| Wenn alles zuviel wird - Teil 3 |
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| Blogs - Leas Blog |
| Geschrieben von: Lea Hamann |
| Sonntag, 22. November 2009 |
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Eine gute Vorbereitung auf unseren neuen Online-Raum, der allen unseren Freunden ermöglichen soll, gemeinsam mit uns zu wachsen und zu lernen. Ich bin schon dabei, die technischen Voraussetzungen dafür zu finden und werde euch auf dem Laufenden halten, wie es sich entwickelt. Zurück zum Thema. Es kann sein, dass dir dieser Zustand "alles wird zuviel" immer wieder einmal begegnen wird. Wir haben bereits festgestellt, dass es gut ist, aufzugeben und sich zurück zur Seele zu bewegen. Doch es gibt noch eine ganz wichtige Verhaltensweise, die uns erlaubt, möglichst unbeschadet durch diese herausfordernden Zeiten hindurch zu gehen. Und zwar ist es ganz wichtig, während man in diesem überwältigenden Gefühl ist, keine Entscheidungen zu treffen. Das klingt irgendwie logisch, beinahe sogar selbstverständlich. Aber wie oft reagieren wir auf einen emotionalen Engpass, indem wir eine Beziehung beenden, einen Job kündigen, eine finanzielle Entscheidung treffen, die nicht stimmig ist. Ziemlich oft. Viele Menschen nützen diesen Moment, wo ihnen alles zuviel wird, um ihrem Partner (oder ihrem Chef, oder ihren Kindern, oder sich selbst, oder ihrem Körper) endlich einmal alles an den Kopf zu werfen, was sie schon immer genervt hat. Und dann nutzen wir die Energie, die wir gerade mobilisiert haben, um eine hastige Entscheidung zu treffen. Mir reicht's jetzt! Das muss sich ändern! Ich verlasse dich! Ich kündige! Ihr dürft mein Auto nicht mehr leihen! Dir gebe ich kein Geld mehr! Mit dir will ich nicht mehr arbeiten! Dummerweise sind diese Entscheidungen selten weise. Denn sie entstehen aus dem Leidensdruck. Ähnlich wie ein gehetztes Tier, das in die Enge getrieben wird, jemanden beißt. Das ist nicht wirklich eine langsam gereifte Entscheidung, die seine Entwicklung fördert. Dieser Impuls entsteht aus der Not, aus der absoluten Verzweiflung. Wenn wir in der Situation sind, wo uns alles zuviel wird, geschehen zwei Dinge. 1. Es kommt eine tiefe Panik, eine Überlebensangst, auf, die uns dazu treiben möchte zu handeln. Oder uns dazu treiben möchte nicht zu handeln und wie gelähmt zu sein. Meistens wenn es gut wäre, zur Ruhe zu kommen, treibt uns die Angst zu überstürzter Aktivität. Und wenn es angebracht wäre etwas zu tun, lässt sie uns vor lauter Angst erstarren. 2. Wir bemerken ganz wichtige Dinge, die eigentlich schon immer schief laufen. Du bemerkst z.B. dass du schon seit Jahren zuviel Verantwortung auf dich genommen hast, dich wegen der unordentlichen Art deines Partners verrückt gemacht hast, zu viele Überstunden geleistet hast und überhaupt dass alle viel zu wenig Verständnis für dich haben.
Die Kunst ist, die Energie fließen zu lassen, ohne zu handeln. Am besten geht das mit dem Bewussten Atmen, manche Leute schimpfen aber auch gerne - das ist auch in Ordnung. Solange wir immer wieder zu unseren Gefühlen und dem, was sich in uns lösen möchte zurückkehren, bleiben wir im Fluss. Sobald wir anfangen zu glauben, dass wir etwas unternehmen müssen um aus dem Gefühl herauszukommen, halten wir die natürliche Entwicklung an. Alle Handlungen und Entscheidungen, die aus dieser Überlebensangst heraus entstehen, bringen uns nicht wirklich weiter. Manchmal hilft es, sich in der Situation bewusst zu werden, dass wir aufgeben dürfen und unserer Seele vertrauen können. Sie hat mich hier hinein geführt, die führt mich auch wieder hinaus. Die Lösung entsteht von alleine. Ich kann nichts tun, außer meinen Kampf aufzugeben und zu atmen. Die Lösung entsteht von alleine. Ich kann alles meiner Seele überlassen. Ich kann die Lösung nicht "machen". Die Lösung entsteht von alleine. Je mehr wir in diesen Situationen aufgeben und uns auf die Seele beziehen, desto leichter geschieht die Lösung. Und das Schöne an diesen Momenten ist, dass es die Momente sind, in denen Heilung geschieht. Die Heilung ist natürlich nicht das panische Handeln aus der Verzweiflung. Aber die Heilung beginnt in dem Moment, wo wir nachgeben, wo wir unserem Schmerz begegnen und ihn da sein lassen. Heilung beginnt da, wo wir uns noch mehr unserer Seele hingeben. Und beobachten, dass etwas ganz tief in uns sich neu anordnen kann. Und nach jedem Sturm scheint die Sonne wieder. Dann bemerken wir, wie gut es ist, dass wir noch mehr Verantwortung abgegeben haben, dass wir innerlich nachgegeben haben. Die Veränderung im Außen geschieht dann von ganz alleine. Die Lösung entsteht von alleine. Welch ein Glück! Texture: JenDarling1010 |




Danke nochmal für alle eure Email zu diesem Thema. Mir fällt auf, dass es Freude macht, gemeinsam an einem Thema zu arbeiten. Sich gemeinsam damit zu beschäftigen und neue Wege zu finden damit umzugehen. Wie schön!










