Unser neues Haus PDF Drucken E-Mail
Blogs - Leas Blog
Geschrieben von: Lea Hamann   
Freitag, 29. Juli 2011

So langsam wird es Zeit, euch von unserer neusten Schöpfung zu erzählen. :-) Eine ganze Weile haben wir sie ganz nahe am Herzen getragen und überhaupt nicht darüber gesprochen, doch so langsam spüren wir, dass es an der Zeit ist, das Neue auch im Außen zu begrüßen.

Wie ihr vielleicht wisst, leben Matthias und ich seit beinahe fünf Jahren in Königstein im Taunus in einer Wohnung. Zuerst war diese Wohnung sehr groß für uns. Wir kamen beide aus Einzimmerwohnungen, dagegen war unsere jetzige Wohnung richtig groß. Doch mit den Jahren sind wir gewachsen. Wie kleine Setzlinge haben wir begonnen, unsere Wurzeln tiefer in die Erde zu strecken und uns auszudehnen. Auf einmal wurde es eng in der Wohnung.

Durch unsere intensive Verbundenheit mit der Erde, die in den letzten Jahren immer mehr Raum einnimmt, wurde uns klar: Ohne Garten geht es nicht. Ich bemerkte auch, wie sehr mir das Eingebunden-Sein in die Natur fehlt. Es ist schon etwas anderes, ob man jeden Tag ein Stück mit dem Auto fährt und dann durch einen wunderschönen Wald streift, oder ob man im eigenen Garten sein kann und eine innige Beziehung mit der Erde und mit dem Wesen der Pflanzen beginnen kann.

So haben wir vor ca. zwei Jahren begonnen, uns dafür zu öffnen, in einem Haus zu wohnen. Natürlich haben wir mit dem weichen Atem die Energie dieser neuen Schöpfung eingeatmet. Was sich am Anfang noch weit entfernt und utopisch anfühlte, kam Schritt für Schritt immer näher. Auf einmal schien es gar nicht mehr so weit entfernt. Diesen Frühling kam dann ein ganz klarer Impuls von der Seele: Jetzt müsst ihr das Haus wirklich annehmen. Also setzten wir uns zusammen und atmeten die Energie von unserem neuen Haus ein. Es war ein intensiver Moment der Schöpfung.

Wo wir wohnen wollen, das wussten wir schon länger: Am Hohen Vogelsberg. Daran gab es für uns gar keinen Zweifel, es war als würde die Erde uns dorthin rufen. So stöberte ich eines Abends im Internet, um herauszufinden, in welcher Preislage sich die Häuser in dieser Region bewegen. Und siehe da: Auf einmal habe ich unser Haus gefunden. Da war es! Als Matthias sich das Angebot anschaute, war er genauso verblüfft wie ich. Alles, was wir intuitiv von unserer Seele erfahren hatten, traf zu. Unsere Seele hatte uns z.B. mitgeteilt, dass unser Haus 1920 erbaut wurde, dass es renoviert wurde, aber nicht ganz fertig gestellt ist, wir wussten dass es einen großen Garten hat und noch so einiges mehr. Außerdem hieß die Überschrift der Anzeige: "Das Landhaus für Freiberufler" Na, wenn das nicht auf uns zutrifft!

Wir hatten zwar nicht geplant, direkt drei Wochen vor unserer großen Reise nach Kauai ein Haus anzuschauen, aber wir taten es trotzdem. Als wir auf dem Grundstück standen, wussten wir: Wir sind zuhause.

Natürlich mussten wir ein paar Mal kommen und Freunde mitbringen, die uns bei der Entscheidung geholfen haben. Dann kam das nächste Abenteuer auf uns zu: Woher bekommen wir innerhalb von zwei Wochen (vor unserem Abflug nach Kauai) den Kredit? Wir waren ganz sicher: Wenn es unser Haus ist, dann öffnen sich jetzt alle Türen für uns und es geht ganz einfach. So war es dann auch. Natürlich haben wir uns für die GLS-Bank entschieden. Wenn man sich schon für Jahre an eine Bank bindet, dann sollte es eine angemessene und liebenswerte Bank sein. Einen Tag vor Abflug hatten wir dann alle notwendigen Papiere in der Tasche und wussten: Wenn wir zurückkommen geht es gleich zum Notar…

Zwischendurch gab es viele Höhen und Tiefen für uns. Wir stießen auf emotionale Hürden, auf Mauern aus Angst und Widerstand. Doch ein weicher Atemzug nach dem anderen - alles durfte nach und nach schmelzen. Es sah zwischendurch sogar einmal so aus, als würden wir das Haus gar nicht zu bekommen. Auf einmal interessierte sich nämlich eine andere Familie für das Haus, die das Geld schon bar auf der Hand hatte. Die Maklerin nahm uns damals jegliche Hoffnung, doch tief in unserem Inneren wussten wir: Wir gehen einfach weiter. Matthias hat an dem Abend ganz intensiv gebetet und sich dafür geöffnet, dass für alle Beteiligten das im höchsten Sinne Beste geschehen möge - und siehe da, am nächsten Tag bekam die Familie ein Angebot, das für sie viel besser gepasst hat. Für uns war es auch schön, nicht das Gefühl zu haben, wir hätten anderen Menschen „etwas weggeschnappt“. So wissen wir, dass alle gewinnen.

Mitte Juli haben wir die Schlüssel bekommen und seither laufen die Renovierungen am Haus. Matthias hat alle Hände voll zu tun, die ganzen Handwerker zu koordinieren. Es macht Freude, einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Es gibt einiges zu tun. Es wird noch bis Mitte/Ende Oktober gehen, bis wir dann umziehen können, doch dann werden wir uns von unserem neuen Zuhause aus mit euch verbinden.

Das schönste ist: Wir „machen“ es nicht. Wir nehmen dieses Geschenk von unserer Seele an. Wir atmen es ein, Atemzug für Atemzug und lassen auf die Erde kommen. Wir tragen unseren Teil dazu bei, dass alles ruhig und balanciert wachsen kann. Wir stellen uns unseren Blockaden und sorgen dafür, dass die Energien fließen. Gibt es dabei auch unangenehme Momente? Na klar, jede Menge. Gibt es Ängste und Zweifel? Na klar, das auch. Doch es gibt jenseits von all dem das tiefe Vertrauen in uns, dass eine tiefere Kraft am Werk ist. Diese Schöpfung ist getragen von der Liebe unserer Seele. Wir hätten uns das alles niemals selbst einfallen lassen können.