| Das Karussell der Angst |
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| Blogs - Leas Blog |
| Geschrieben von: Lea Hamann |
| Mittwoch, 25. August 2010 |
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In der heutigen Zeit wird vermehrt über diese Ängste gesprochen, was daran liegen mag, dass einfach gegenwärtig mehr Ängste in uns Menschen zum Vorschein kommen. Das liegt mit daran, dass wir uns in einer Zeit des Wandels befinden. Wandel in jeglicher Form reißt unsere alte Vorstellung ein, dass wir genau wissen müssen, was die nächsten fünfzig Jahre bringen werden. Das ist heute schon längst nicht mehr so, und wenn wir uns auf dem Weg des Erwachens befinden, schon gar nicht. Die scheinbar sicheren äußeren Strukturen zeigen uns in der Zeit des Wandels, dass auch sie sich verändern. Wenn wir erkennen, dass etwas von dem wir bisher dachten, es wäre ewig, sich wandelt, löst es Angst aus. Die Wirtschaft wandelt sich – und schon müssen Milliarden von Menschen wahrnehmen, was das in ihnen auslöst. Eine Beziehung endet – und schon müssen wir damit sein, dass unser Traum von der ewigen Liebe nicht von Dauer ist. Das ist nicht leicht. Es ist verständlich, dass wir im Außen nach Sicherheiten suchen und hoffen, dass die Umstände endlich einmal so bleiben wie sie sind. Doch auf dieser Erde ist nichts Äußeres von Dauer. Die Wirtschaft wandelt sich, Beziehungen gehen durch Phasen voller Veränderung und auch wir selbst befinden uns mitten im Wandel. Wohin also mit der Angst? Meine Antwort ist, dass wir lernen können, dieser Angst zu begegnen und damit zu sein. Ich nutzt gerne das Bild, dass wir ein Fels in der Brandung der Angst sein können. Wenn wir es wagen, der Angst zu begegnen, die jetzt da ist, dem unruhigen Kribbeln im Bauch, der Enge in den Schultern, dem Gefühl von Panik, und einen Atemzug nach dem anderen atmen, werden wir etwas beobachten können: Die Angst ist eine gewaltige Menge von angestauter Lebensenergie und das einzige, was diese Angst wirklich möchte, ist, wieder zu fließen. Wenn wir ihr begegnen, ohne zu kämpfen, ohne uns in den Gedanken zu verwickeln, kommt sie wieder in Fluss und löst sich letztendlich auf. Allerdings können wir auch in das Karussell der Angst geraten - nämlich dann, wenn wir vor der Angst davonlaufen. Vor allem wenn du jemandem von deiner Angst erzählst, der nicht fest im Sein verankert ist, ist es gut möglich, dass derjenige von deiner Erfahrung weggeschwemmt wird. Dann erzählst du zum Beispiel: „Ich habe solche Angst verrückt zu werden.“ Und dein Gegenüber zuckt zusammen und denkt innerlich: „Um Gottes Willen, was für eine schreckliche Vorstellung“, und gibt dir – aus der Angst heraus – tausend Tipps wie du diesem schrecklichen Schicksal entkommen kannst. Diese Tipps sind leider alle nutzlos, selbst wenn sie gut gemeint sind, denn sie entspringen der Angst vor dem was ist. Du hast die Möglichkeit, Menschen zu finden, die keine Angst vor deiner Angst haben und einfach mit dir sind. Du hast die Möglichkeit deine Seele um Hilfe zu bitten, oder Sophia, wenn du das möchtest. Auch wenn du der Ansicht bist, deine Angst sei so groß und du seist so klein, in Wirklichkeit gibt es nie etwas, dem du nicht gewachsen bist. Es kann ein großer Lernschritt sein, der eigenen Angst zu begegnen und mit ihr zu sein. Irgendwann werden wir die Angst nicht mehr ablehnen, sondern willkommen heißen, weil wir wissen: Auch das ist Teil unseres Weges. Bild: Paul (dex) Some Rights reserved. |




Auf dem Weg des Erwachens begegnet uns früher oder später die Angst. Sie kann verschiedene Formen annehmen. Vielleicht ist es die Angst, nicht mehr zu wissen, wer du bist, die Angst den Verstand zu verlieren oder verrückt zu werden – manchmal sind es auch dunkle alte Ängste krank zu werden, zu leiden oder zu sterben. Diese Ängste sind vollkommen normal. Jeder Mensch trägt sie in sich. Nur haben die meisten Menschen gelernt, diese Ängste zu verdrängen. Zwar sind die Ängste immer noch da und sind eine treibende Kraft im Leben vieler Menschen, aber sie sind gut versteckt.









