Wie wir sein wollen und wie wir sind PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Samstag, 22. Oktober 2011

Kennst du die inneren Vorsätze an denen wir oftmals festhalten?

Ich möchte immer geduldig sein.
Ich möchte allen Menschen liebevoll begegnen.
Ich möchte immer mit meiner Seele verbunden sein.
Ich möchte immer Verständnis haben.

So schön sich diese Vorsätze auch anhören mögen, im Alltag werden sie oftmals zu einem Klotz an unserem Bein. Sie sind wie unerreichbare Ziele, um die wir jeden Tag ringen müssen. Wie oft verurteilen wir uns, wenn wir ihnen nicht gerecht werden?

Außerdem verbirgt sich hinter jedem dieser Vorsätze ein stummer Gedanke der Trennung:

Ich bin nicht geduldig, deshalb möchte ich immer geduldig sein.
Ich bin nicht liebevoll, deshalb möchte ich allen Menschen liebevoll begegnen.
Ich bin von meiner Seele getrennt, deshalb möchte ich immer mit meiner Seele verbunden sein.
Ich bin verständnislos, deshalb möchte ich immer Verständnis haben.

Bevor wir also die Ärmel hochkrempel, um an uns selbst zu arbeiten und endlich alle unsere Ziele zu erreichen, macht es Sinn genauer hinzuschauen und wahrzunehmen, ob dieses Ziel wirklich liebevoll uns förderlich für dich ist.

Bringt dieses Ziel mehr Leid in dein Leben?
Bringt dieses Ziel Stress und zusätzliche Belastung?
Macht dich dieses Ziel unglücklich und hilflos?

Wenn das der Fall ist, kannst du dieses Ziel ruhig beiseite lassen. Es ist förderlicher, wahrzunehmen, was bereits in deinem Leben wächst und möglich ist, als dich ständig auf das zu konzentrieren, was deiner Meinung nach noch nicht perfekt ist.

Es gehört eine Portion Mut dazu, unsere Ecken und Kanten lieben zu lernen. Und meiner Meinung nach öffnet uns das die Tür zu der Ebene in uns, wo immer schon Perfektion war. Diese Ebene braucht weder Übung, noch Anstrengung, noch irgendeine äußere Voraussetzung. Sie ist und wird immer da sein.

Unsere wahre Perfektion wartet darauf, von uns entdeckt zu werden. Doch wenn wir nur einem Ziel nach dem anderen nachjagen, ständig an uns selbst herumkritisieren und eine lange Liste mit allen unseren Fehlern neben uns auf den Nachtisch legen - wie sollen wir entdecken, was bereits perfekt ist?