| Atmen und im Leben sein |
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| Blogs - Leas Blog |
| Geschrieben von: Lea Hamann |
| Freitag, 16. Juli 2010 |
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Ein Thema, das vielen Klienten beim Weichen Atmen begegnet ist das Gefühl: „Wenn ich mich sinken lasse und atme, nehme ich meine Probleme nicht mehr wahr. Ich nehme gar nichts mehr wahr – nur Stille.“ Zunächst könnte man vielleicht meinen, das sei der Effekt, den wir durch das Weiche Atmen erzielen wollen, doch weit gefehlt. Das Herausgehen aus dem Jetzt, hinein in eine Leere Welt der Stille und des Nicht-Fühlens gleicht einer Flucht vor dem Jetzt. Durch diese Praxis verändert sich überhaupt nichts. Das Weggehen schafft zwar kurzfristige Erleichterung, doch sobald man in das Jetzt zurückkehrt, sind alle Probleme unverändert wieder da. Das Weggehen aus dem Jetzt ist nicht nur wirkungslos, sondern es verstärkt das Gefühl, machtlos und hilflos zu sein, gefangen in einer feindlichen Welt. Mein Eindruck ist, dass sich hier antrainierte Haltungen zeigen, die vielleicht in einem vergangenen Leben als buddhistischer Mönch oder als Anhänger einer extremen Form von Meditation entstanden sind. Viele Religionen und spirituelle Richtungen haben die äußere Welt als Hindernis auf dem Weg zu Gott (zur Seele, zum wahren Sein) wahrgenommen. Dahinter stehen die verzweifelte Annahme, dass Gott in dieser Welt der äußeren Formen nicht zu finden ist, und die Hoffnung, Gott wiederzufinden, wenn man die äußere Welt ausblendet. Doch wir sind hier um die Welt zu durchschauen, zu meistern, nicht um uns durch meditative Tricks davonzuschleichen. Wenn wir erkennen, dass die göttliche Präsenz, das wahre Sein, durch alle Formen hindurch leuchtet, so wird klar, dass wir uns auch hier in der Welt der äußeren Formen mit unserem Ursprung verbinden können. Es darf eine Bewegung nach innen geben, um uns mit dem wahren Sein zu verbinden. Doch es darf auch eine Bewegung nach außen geben, die uns erlaubt das wahre Sein in äußeren Formen zu erfahren. (Hier denke ich gerade wieder an unser Seminar „Meisterschaft im Neuen Bewusstsein - Den inneren und den äußeren Weg verbinden“.) Falls du also bemerkst, dass du die Verbindung zu deinem Leben verlierst, wenn du weich atmest, dann ist es hilfreich etwas in deiner Gewohnheit zu verändern. Dir darüber bewusst zu werden, dass du die Tendenz hast, wegzugehen, ist der erste Schritt. Es kann hilfreich sein, deine Augen beim Atmen geöffnet zu lassen, dir über die Beine zu streichen und deinen Körper zu fühlen – oder das Atmen mit ruhigen Bewegungen zu verbinden. So bringst du das Atmen mitten in dein Leben – und dein Leben wird die Ruhe und den Frieden wiederspiegeln, den dein Atem hereinträgt. |














