Kurzer Bericht von unserer ersten Woche beim neuen Haus PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Sonntag, 21. August 2011

Hallo ihr Lieben,

seit einer Woche sind Matthias und ich jetzt hier oben am Vogelsberg in einer Ferienwohnung und verbringen jede freie Minute damit, bei unserem neuen Haus zu sein. Heute Nachmittag (Sonntag) haben wir uns freigenommen und einen langen Spaziergang gemacht. Jetzt sitzt Matthias gerade auf dem Balkon unserer Ferienwohnung und liest ein Buch, während die Sonne zum Fenster hereinscheint. (Ja, tatsächlich - wir haben mittlerweile drei sonnige Tage erleben dürfen!)

Es ist erstaunlich, wie viel sich durch unser neues Haus in uns bewegt. Es ist als ob wir in eine völlig neue Welt eintauchen. Bei Matthias werden die Heimwerker- und Gärtner-Talente wach. Ich bin noch dabei, meinen Platz in diesem neuen Reich zu finden. Momentan bemerke ich, dass durch diesen Wechsel völlig neue Seiten von mir zum Vorschein kommen und ich mich selbst noch einmal ganz neu kennenlerne.

Ich habe mittlerweile schon viele sagen hören: „Oh, da werdet ihr aber viel Arbeit haben! Viel Arbeit mit dem Garten! Viel Arbeit mit dem Haus! Viel Arbeit rundherum!“ Es gibt sicherlich einige Anteile in mir, die mit in dieses Denkmuster hineinspringen, die sich in die Arbeit stürzen wollen, mit dem Ziel irgendwann einmal „fertig“ zu sein: „Wenn das Haus erst einmal fertig ist, dann… Wenn der Garten erst einmal fertig ist, dann…“ Doch ich merke schon nach ein paar Minuten, wie schmerzhaft dieses Denkmuster ist. Denn es erlaubt mir nicht mehr zu atmen, mich zu freuen und das zu genießen, was jetzt gerade geschieht.

Wann immer es geht, nehme ich mir Zeit, einfach im Garten oder irgendwo im Haus zu sitzen und zu atmen. Ich nehme die Energien wahr, die gerade dabei sind das Haus zu verlassen und die neuen Energien, die hereinströmen. Ich spüre, wie ein neuer Rhythmus und eine neue Klarheit im Haus Einzug halten. Und auf einer ganz tiefen Ebene beginne ich mich wohl zu fühlen. Obwohl das ganze Haus noch eine Baustelle ist und es so viel zu tun gibt… Doch das hat nichts mit meinem Wohlbefinden zu tun. Ich kann überall und in jedem Augenblick weich atmen und schöpferische Energie fließen lassen.

Natürlich gibt es neben dem Atmen noch einiges, was wir gerade tun. Zum Beispiel haben wir begonnen, die ersten Zimmer zu streichen. Wir haben uns bei der Wahl der Wandfarbe für eine Naturfarbe entschieden. Diese weiße Naturfarbe riecht wirklich gut und frisch, doch sie lässt sich nur relativ schwer auf die Wand auftragen. Wir mussten die Farbe beinahe mit der Rolle auf die Wand drücken, und so habe ich jetzt seit langer Zeit mal wieder wirklich Muskelkater in meinen Armen.

Außerdem haben wir einen ganzen Haufen Holz aus dem Vorgarten weggeräumt, weil dort das Baugerüst gestellt werden sollte. Wir haben festgestellt, dass die körperliche Arbeit Freude macht und sehr meditativ sein kann, wenn man es ruhig angeht und in einen Rhythmus kommt. Nachdem wir den Haufen Holz von einem Ort zum anderen bewegt hatten, waren wir richtig stolz auf uns selbst. Es war ein anderes Gefühl, als eine Webseite fertig erstellt zu haben - irgendwie realer und für alle Sinne erlebbar. (Leider dann auch der Muskelkater am nächsten Tag… ;-))

Jetzt werden wir noch unseren Sonntag genießen und uns auf die kommende Woche einstimmen. Euch allen ein schönes Wochenende und einen guten Start in die kommende Woche -

Liebe Grüße, Lea

P.S. von Matthias:

Hier zwei Bilder von unserem neuen Seminarraum - im Werden... ;-) Die Zwischenwände, alle aus altem Fachwerk, wurden in den letzten Wochen entfernt, und in Kürze wird der neue Dachstuhl aufgesetzt. Die freistehenden Balken, die man sieht, werden dann auch noch entfernt, und danach beginnen wir mit dem Innenausbau.