| Zweifel |
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| Blogs - Leas Blog |
| Geschrieben von: Lea Hamann |
| Donnerstag, 25. Februar 2010 |
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In regelmäßigen Abständen kommt diese dumpfe Vermutung auf, dass vielleicht doch nicht alles so ist, wie es sein sollte. Kennst du den Moment, wo du auf einmal dein gesamtes Leben in Frage stellst? Manchmal reicht es auch, nur einen einzigen Bereich deines Lebens anzuzweifeln. Vielleicht deine Arbeit, die gerade nicht so verläuft, wie du es dir erhofft hast. Vielleicht zweifelst du auch an deinem Körper und erlaubst den dumpfen Gedanken sich dort breit zu machen. Ich würde gerne mit dir über diese Zweifel sprechen. Das Prinzip hinter dem Zweifeln ist eigentlich ganz einfach. Für einen Moment trittst du einen Schritt zurück und siehst ein etwas größeres Bild. Alles in allem – mache ich alles richtig? Bin ich auf dem richtigen Weg? Stimmt mein Umgang mit meinem Leben? Diese grundsätzlichen Fragen können uns dabei helfen, noch klarer zu werden und unseren eigenen Weg genauer abzustimmen. Eigentlich eine gute Sache, doch in dem Moment begegnen uns meistens eine ganze Menge unangenehmer Gefühle. Es ist wichtig, diesen unangenehmen Gefühlen zu begegnen und mit ihnen zu sein. Es macht keinen Sinn über sie nachzugrübeln. Im Gegenteil, je mehr wir in das Grübeln und Denken verfallen, desto unklarer wird alles. Am besten wir erlauben uns mit dem, was aufkommt zu sein. Dies ist keine Zeit für Entscheidungen oder überstürztes Handeln - wenn der Zweifel um dein Haus stürmt heißt es ruhig bleiben. In jeder Tätigkeit gibt es den Moment, wo wir einen Schritt zurück treten, um zu betrachten, was entstanden ist. Wenn wir ein Bild malen stehen wir manchmal ganz dicht vor der Leinwand und ab und zu machen wir einen Schritt zurück und betrachten das Bild in seiner Gesamtheit. Das ist oft der Moment, wo wir sagen: Es ist nichts geworden. Ich habe alles falsch gemacht. Doch dieser Moment ist auch eine gute Gelegenheit zur Ruhe zu kommen und mit dir selbst zu sein. Mit dem, was in deinem Leben entstanden ist und mit den unangenehmen Gefühlen, die beim Betrachten aufkommen. In den Momenten begegnen wir den Anteilen in uns selbst, die uns ablehnen, anzweifeln und verachten. Wir haben die Wahl uns unter dieser Lawine begraben zu lassen oder den Gefühlen zu begegnen. Ich weiche heute meinem eigenen Zweifel nicht mehr aus. Es sind die Momente, wo alles dunkel aussieht, wo alles seltsam und fremd erscheint. Nur tief in meinem Inneren höre ich diese liebevolle Stimme, die mich einlädt weiterzugehen. Durch das Regenwetter, durch die Stürme – einfach weiterzugehen. Je öfter ich mir erlaube, ganz bewusst mit diesen unangenehmen Gefühlen zu sein, desto heller werden diese Bereiche in meinem Leben. Wer weiß, vielleicht kann ich irgendwann den Schritt zurück machen, auf mein Leben schauen – und nur Stille wahrnehmen. Das ist eine schöne Vorstellung. Also Zweifel – komm! |














