| Suchen oder Finden |
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| Blogs - Leas Blog |
| Geschrieben von: Lea Hamann |
| Montag, 09. August 2010 |
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Das waren meine ersten Begegnungen mit meiner Seele. Ich habe eine Ebene in mir wahrgenommen, die unendlich friedvoll und liebevoll ist. Diese Momente waren am Anfang recht flüchtig. Ein kurzer Sonnenstrahl der hinter der Wolkendecke hervor blitzte. So kurz, dass der Verstand behaupten konnte, ich hätte mir das nur eingebildet. Doch jedes Mal, wenn ich für einen Moment diese andere Ebene in mir wahrgenommen habe, kam so viel Ruhe und Vertrauen in mein Leben, dass ich mich noch eine ganze Weile später gut gefühlt habe. „Wie komme ich da hin? Kann ich vielleicht sogar immer da sein“, fragte ich mich. Ich entdeckte, dass ich diese Ebene eher in der Stille wahrnehmenmen kann. Die Aufmerksamkeit auf den Atem zu richten schien ebenfalls zu helfen. So saß ich oft lange Zeit da und versuchte diesen Sonnenstrahl in meinem Inneren wieder zu entdecken – was mir nicht immer gelang. Manchmal war die Sonne tagelang nicht zu sehen. Ich wusste zwar, dass sie irgendwo hinter den Wolken auf mich wartet, aber ich konnte sie nicht wahrnehmen. So begann meine Suche nach meiner Seele. Die Suche begann in dem Moment wo ich mich fragte: „Wie komme ich da hin? Was muss ich machen, um die Seele zu fühlen? Wie geht das?“ Diese Fragen führten mich allerdings zunächst oft sehr schnell heraus aus diesem Augenblick und hinein in den Verstand. Es ist lustig, dass der Verstand immer versucht Antworten zu finden, obwohl er nichts wirklich weiß. Er kennt die Seele nicht und trotzdem versucht er so zu tun, als wüsste er wo sie ist. Der Verstand ist wie eine Person, die man nach dem Weg zu einem Gebäude fragt, und die einen dann in ein langes philosophisches Gespräch verwickelt, das einen so gefangen nimmt, dass man gar nicht mehr wahrnimmt, dass man vielleicht bereits direkt davor steht. Und dann begann die Zeit des Findens. Und diese dauert bis heute an. Anstatt wie vorher auf meinen Verstand zu hören, versuchte ich einfach da zu sein. Was sind die Wolken, die die Sonne verdecken? Es sind meine Gedanken, meine Vorstellungen, die Unruhe in mir und das ewige Suchen. Je mehr ich Ja sage zu diesem Augenblick, desto mehr kommt die Sonne hinter den Wolken hervor. Anstatt wie vorher zu kämpfen und mich zu bemühen, begann ich weich zu werden, anzukommen und mit dem zu sein was ist. Siehe da, die Sonne blinzelt hervor, selbst in herausfordernden Momenten. Je mehr die Sonne auf mich scheint, desto mehr beginnen alle alten Strukturen zu schmelzen. Irgendwann endet die Zeit des Suchens und die Zeit des Findens beginnt. Finden ist etwas sehr stilles, was im Inneren geschieht. Es ist leise und unscheinbar und wird deshalb vielleicht oft übersehen. Das Finden ist der Moment, wo dir klar wird: „Es war immer schon da. Und es wird immer da sein. Wie gut.“ P.S.: Matthias hat vor einigen Wochen einen Beitrag zum selben Thema geschrieben: Vom Suchenden zum Findenden Bild: Wolfgang Staudt Some Rights reserved. |




Wenn das Erwachen beginnt, nehmen wir eine Ebene in uns wahr, die zuvor nicht fühlbar war. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich in der ersten Zeit meines Erwachens, wo mein ganzes äußeres Leben in Scherben lag, etwas in meinem Inneren wahrgenommen habe. Es fühlte sich so an, als ob etwas in mir lächelt, oder zumindest ruhig und freundlich auf alles schaut, was ist. „Wie kann das sein“, fragte ich mich, „alles, was mir wichtig ist zerfällt, und ich weiß nicht, wie es weitergeht, und da ist etwas, das lächelt. Warum nur?“









