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Blogs - Leas Blog
Geschrieben von: Lea Hamann   
Montag, 14. November 2011

In den letzten Monaten hat sich in unserem Leben sehr vieles gewandelt. Wir sind nicht nur in ein neues Zuhause umgezogen und haben unsere Ernährung umgestellt, sondern wir sind auch innerlich durch eine tiefe Wandlung gegangen. Eine tiefe Wandlung von vielen.

Jetzt kommt es mir so vor, als müsste sich die Art und Weise wie ich mit allen Dingen in meinem Leben verbunden bin, neu sortieren. Ich darf einen neuen Umgang zu dieser Webseite finden, zu euch, liebe Leser dieser Webseite, zu meinem eigenen Ausdruck, zu den Worten die ich niederschreibe.

Ist es nicht immer so, dass wir uns vollkommen neu verbinden müssen, nachdem wir alles losgelassen haben?

Jeden Morgen wenn wir erwachen, müssen wir uns wieder daran erinnern, wer wir sind. Jedes Mal wenn wir umziehen, darf ein neues Zuhause wachsen. Jedes Mal wenn wir einen inneren Schritt tun, dürfen wir die Welt von diesem neuen Ort aus wahrnehmen.

Ich bemerke, dass nicht nur ich mich gewandelt habe, sondern auch die Menschen mit denen ich verbunden bin. Während dem letzten Seminar (Neues Bewusstsein und 2012 in Salzburg) ist mir das so sehr aufgefallen. Bisher waren die Teilnehmer der Seminare voller Fragen. Kaum schaute ich in die Runde, schon kamen zahlreiche Fragen und Anliegen.

Diesmal war eine Stille im Raum. Es war keine unterdrückte Stille - es war einfach still. Es gab nichts mehr zu sagen, zu fragen oder zu diskutieren. Wir waren einfach da. Wir sind durch ein Nadelöhr geschlüpft und für einen Moment ist die Welt - und die Worte mit ihr - verschwunden.

Dann taucht die Welt wieder auf. Es entstehen neue Worte. Es entsteht ein völlig neues Gespräch. Wir sind nicht mehr länger Seminarleiter und Teilnehmer. Wir sind erwachende Menschen die gemeinsam neue Potenziale erspüren und einbringen, wir sind Schöpfer eines neuen Bewusstseins.

Für mich ist es immer sehr schön, durch diese tiefen Wandlungsprozesse zu gehen, wo wir für einen Moment alles loslassen. Wo wir unsere gewohnte Einstellung, unsere Rollen und Begrenzungen verlieren und einfach nur da sind. Natürlich bleiben wir nicht dort - für immer still, für immer bewegungslos.

Die Welt taucht wieder auf. Wir tauchen wieder auf. Selbst die Rollen, die wir erfüllen tauchen auf und verschwinden wieder. Wir sind Mutter, Vater, Freund und Freundin, Mann, Frau, Krankenschwester, Architektin und Koch - doch es fühlt sich so an, als wäre diese Rolle nicht mehr das, was wir sind. Die Rollen kommen und gehen. Etwas in uns bleibt.

So bin ich gerade dabei, neu anzuknüpfen, neu zu sortieren.

Und wie geht es dir?