| 3 - Die Heilung der Trennung in dir |
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| Die Sophia-Serie - Jahrgang 4 | |
| Sonntag, 02. Mai 2010 | |
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Download der mp3-Datei hierWir kommen zusammen, um ein Thema anzusprechen, das alle Menschen hier auf dieser Erde berührt. Es ist ein Thema, das nicht besonders leicht und nicht besonders angenehm ist. Und deshalb möchten wir dich einladen, bevor wir gemeinsam beginnen, deinen Atem weich werden zu lassen und tiefer in deinen Bauch hinein zu sinken. Wir laden dich ein, ganz im Hier und Jetzt anzukommen. Du wirst all dein Mitgefühl brauchen, all deine Behutsamkeit, all deine Geduld, um mit diesem Thema zu sein, das wir heute hereinbringen wollen in diesen Raum, den wir gemeinsam teilen. Dieser Raum des Erwachens wird immer lebendiger. Denn jeden Tag, jede Woche, jeden Monat kommen neue erwachende Menschen hinzu, die sich diesem Bewusstsein des Erwachens anschließen. Jeden Tag gibt es Menschen, die innehalten und anfangen etwas zu spüren, was immer schon da war und was auf einmal in den Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit rückt. Und diese Veränderung geschieht so unmerklich, beinahe nebenbei, dass viele Menschen noch gar nicht bemerken, dass sie tatsächlich erwacht sind. Erst mit der Zeit, wenn sie beginnen, sich zu verändern, liebevoller mit sich selbst zu sein und einen neuen Weg einschlagen, erst dann fangen sie an sich zu überlegen, was eigentlich mit ihnen geschehen ist. Sie fangen an, Fragen zu stellen und sich auf die Suche zu machen, auf die Suche nach sich selbst. Es ist eine intensive Zeit hier auf dieser Erde, die sich in ihrem Erwachen befindet, denn dieses Erwachen ist noch immer relativ neu, relativ unschuldig, relativ zart. Es findet noch immer im Hintergrund des Geschehens statt. Auch wenn die Erde euch immer wieder zeigt durch die Veränderungen, die sie durchläuft, dass eine Veränderung geschieht, dass eine neue Zeit beginnt, so ist es doch momentan noch relativ einfach, so zu tun, als wäre alles beim Alten. Zumindest dein Verstand kann dir einreden, dass alles beim Alten ist. Sobald du anfängst zu fühlen, wirst du beobachten, dass sich die Erde anders anfühlt als vor einigen Jahren, dass sich das Bewusstsein der Menschen anders anfühlt, und dass dein eigenes Bewusstsein sich vollkommen anders anfühlt. Es ist nicht mehr so wie es einmal war. Du bist mitten in deinem Erwachen. Genauso wie die Erde langsam zu erwachen beginnt und das Bewusstsein der Menschen langsam anfängt, seinen Weg zu finden. Und in diesem Erwachen, in dieser Veränderung ist es wichtig, dass dir bewusst wird, dass du nicht so mit deiner Seele, mit deinem Ursprung verbunden bist, wie du es einmal warst. Wenn wir von der Einheit sprechen, von der Verbundenheit, dann meinen wir diesen Zustand, in dem du ganz und gar mit deiner Seele verbunden bist, und ihre Liebe dich erreichen kann und ihr beide eins seid. Alle Menschen kommen aus diesem Zustand, aus dieser Einheit. Alle Seelen kommen aus dieser Einheit. Und wie ihr alle wisst, ist diese Einheit heute nicht so präsent wie sie einmal war. Wenn du dich in diesem Augenblick wahrnimmst, wirst du vielleicht spüren, dass du nicht ganz eins bist mit deiner Seele. Vielleicht sogar nicht ganz eins mit dir selbst oder mit deinem Körper oder mit deinem Alltag oder deinen Beziehungen. Vielleicht gibt es viele Bereiche in deinem Leben, wo du nicht eins bist. Und diese Entdeckung ist nicht neu. Viele sprechen über die Dualität, in der ihr lebt. Viele sprechen über die Trennung zwischen dem Mensch und der Seele, zwischen maskuliner und femininer Energie, zwischen oben und unten, leicht und schwer, schwarz und weiß. Die Tatsache, dass du in einer Welt der Dualität lebst, ist nicht besonders neu. Die Erkenntnis ist nicht neu. Aber heute wollen wir dich einladen, nicht nur zu entdecken, dass du nicht so innig mit deiner Seele verbunden bist wie du einmal warst. Sondern wir wollen dich einladen zu spüren, warum das so ist. Denn es ist so leicht, Tatsachen als gegeben hinzunehmen und zu spüren, dass es so ist. Aber ein wichtiger Bestandteil jeder Heilung ist es anzufangen zu spüren, warum diese Verletzung, dieses Trennung geschehen ist. Woraus ist diese Trennung entstanden? Was war die Ursache dafür, dass du diese liebevolle Nähe mit deiner Seele beendet hast, dass du begonnen hast, dich von deiner Seele wegzubewegen, hinaus in eine neue Erfahrung, in ein Alleinsein mit dir selbst? Und wir laden dich ein zu spüren und wahrzunehmen, warum du begonnen hast, dich von deiner Seele abzuwenden, warum du begonnen hast, dich von dir selbst, deinem Körper, deinen Schöpfungen abzuwenden. Dieses Abwenden ist die eigentliche Dualität. Dich abwenden von dem, was ist. Dich abwenden von dem, was du fühlst und dich abwenden, von dem, was für dich da ist. Und schon beginnt Dualität und Trennung. Wenn du Lust hast, erlaube dir zu fühlen: Warum hast du begonnen, dich abzuwenden? Warum hast du dich aus diesem Paradies, aus dem blühenden Garten ausgeschlossen? Warum enthältst du dir so viel Liebe und so viel Wertschätzung vor? Es ist nicht die Seele, die dich vertrieben hat, die sich von dir abgewendet hat, auch wenn Menschen diese Geschichten erzählen. Du selbst bist es, der sich abgewendet hat. Und du kannst dich deiner Seele erst dann wieder vollkommen zuwenden, wenn du den Grund wahrnimmst, den Anstoß in deinem Inneren, der dich dazu gebracht hast, die Einheit mit deiner Seele zu verlassen. Und wir laden dich heute ein, an diese tiefste Wurzel deiner eigenen Abwendung hinzugelangen. Nicht, um dich selbst zu analysieren oder in den Verstand zu gehen, sondern um etwas zu fühlen, was lange, lange Zeit Teil deiner Existenz und Teil deines Lebens geworden ist, ohne dass du es bemerkt hast. Oh, du bemerkst jeden Tag die Auswirkungen davon, aber du bemerkst nicht, warum und wodurch diese tiefe Trennung in dir aufrechterhalten wird. Und wir laden dich ein, dein Gefühl wahrzunehmen. Es ist kein angenehmes Gefühl. Menschen haben sich erfolgreich gedrückt, dieses Gefühl wahrzunehmen, diese Qualität zu spüren. Denn es ist so viel leichter, sich davon abzuwenden. Es ist so viel leichter in die Dualität zu flüchten, als diesem Gefühl zu begegnen. Heute bist du eingeladen, stärker zu sein als jemals zuvor und dich nicht länger abzuwenden, nicht länger davonzulaufen, nicht länger so zu tun als hätte deine Seele dich im Stich gelassen. Du bist heute eingeladen, die Verantwortung für dich selbst und deine Erfahrung wieder zu übernehmen und zu spüren: Was hat mich in die Dualität geführt? Und die Antwort ist sehr einfach und sehr nahe liegend. Wir sprechen über den Hass auf dich selbst. Und du bist heute eingeladen, diesen Selbsthass, die Wurzel der Dualität, den Grund für deine Flucht aus der Einheit wahrzunehmen. Diesen Hass auf dich selbst nicht länger auszuleben, sondern ihn zum allerersten Mal wahrzunehmen und zu fühlen. Wir möchten uns heute gemeinsam dieses Phänomen Hass anschauen. Wir möchten gemeinsam darüber sprechen, was dieser Hass überhaupt ist und was er in dir bewirkt. Und natürlich laden wir dich ein, einen Weg zu finden, auch diesem Hass mit Liebe und Mitgefühl zu begegnen, so dass dieser Hass heilen kann und ein neues Einssein mit deiner Seele entstehen darf. Ein gereiftes, erwachsenes Einssein mit deiner Seele. Du bist eingeladen, deinen Atem fließen zu lassen. Dieses Thema ist kein leichtes Thema, kein angenehmes Thema. Und es gibt viele Anteile in dir, die diesem Thema gerne ausweichen möchten. Sie würden gerne einschlafen oder abschweifen oder aus dieser Energie entkommen, die sich hier in diesem Raum gerade entfaltet. Wir laden dich ein, stärker zu sein als jemals zuvor, nicht davonzulaufen, nicht abzuschweifen und nicht einzuschlafen. Wir laden dich ein, hier zu sein in deinem Körper, in deinem Leben mitten in deiner Schöpfung und diesen Hass wahrzunehmen, der überall zu finden ist. Dieser Hass ist eine tiefe Kraft in deinem Inneren, zu der du nicht mehr Ja sagen konntest. Es ist der Anteil von dir selbst, dem du keine Liebe und kein Mitgefühl schenken konntest. Das Stiefkind von dir selbst, die abgewandte Seite von dir. Dort in diesem Bereich ist Hass entstanden, ist Ablehnung entstanden, sind Angst und Schmerz gewachsen. Wenn du dich zurückerinnerst an diese Zeit der Einheit - das war die Zeit, wo alles von dir von der Liebe deiner Seele berührt wurde. Es gab kein Fleckchen, kein Stück von dir selbst, das nicht von dieser Liebe genährt und gehalten wurde. Alles war im Inneren dieser Liebe, alles war bedeckt und umhüllt von dieser Liebe, die dich hält. Und diese Liebe hat dich eingeladen zu wachsen. Du warst wie ein kleines Samenkorn in den Armen deiner Seele und deine Seele hat dich eingeladen zu wachsen, größer zu werden, deine wahre Form, deine wahre Essenz zu entwickeln. Und wir alle wissen, was geschieht, wenn Samenkörner sich öffnen: Es kommt eine neue Pflanze, ein junger Trieb zum Vorschein, der zeigt, was wirklich in ihm steckt, was dieses Samenkorn wirklich enthalten hat. Und während dieser ersten zarten Schritte, in denen du dir erlaubt hast, dich zu öffnen, zu wachsen, dich zu entfalten, hast du weiterhin die Liebe deiner Seele eingeatmet und dich gehalten und geliebt und unterstützt gefühlt, und alles in dir durfte teilhaben an dieser Liebe, durfte weiterhin eins sein mit der Seele. Und irgendwann, irgendwann hast du dich ein klein wenig mehr entfaltet. Wir sprechen hier über Entwicklungen, die sich auf der seelischen Ebene vollzogen haben. Aber natürlich haben einige von euch in dieser Zeit der seelischen Entwicklung immer wieder Besuche abgestattet hier auf dieser Erde. Es kann also sein, dass du manche dieser Entwicklungsschritte hier auf dieser Erde als Mensch erfahren hast und andere dieser Entwicklungsschritte vielleicht nur auf einer seelischen Ebene miterlebt hast. Und wir möchten dich einladen, dich zu erinnern an diesen allerersten Moment, wo du mehr von dir wahrgenommen hast, mehr von deiner Größe, von deiner Kraft und Stärke verspürt hast, wo du dich mehr erfahren hast als jemals zuvor. Ein Teil von dir hat sich gefreut. Ein Teil von dir war sehr glücklich darüber, wachsen und erblühen zu dürfen. Aber ein anderer Teil von dir ist erschrocken, ein Teil von dir hat Angst bekommen über deine eigene Größe. Ein Teil von dir hat geglaubt, dass deine Seele dich nicht mehr liebt, wenn du dich wirklich erblühen lässt und all deine Größe und Kraft zum Vorschein kommt. Ein Teil von dir dachte, es wäre sinnvoller klein zu bleiben, klein zu bleiben in den Armen deiner Seele und dir sicher zu sein, dass sie dich liebt, so klein wie du bist. Aber deine Entwicklung war nicht aufzuhalten. Und so sehr du auch immer wieder versucht hast, dich klein zu machen und zurückzukehren in die Liebe, in die Gunst deiner Seele - deine Entwicklung ist unaufhaltsam weiter verlaufen. Und dieser Bereich, in dem du dich gefürchtet hast vor dir selbst, in dem du Nein zu dir selbst gesagt hast, wurde immer größer. Als hättest du einen Schatten auf dich selbst geworfen, als hättest du dir nicht erlaubt, ganz in der Wärme deiner Seele zu verweilen. Als hättest du nicht wahrgenommen, dass deine Seele dich immer noch liebt, egal wie erwachsen, wie groß und stark du wirklich geworden bist. Und so hast du diesen Bereich erschaffen, den wir heute als Hass oder Angst oder Schmerz wahrnehmen. Einen Teil von dir, der nicht mehr geliebt wurde, der nicht mehr genährt wurde, nicht mehr gehalten wurde von deiner Seele. Einen Teil von dir, der sich von der Seele abgewendet hat. Erlaub dir, diese Gefühle wahrzunehmen, die genau jetzt aufkommen. Vielleicht spürst du diesen Bereich, der sich abgewendet hat von deiner Seele in deinem Körper. Vielleicht spürst du diese Bereiche, die nicht gewärmt sind von der Liebe deiner Seele, die nicht lebendig sind, im Gleichgewicht sind. Vielleicht spürst du diese Härte, diesen Hass auf dich selbst. Diese Abwesenheit von Liebe, da wo sie dringend gebraucht wird. Und sprechen wir weiter über diesen Bereich in dir selbst, in deinem Leben, der keine Liebe bekommen durfte, der aus dem Paradies vertrieben wurde in die Einsamkeit, in das Leid, in das Verlorensein, in den Hass auf dich selbst. Und dieser Bereich ist ebenfalls gewachsen - je mehr du dich entwickelt hast, je mehr Dinge du erschaffen und ausprobiert hast, umso mehr ist dieser Bereich, in dem keine Liebe erlaubt ist, gewachsen, hat sich ausgedehnt. Dieser Hass zieht sich durch alles hindurch, was du bist. Überall gibt es einen Schatten, einen Rand, etwas, das du ablehnst, etwas, vor dem du dich fürchtest, etwas, was nicht willkommen ist. Und so ist dieser Hass immer weiter und weiter gediehen und gewachsen und hat mit der Zeit einen tiefen Graben in dir selbst erschaffen. Einen Graben, in dem die Energie nicht mehr so weich und harmonisch fließen konnte wie zuvor. In diesem Bereich ist Armut entstanden, Einsamkeit, Krankheit und Schmerz. All diese Erfahrungen sind aus der Abwesenheit der Liebe deiner eigenen Seele entstanden. Und es ist nicht deine Seele, die sich von dir abgewendet hat oder die gesagt hat, du seist zu groß, zu kraftvoll, zu stark, zu sehr du selbst geworden. Deine Seele ist unendlich groß. Deine Seele ist der Ozean des Göttlichen. Und du bist ein Wassertropfen in diesem Ozean und so sehr du dich auch ausdehnst und entwickelst und entfaltest, du wirst nie zu groß sein für die Liebe, aus der du gekommen bist. Wir sprechen heute über diesen Hass, über diese Ursache für die Dualität, weil es Zeit geworden ist für dich, diesem Bereich in dir auf neue Weise zu begegnen. Du bist eingeladen, nicht mehr länger so zu tun als wäre dieser Hass auf dich selbst normal, als wäre dieses Schattenseite in dir selbst selbstverständlich. Du bist eingeladen zu fühlen, dass du dir diese Schattenseite selbst zugefügt hast. Du hast einen Teil von dir aus der Liebe deiner Seele vertrieben, ihn abgehalten, verurteilt und verdammt. Du hast diesen Bereich des Schmerzes erschaffen, der dich nun dein ganzes Leben hinweg begleitet hat. Und ich, Sophia, komme herein mit einer Einladung deiner Seele. Deine Seele lädt dich ein, in ihre Liebe zurückzukehren. In die Geborgenheit und die Wärme zurückzukehren, die für dich da ist. Zurückzukehren bedeutet nicht, in die Vergangenheit zurückzukehren und deine eigenen Erfahrungen und deine eigene Entwicklung rückgängig zu machen. Zurückkehren bedeutet, deiner Seele zu erlauben, auch diesen Teil von dir zu lieben, dem du so lange keine Liebe mehr gegönnt hast. Kannst du beginnen, in diesen tiefen leeren Graben aus Hass, Schmerz und Angst die Liebe deiner Seele wieder hinein fließen zu lassen und zu beobachten, was geschieht, wenn die Liebe, die dich seit Äonen erreichen wollte, auf einmal ankommen darf, dort, wo sie am meisten gebraucht wird. Einige Bereiche von dir haben immer ein klein wenig Liebe bekommen, ein klein wenig Geborgenheit spüren dürfen. Das sind die lichten, fröhlichen, hellen Bereiche in deinem Leben, und auch sie werden mit der Zeit mehr Liebe brauchen. Aber heute laden wir dich ein, dorthin zu schauen, wo diese Liebe am meisten gebraucht wird. Dieser Hass auf dich selbst, dieses Nein dir selbst gegenüber hat eine tiefe Wunde erschaffen, einen tiefen Graben in dir selbst hinterlassen, der sich durch alles hindurch zieht, was du bist. Es gibt diesen Bereich in deinem Körper, der nicht ins Gleichgewicht kommen darf, weil so viel Hass und so viel Ablehnung da ist. Es gibt diesen Bereich in deinem Alltag, der wie ein Stiefkind im Schatten liegt, wo keine Freude, keine Leichtigkeit und keine Liebe dich berühren darf, wo du dich selbst bestrafst und ablehnst. Und es gibt diesen Bereich auch dort, wo du Neues auf die Erde bringen möchtest und wo du einen Teil von dir ablehnst. Vielleicht lehnst du deine Weisheit ab, tief in deinem Inneren. Vielleicht lehnst du deine Fähigkeiten ab, tief in dir. Und vielleicht lehnst du die Fülle ab, die gern in dein Leben kommen möchte. Und so gibt es tiefe Gräben, tiefe Rinnen in der Landschaft deines Lebens, die ausgetrocknet sind, verdorrt, wo ewig Dunkelheit herrscht und Leid. Und Menschen haben gelernt, diese Bereiche zu vermeiden, nicht hinzuschauen, es nicht fühlen zu wollen. Denn wann immer dein Blick aus Versehen auf diese Stellen in dir trifft, die du so sehr ablehnst, spürst du deinen eigenen Schmerz. Du spürst die Sehnsucht von dir selbst, von diesem Anteil von dir, der wieder geliebt werden möchte, der wieder fühlen will, dass er auch ein Kind deiner Seele ist. Menschen haben gelernt, ihre eigene Dunkelheit nicht mehr zu fühlen. Sie gehen auf Schleichwegen um diese Bereiche herum. Sie machen große Umwege, um dieser Dunkelheit nicht begegnen zu müssen. Heute laden wir dich ein, diesen Bereich in dir, den du so lange gehasst hast, so lange abgelehnt, so lange bekämpft und im Stich gelassen hast – wir laden dich ein, diesem Bereich in dir zu begegnen. Denn was kann diese tiefen Gräben heilen? Was kann diese brachliegenden Bereiche in dir zu neuem Leben erwecken? Was kann diesen Schmerz beruhigen? Macht es Sinn, diesen Schmerz weiterhin zu ignorieren? Macht es Sinn, irgendwo im Außen einen Schuldigen zu suchen für diesen Schmerz? Niemand kann so einen tiefen Schmerz in dir erzeugen wie du selbst. Niemand kann dich von der Liebe deiner Seele abhalten so wie du es kannst. Es ist dein Schmerz, es ist dein Hass, deine Ablehnung. Und erst wenn du bereit bist, diesem Bereich in dir liebevoll zu begegnen, kannst du anfangen, ihn zu fühlen. Und sobald du anfängst, diesen Bereich zu fühlen, die Bedürftigkeit in dir zu fühlen, die Leere, den Hunger, die Einsamkeit zu fühlen, gibst du das Signal an deine Seele, an dieses tiefste innere Gleichgewicht in dir, dass dort Liebe gebraucht wird. Wenn du deine Dunkelheit wieder fühlst, gibst du deiner Seele damit ein Signal. Du sagst zu deiner Seele, dass dort ihre Liebe wieder gebraucht wird und dass diese Liebe wieder willkommen ist in dir. Wenn du diese tiefen Gräben nicht fühlst, kann dort keine Veränderung entstehen. Dieses Fühlen ist nicht angenehm, denn in diesem Moment kommt etwas zurück in deine Aufmerksamkeit, das du so lange Zeit vermieden und abgelehnt hast. Du hast es so erfolgreich verdrängt. Doch mit dem Erwachen, mit dem Erwachen will auch die Liebe deiner Seele zurückkehren zu dir und sie will alles berühren, was du bist. Doch dort, wo du dich selbst ablehnst, wo du dich selbst nicht fühlen, nicht wahrnehmen möchtest, dort kann auch die Liebe deiner Seele nicht hindurch dringen. Es ist wie eine verschlossene Tür, wie ein Staudamm, der die Liebe deiner Seele von einem Teil von dir abhält. Und heute bist du eingeladen zu überlegen, ob dieser Staudamm immer noch sinnvoll ist für dein Leben, ob du diese Bereiche, die so lange im Schatten waren, weiter ablehnen möchtest oder ob du beginnen willst, sie zu fühlen. Und ob du beginnen möchtest, ihnen zum ersten Mal liebevoll zu begegnen. Nicht mehr länger als Feind, nicht mehr länger derjenige zu sein, der sich selbst hasst - sondern zum allerersten Mal die Liebe deiner Seele auch dorthin strömen zu lassen, wo du so lange Zeit nicht mehr warst. Diese Heilung, die geschehen möchte, die ein wichtiger Teil des Erwachens ist, kann nur dort geschehen, wo du wieder fühlst und anwesend bist. Wenn du diese abgelehnten Anteile nicht fühlst, dann können sie nicht in die Liebe deiner Seele zurückkehren. Wenn du diese Anteile weiter vermeidest und ablehnst, gibt es keinen Weg für die Heilung, die geschehen möchte. Dieses Fühlen der abgelehnten Anteile braucht all deinen Mut, braucht all deine Kraft und Stärke. Und es wird vielleicht Zeiten geben, wo nichts anderes Raum hat in deinem Leben außer bei dir selbst zu sein und diese abgelehnten Anteile zu fühlen. Es wird Zeiten geben, wo dein Körper all seine Kraft dafür aufwendet, diese abgelehnten Anteile wieder zu fühlen, wo du von morgens bis abends beschäftigt bist mit dieser Heilung, die geschehen möchte. Und es wird Zeiten geben, viele Zeiten, wo du selbst in Frage stellst, warum du diese Anteile an die Oberfläche kommen lässt - denn deine Gewohnheit und alle tiefen Instinkte in dir werden dir zuflüstern, dass es so viel leichter ist, diese Anteile weiterhin zu verdrängen. Und wenn du hinausschaust und auf die Menschen blickst, die ebenfalls dabei sind, ihre eigenen Anteile zu verdrängen, Teile von sich in den Schatten zu schieben, dann wirst du noch mehr in Frage stellen, warum du ausgerechnet diesen Weg gewählt hast, ob es überhaupt einen Sinn macht, so viel Dunkelheit, so viel Ungeliebtes an die Oberfläche kommen zu lassen. Aber mit der Zeit, wenn Atemzug für Atemzug diese tiefen Gräben weich werden und wieder lebendig sein dürfen, wenn auch dort das Licht deiner Seele wieder hineinfließen kann, wenn auch dort die Kraft und die Geborgenheit wieder wohnen darf, wenn auch dort die Blumen wieder blühen dürfen, wirst du bemerken, dass deine Heilung alles in dir heilen lässt, nicht nur einen kleinen Teil, der dir gefällt. Alles in dir hat die Erlaubnis zu heilen, alles in dir hat die Erlaubnis zu sein. Und um diese Heilung geschehen zu lassen, deshalb bist du hier. All die anderen wundervollen Dinge, das Neue, das du einbringst hier auf die Erde, die Entwicklung deiner eigenen Fähigkeiten - all das steht in diesem Leben an zweiter Stelle. Das heißt nicht, dass es nicht wichtig ist und dass du keine Freude an deinem Leben haben darfst. Das heißt nur, dass deine Seele beschlossen hat, mit dir gemeinsam eine Heilung geschehen zu lassen, wie sie niemals zuvor möglich war. Deine Seele will diese trockenen, vernachlässigten Bereiche in dir wieder berühren, mit ihrem Leben, mit ihrer Wärme und sie lädt dich ein, dich auf diese Erfahrung einzulassen. Auch wenn du manchmal an dir selbst zweifelst und dich fragst, warum so viel alter Hass an die Oberfläche kommt, warum du manchmal so wütend bist, warum du manchmal keine Geduld hast für Dinge, die früher ganz einfach waren. Warum du manchmal mit unangenehmen Gefühlen konfrontiert wirst, die so unangenehm sind wie niemals zuvor. Es geht nicht um das Oberflächliche, das du siehst. Sondern es geht darum zu fühlen, dass diese tiefe Heilung geschieht. Und was braucht mehr Mut? Die abgelehnten bedürftigen Anteile, die so voller Hunger und Sehnsucht nach der Liebe deiner Seele sind, weiter zu verdrängen und weiter zu verstecken? Oder braucht es mehr Mut, dich dem zu stellen, diesem Brachland in dir, dieser Wüste in dir, sie wahrzunehmen, sie zu fühlen, diesen Schrei in deiner Wüste zu hören und dich vor diesem Anteil von dir selbst zu verneigen und zu erlauben: Auch du bist es wert, geliebt zu werden. Auch der hässlichste kleinste Teil von mir ist es wert, in den Armen meiner Seele anzukommen, nicht länger zu leiden, nicht länger alleine zu sein. Und ich frage dich: Welcher Weg braucht mehr Mut? Auf welchem Weg stehst du oberflächlich gesehen, besser da? Und auf welchem Weg siehst du oberflächlich gesehen vielleicht manchmal etwas ungeschickt aus? Es wird Menschen geben, die über dich lachen und dir sagen: Warum machst du dir diese Mühe, dich mit diesen unangenehmen Gefühlen abzugeben. Mach es so wie ich. Steck diese unangenehmen Dinge tief in eine Kiste, die verschlossen ist. Und die Verlockung von deinem Weg abzukommen und an dieser tiefsten Liebe in dir zu zweifeln wird immer wieder da sein. Denn du lebst in einer Welt, die sich selbst hasst und ablehnt, wo Menschen Anteile von sich, die ihnen nicht gefallen, verstecken und verleugnen. Sie lügen sich selbst an, sie lügen ihre Seele an. Sie sagen zu ihrer Seele, das ist nichts, da ist nichts, da gibt es nichts und niemanden. Erst wenn du beginnst zu erwachen, wirst du dieses klägliche Rufen hören, das tief aus deinem eigenen Schatten zu dir spricht und dich bittet: Lass mich nach Hause kommen. Lass mich heimkehren. Heimkehren in diese unendliche Liebe, die mich nicht verurteilt, die mich nicht zurückhält, die mich nicht länger bestraft. Aus dieser Liebe wird eine neue Schönheit in dir entstehen. Nicht nur eine Schönheit in deinem Ausdruck, sondern auch eine Schönheit in deinem Körper - denn der Hass auf dich selbst und die Hässlichkeit liegen eng beieinander. Die Schönheit in dir und die Liebe deiner Seele, die alles in dir wieder berühren darf, liegen ebenfalls nahe beieinander. Und so laden wir dich ein, noch einmal zu vertrauen und noch einmal tiefer Ja zu sagen zu diesem Weg deiner Seele, dich noch einmal tiefer zu entscheiden, dir zu vertrauen und die Heilung geschehen lassen, die geschehen möchte. Deine Seele sorgt für dich, während diese Heilung geschieht. Sie weiß, dass du alle Kräfte dafür brauchst, dieser Dunkelheit zu begegnen und sie liebevoll nach Hause zu führen. Deine Seele hat längst Vorkehrungen für dieses Leben getroffen. Sie hat Bahnen gelegt, Bahnen der Fülle, Bahnen der Liebe, die dich tragen wollen. Magst du wahrnehmen, warum du wirklich hier bist und welche Heilung wirklich geschehen möchte in diesem Leben? Du hattest viele Leben, in denen du äußerlich viel erreicht hast, in denen dir Dinge leicht von der Hand gingen und du Großes hereingebracht hast. Vielleicht ging es dir deshalb so leicht von der Hand, weil du einen Teil von dir zurückgelassen hast, der dir unpassend erschien und dir im Weg stand. Und du hast zu diesem Teil gesagt: Ich lasse dich später nach Hause kommen. Ich habe jetzt keine Zeit. Ich muss etwas Großes, Neues erschaffen, etwas Wichtiges. Du bist nicht so wichtig. Ich hole dich später ab, wenn ich nichts mehr zu tun habe. Aber in jedem Leben hattest du wieder etwas Neues zu tun, etwas, das wichtiger war als du selbst, etwas, das über dir stand, eine Beziehung, eine Schöpfung, ein Buch, das geschrieben werden wollte, eine Bewegung, die du leiten wolltest oder unterstützen wolltest. Und du selbst bist immer auf der Strecke geblieben. Und genau aus diesem Grund fühlt sich dieses Leben hier so anders an. Denn in diesem Leben stehst endlich du an erster Stelle. Und alles, was du jahrtausendelang aufgeschoben hast, klopft an deine Tür, und erinnert dich an ein Versprechen, das du gegeben hast, vor langer, langer, langer Zeit. Du bist eingeladen, in diesem Leben dein Versprechen einzulösen, nicht nur heute und jetzt, sondern an jedem neuen Tag. Und die Früchte, die aus diesem Versprechen reifen werden, werden eine neue Süße haben und die Schöpfungen, die aus dieser neuen Liebe erwachsen, haben eine tiefere Weisheit und Anmut. Es wird sich lohnen, diesen Weg zu gehen, auf neue Weise. Und so kommen wir herein zu dir, um dir unsere Energie zu bringen, um dich einzuladen, einen Teil von dir wahrzunehmen, den du so lange nicht mehr wahrgenommen hast. Und wir laden dich ein, mutig zu sein, auch wenn es unangenehm ist und den Weg der Seele weiter zu beschreiten, so wie es liebevoll ist für dich, und für alles, was zu dir gehört.
Transkribiert von Christine Seitz
© 2010, Lea Hamann, Königstein im TaunusWir freuen uns, wenn du diesen Text unter Hinzufügung dieser Fußnote auf nichtkommerzielle Weise frei weitergibst oder weiterversendest!Allgemeiner Hinweis zum Thema Channeling:
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