Grüße aus dem Urlaub PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Samstag, 21. August 2010

Wir sind jetzt beinahe eine Woche hier in der Uckermark. Das Wetter ist genau richtig. Am Abend scheint die Sonne auf unsere Terrasse und tagsüber ist es entweder bewölkt oder sonnig und warm. Die Landschaft ist eine Mischung aus weichen Hügeln (in unserer Karte sind hier einige „Berge“ mit der Höhe von 60 Metern eingetragen), Seen (beinahe jedes Dorf hat einen oder zwei Seen) und Weite (der Himmel scheint hier einfach größer zu sein).

Wir haben uns entschieden nicht in einem Hotel zu wohnen, sondern eine Ferienwohnung zu mieten. Eine gute Entscheidung. Matthias ist inspiriert von den frischen Gemüsen, die wir bei unserem Nachbar direkt aus dem Garten kaufen können, und das Essen schmeckt doppelt so gut wie im Hotel. Ich kann mich gut an Zeiten erinnern wo ich froh war einmal in einem Hotel frühstücken zu können, weil es bei mir zuhause nicht so tolles Essen gab, inzwischen ist es genau anders herum.

Für Noah ist dies der erste Urlaub, wo er mit uns zusammen ist. (Nach Kauai kann man keine Haustiere mitbringen, diese müssten nämlich erst 4 Wochen im Tierheim in einem Käfig in Quarantäne sein, weil das Ökosystem auf den hawaiianischen Inseln so sensibel ist.) Er hat die Autofahrt ziemlich gut überstanden, wir haben viele Pausen gemacht und festgestellt, dass es auch uns guttut zwischendurch eine halbe Stunde spazieren zu gehen.

Die einzige Hürde war, dass er so aufgeregt und angetan war von den vielen neuen Gerüchen und dem Abenteuer jedes Mal etwas anderes zu sehen wenn die Autotür aufging, dass er vergessen hat etwas zu trinken. Wir haben ihm jedes Mal Wasser hingestellt, und er hat es jedes Mal übersehen weil es so viel Spannenderes gab. Schließlich hatte Matthias die Idee: Wir schütten ihm einfach etwas von seinem Futter ins Wasser. Also machten wir so eine Art Cornflakes aus dem Wasser und seinem Trockenfutter, und siehe da, er hat alles ausgetrunken. Diesen Trick werden wir bei der Rückfahrt wieder anwenden.

Die Uckermark selbst bildet den nordöstlichen Zipfel Brandenburgs und ist übrigens der sowohl flächenmäßig größte als gleichzeitig auch der am dünnsten besiedelte Landkreis in Deutschland. Das bemerkt man – es ist einfach mehr Platz da. Wenn wir mit dem Fahrrad fahren werden wir in jedem Dorf begrüßt. Die Einwohner sind entspannt, fahren alles mit dem Fahrrad, und die Straßen sind so wenig befahren, dass man als Fahrradfahrer freie Fahrt hat. Viele alte Häuser werden gerade von jungen Familien umgebaut und man sieht viele alternative Projekte - selbst in den kleinsten Dörfchen.

Da bemerkt man, dass Veränderung auch etwas Gutes haben kann. Wenn etwas Alte geht, entsteht Platz für Neues. Sicher ist das nicht immer einfach – doch es hat auch positive Seiten. Heute fahren wir zum Biosphären-Reservat „Schorfheide Chorin“ und danach machen wir einen Besuch im Forstbotanischen Garten in Eberswald, einem der ältesten botanischen Gärten in Deutschland.

Liebe Grüße an euch alle, Lea und Matthias