Mein Rückblick auf das Jahr 2011 - Teil II PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Donnerstag, 15. Dezember 2011

- Fortsetzung -

Unser Haus kommt in unser Leben

Im März 2011 haben Matthias und ich wahrgenommen, dass es Zeit wird, unser Haus in unser Leben kommen zu lassen. Doch wir sahen den Zeitrahmen, in dem dies geschehen darf, eher großräumig. Unser Gefühl war, dass wir Anfang oder Mitte 2012 etwas finden könnten. Wir hatten mehrere ganz intensive Schöpfungserfahrungen, wo Matthias und ich die Energie des neuen Hauses Schritt für Schritt auf die Erde gebracht haben. Nach einem solchen gemeinsamen Erschaffen notierte ich in mein Tagebuch:

„Im Frühjahr (März?) 2012 werdet ihr in euer Haus einziehen. Es ist wichtig, dass ihr alle eure Kräfte auf dieses Ziel bündelt, damit es ruhig und balanciert wachsen kann. Es wird am Fuße des Vogelsberg sein, ca. auf 500 Meter Höhe. Das Haus hat einen großen Garten und eine kleine Quelle, die aus einem Felsen entspringt. Ggf. sprudelt diese Quelle erst, wenn ihr damit atmet.

Das Haus und der Ort liegen auf einem heiligen Platz, einem alten Kraftort. Die Erde ist sehr fruchtbar und sehr rein. Die Luft ist gut. Erlaubt euch dieses Geschenk zunächst nur für euch selbst anzunehmen. Im Laufe der Jahre wird sich dann zeigen, wie dieser kraftvolle Ort auf liebevolle Weise auch mit anderen geteilt werden kann. Der Ort kommt auf leichte Weise zu euch.“

Es war irgendwie beruhigend zu hören, dass wir erst im kommenden Jahr unser Haus finden würden. Vielleicht hatten wir deshalb auch nichts dagegen, „probeweise“ einmal ein Haus am Vogelsberg anzuschauen, das uns im Internet aufgefallen war. Die Überschrift der Anzeige lautete: „Das perfekte Heim für Freiberufler, mit traumhaftem Garten“. Wir machten einen Termin mit der Maklerin aus und wollten eigentlich nur einmal ausprobieren wie das so funktioniert, ein Haus zu besichtigen. Was muss man beachten, welche Fragen muss man stellen - das wollten wir herausfinden.

Doch als wir ankamen wussten wir: „Das ist es.“ Es gab noch eine Hürde zu überwinden, als sich eine andere Familie für das Haus interessierte und beinahe unser Haus gekauft hätte. Das war ein guter Moment, um wirklich loszulassen, zu vertrauen und zu sagen: „Möge das Beste für alle Beteiligten geschehen.“ Am nächsten Tag hat die Familie ein anderes Haus angeboten bekommen, was für sie noch viel besser geeignet war und wir haben das Okay von der GLS-Bank erhalten. Wow!

Renovierung

Dieses Kapitel ist noch immer nicht beendet. An unserem Haus gab und gibt es einiges zu tun. Unsere Handwerker-Truppe hat Mitte Juli mit den Arbeiten begonnen. Das Haus wurde gedämmt, der erste Stock samt Dach wurde komplett abgerissen und ein neues Dach gestellt - hier entsteht unser Seminarraum. Die Hauptleitung für den Strom samt neuem Stromkasten wurde neu verlegt, alles wurde neu verkabelt.

Für uns war es ein Abenteuer, mit der Welt der Handwerker in Kontakt zu kommen. Auf einmal mussten wir viele Entscheidungen treffen, auch wenn wir uns in diesen baulichen Bereichen gar nicht gut auskennen. Es war gut, dass wir immer wieder auf unsere Intuition zurückgreifen konnten. Wir konnten immer wieder nach innen gehen und spüren: „Was fühlt sich balanciert an? Wie möchte die Energie weiter fließen? Was ist reif und was kann noch warten?“ So hatten wir immer einen guten Kompass, nach dem wir uns richten konnten.

Innere Prozesse

An erster Stelle in meinem Leben steht meine eigene Entwicklung. Mein persönliches Erwachen, meine Heilung und mein Wachstum sind für mich sehr wichtig. Es gibt immer wieder Phasen, wo dieser Bereich meines Lebens mehr Raum einnimmt. So war es dann auch diesen Sommer. Obwohl im Außen so viel zu tun war - Kisten packen, Umzug organisieren und im neuen Haus renovieren - hatte sich meine Seele genau diesen Zeitraum für einen tiefen inneren Schritt ausgewählt.

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern wie es eigentlich begonnen hat, doch auf einmal fiel mir auf, dass ich plötzlich meinem eigenen Sein sehr viel näher war als vorher. Obwohl das ja eine schöne, erfreuliche Tatsache ist, hat mich diese innere Veränderung ziemlich ins Schleudern gebracht. Zunächst war einfach zuviel Freude da und ich wusste gar nicht wohin damit. Dann hat sich meine ganze Wahrnehmung umgekrempelt, mein Verständnis für mein Leben, mein Sein - alles hat sich gewandelt.

Das einzige wirklich schwierige für mich, war das tiefe Bedürfnis nach Rückzug und Stille, das in dieser Zeit aufkam. Am liebsten hätte ich meine Koffer gepackt und mich irgendwo in die Einsamkeit zurückgezogen. Doch mein Leben hat mich nicht so einfach davon kommen lassen. Anstatt mir zu erlauben, mich aus dem Alltag zurückzuziehen, wurde ich mitten zwischen die Umzugskartons geschubst. Jeden Tag gab es von morgens bis abends so viel zu tun - es war nicht möglich, mich auszuklinken.

Mittlerweile bin ich sehr froh, dass diese innere Veränderung genau mit unserem Umzug zusammenkam. So wurde mir erspart zu glauben, dass ich irgendeinen äußeren Rahmen brauche, um mit meinem Sein in Kontakt zu sein. So durfte ich jeden Tag erfahren: „Hier ist es auch: Im Farbeimer, im Umzugswagen, im Stress, im Chaos - es ist überall.“

Ankommen im neuen Haus

Ein Haus alleine ist längst noch kein Zuhause. Erst Schritt für Schritt kommen wir in dieser neuen Umgebung an. Wir gewöhnen uns an die Geräusche, die Energie und die Umgebung. Vor einigen Tagen haben wir zum ersten Mal ein Feuer in unserem Ofen angezündet. Das war ein großer Schritt für unser Ankommen und die Gemütlichkeit. Ich glaube, dass es noch einige Monate dauern wird, bis alles so richtig im Fluss ist. Es macht Freude, diesen Prozess zu erleben - manchmal ist es auch sehr fordernd.

Alles in allem…

…war dieses Jahr sehr bewegend. Ein Jahr voller Quantensprünge. Ich weiß von vielen Klienten, dass dieses Jahr ihnen ebenfalls viele tiefe Entwicklungen gebracht hat - ich denke alle Erwachenden Menschen wurden von dieser Energie der Veränderung berührt. Ich bin diesem stürmischen Jahr sehr dankbar für die innere und für die äußere Veränderung, die geschehen konnte und teilweise bin ich auch froh, dass es überstanden ist. Ich bin neugierig, wie die Veränderung im neuen Jahr weiter verlaufen wird!

Das war mein Rückblick auf 2011. Manchmal tut es gut, zurückzuschauen und wahrzunehmen, was sich alles entwickelt hat. Was waren die wichtigen Stationen für dich im vergangen Jahr?