wir stehen heute zwischen zwei Welten – der sterbenden alten und der heraufziehenden neuen Welt. (…)
Ich bin mir bewusst, dass einige vielleicht den Einwand erheben mögen, dass wir gerade in einer der grausigsten Perioden der menschlichen Geschichte leben. (…) Sie mögen das Argument vorbringen, dass wir uns in Wirklichkeit gerade in unserer Entwicklung zurückbewegen, anstatt voranzuschreiten. Aber das ist nicht der Fall, was wir gerade erleben sind keine Zeichen von Rückschritt und tragischer Sinnlosigkeit. Die gegenwärtigen Spannungen repräsentieren vielmehr die notwendigen Schmerzen, die die Geburt von etwas Neuem begleiten. (…)
Es ist sowohl eine historische als auch eine biologische Wahrheit, dass es keine Geburt und kein Wachstum geben kann, ohne Geburts- und Wachstumsschmerzen. Wann immer wir die Entstehung von etwas Neuem erleben, konfrontieren wir das Widerstrebende des Alten. Die Spannungen also, deren Zeuge wir in unserer heutigen Welt sind, sind ein Zeichen für die Tatsache, dass gerade eine neue Weltordnung geboren wird, und dass eine alte Ordnung gerade vergeht.“
Martin Luther King: „Facing the Challenge of a New Age” (1957)
Wer gerne mehr von Martin Luther King Jr. lesen möchte (auf Deutsch), kann sich einmal dieses Buch anschauen, es enthält die wichtigesten Reden, Essays und Predigten von Martin Luther King Jr. Ich habe einen Traum
Diese Neue Energie, die wir gerade beginnen zu erleben, diese Neue Energie möchte etwas in uns, das verbogen ist und ungerade wurde, wieder aufrichtenund gerade machen.
Wir Menschen sind zum größten Teil in der alten Energie groß geworden. Und diese alte Energie bestand zum größten Teil daraus, dass wir in Angst gelebt haben, dass wir uns nicht verbunden gefühlt haben mit der Seele, mit der Liebe, mit der Geborgenheit, mit Gott. Wir mussten ohne dieses Urvertrauen groß werden.
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