| Ach ja, Beziehungen! |
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| Blogs - Leas Blog |
| Geschrieben von: Lea Hamann |
| Montag, 11. Januar 2010 |
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Ab und zu beantworte ich Fragen, die mir per Email zukommen. Gestern habe ich eine Frage zum Thema Beziehung bekommen. Mal sehen, was mir dazu einfällt... Hallo liebe Lea,ich habe eine Frage zu meiner Beziehung und vielleicht könntest Du mir dazu etwas sagen oder ein paar erleuchtende Fragen stellen. Ich lauere ja immer noch auf das zweite CD-Set von Jeshua und Maria Magdalena aber bislang ist noch nix erschienen... ;-) [Hinweis: Wegen der Feiertage erscheint das CD-Set zu unserem Seminar Heilige Beziehung mit Maria Magdalena und Jeshua erst kommende Woche im Onlineshop.]Ich hatte immer gehofft, dass sich unsere Beziehung wandelt und liebevoller wird je mehr ich weich und liebevoll werde, aber irgendwie passiert das Gegenteil - wir sind uns fremder denn je und es gibt ständig stumme Anschuldigungen und offenes Angemotze. Wobei meist reden wir kaum miteinander. Was mir persönlich sehr weh tut und oder mich wütend macht.Ich habe schon diverse Versuche gemacht, zu atmen und Verständnis zu haben und auf ihn zuzugehen aber es kommen meist blöde Kommentare falls überhaupt. Die Situation, die wir seit über einem Jahr haben, scheint ihn wohl kaum zu stören. Er meint dann manchmal er hätte zur Zeit wichtigere Probleme oder andere Sorgen, als das.Darunter leidet die Atmosphäre sehr und es tut weder uns gut aber noch viel weniger unserem kleinen sensiblen Sohn und dem sensiblen Hund, der schon länger diverse Verhaltensauffälligkeiten zeigt.Dabei hab ich das Gefühl, dass wir uns alle eigentlich nur diese sanfte behutsame liebevolle feminine Energie wünschen, die uns dabei hilft ein Nest hier zu haben und anzukommen mit allem, was wir sind.Ich fühle mich da schon ziemlich hoffnungslos und auch ohnmächtig, weil ich die Beziehung auch nicht so einfach aufgeben und mit Kind und Hund ausziehen möchte, zumal beide sehr fixiert auf ihn sind und es sicher schwer für sie werden würde.Zum Anderen weiß ich mittlerweile auch, dass ich im Grunde dem inneren Leidensdruck folgen und es einfach hinschmeißen würde. Im letzten Seminar sagen Jeshua und Maria Magdalena ja auch, dass es sich vor allem um die frustrierte überladene maskuline Energie handelt.Dabei hab ich mir für diesen kleinen Spatz so sehr eine liebevolle Familie gewünscht, eine die ich damals nicht hatte. Bei mir war es ja ähnlich wie es jetzt ist und ich habe das damals nur schwer ausgehalten oder vielleicht doch nicht... Mein Partner hat seine Mutter ganz fürh verloren... Sie starb an Krebs und siechte im letzten Jahr so dahin. Er hat es bislang nicht verarbeitet, will da aber auch nicht wirklich ran. Es hat ihn extrem verändert und prägt ihn vermutlich nach wie vor. Wie kann ich noch damit umgehen????Erst einmal danke ich dir für deine Frage. Seit Tagen schwebte in mir eine Idee herum, etwas zum Thema Beziehungen zu schreiben, aber es wurde nicht konkret. Deshalb passt es jetzt sehr gut, dass deine Frage kommt. Das Seminar in Wals "Heilige Beziehung", brachte einige grundlegende Erkenntnisse für mich. Beim Thema heilige Beziehung haben wir ja sofort ein Bild, wie denn eine solche Beziehung auszusehen hat. Immer harmonisch, liebevoll, offen, viel Austausch, Verständnis, körperliche Nähe - und alles ist wunderschön. Jeshua und Maria Magdalena verblüfften mich dann mit der Aussage: Jede Beziehung wird zu einer Heiligen Beziehung, wenn du (nicht der andere) beginnst mit dem zu sein, was der Partner an negativen Gefühlen in dir hervorruft. Sie haben nicht nur gesagt, dass es ab und zu geschehen kann, dass durch den Partner Verletzungen berührt werden, sondern es sei die grundlegende Dynamik in jeder Beziehung. Aha. Da wurde die Begeisterung über eine solche Beziehung schon weitaus kleiner. Was, ich soll mit all dem Quatsch auch noch sein? Wenn ich nicht dagegen ankämpfe, wird es ja für immer so bleiben. So geht es dann meistens in unserem Inneren los. Für mich sind Beziehungen eine Herausforderung, denn sie laden mich ein, mich mir selbst zu stellen. Nicht nur die Schokoladenseiten, die ich mir zurecht gelegt habe, sondern auch die anderen Seiten von mir wollen da sein. Die Beziehung zeigt mir, wo ich Erwartungen habe, wo ich mich selbst vernachlässige, wo ich alte Wunden und Ängste in mir trage. Und jede Beziehung stellt mir absolut frei, damit zu sein, oder nicht damit zu sein. Viele Frauen tragen im Bereich ihrer Weiblichkeit innere Verletzungen, viel Wut und Hass in sich. Und momentan kommen diese Energien verstärkt an die Oberfläche. Und es ist meistens nicht möglich immer zentriert und gelassen zu sein und zu wissen: Obwohl ich mich furchtbar fühle weiß ich, dass es nur alte Wunden sind, die gerade heilen möchten. Es hat nichts mit meinem Partner zu tun. Meistens machen wir die Augen auf und wer uns als erstes begegnet, ist schuld. Schuld daran, dass ich leide, dass es mir schlecht geht. Bei vielen geht es um das Thema: Mein Partner gibt mir etwas nicht, das ich haben möchte. Manchmal handelt es sich um Verständnis, Aufmerksamkeit, Achtung, Zeit, Nähe, Unterstützung, Freiraum - ganz unterschiedliche Dinge. Es ist ja erst einmal wunderbar, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse spüren. Doch wenn wir dann die Augen aufmachen und erwarten, dass der erste den wir sehen diese Bedürfnisse erfüllen muss, wird es schwierig. So unangenehm es auch sein mag, jeder muss bei sich selbst beginnen und zunächst mit der Enttäuschung und der Wut sein, die im Inneren da ist. Vielleicht muss ich sogar wahrnehmen, dass ich für all die Dinge nach denen ich mich sehne gar nicht offen bin und sie gar nicht annehmen kann. Sich für den Weg einer heiligen Beziehung zu entscheiden, bedeutet auch, aufzugeben. Deine Vorstellung davon wie es sein sollte loszulassen. Zu bemerken, dass die Situation - so wie sie jetzt ist - die größtmögliche Heilung für dich in sich trägt. Sobald du beginnst das Grundgefühl, das durch die Beziehung hochkommt anzunehmen und damit zu sein, beginnt die Heilung. Und natürlich können wir auch weggehen. Aber ich glaube, dass es oft lohnenswerter ist dort zu heilen, wo ich jetzt bin, anstatt wegzugehen und das selbe Spiel von vorne zu beginnen. Das was dir fehlt - bist du. Diese Sehnsucht, diese Verzweiflung, diese Wut - hat allein mit dir zu tun. Erlaube dir damit zu sein. Damit still da zu sitzen. Und beobachte dass es leichter wird, je mehr du dich dir selbst liebevoll zuwendest. Sich für eine tiefe Liebe zu öffnen gleicht dem Graben nach einem Schatz. In jeder Beziehung liegt tief im Inneren dieser Schatz, diese tiefe wahrhaftige Liebe. Aber jeder muss für selbst durch die Schichten von Hass, Angst und Härte hindurch graben. Dein Partner kann es nicht für dich tun. Natürlich wollen wir alle diesen Schatz haben. Wir wollen tiefe Liebe wahrnehmen und uns gelassen und wohl fühlen. Doch die Schaufel in die Hand nehmen und den ganzen Mist in unserem eigenen Inneren durchgraben? Hm. Lieber ein anderes Mal. Selbst Kinder und Hunde profitieren davon, wenn jemand beginnt, mit seinen eigenen Verletzungen zu sein. Das ist etwas sehr Natürliches und Heilsames, für alle Beteiligten. Ich würde lügen wenn ich sagen würde: Es ist doch gaaaanz einfach. Aber ich glaube, dass unsere Seele uns immer genau das zumutet, was wir annehmen können. Nur ist es anders als gedacht, als erwünscht, als erhofft. Wenn wir darüber hinweg sind können wir beginnen. Alles Liebe, Lea P.S. Ganz oft, wenn Klientinnen über ihre Partner erzählen, z.B.: mein Partner nimmt mich nicht wahr, ist nicht spirituell, nicht offen, ist sowieso immer gegen mich, nehme ich auf einer tieferen Ebene noch etwas ganz anderes wahr. Für mich ist es immer berührend, Männer wahrzunehmen, die sich auf eine Partnerin eingelassen haben, die damit beginnt, dem Weg ihrer Seele zu folgen. Kann das wirklich Zufall sein? Tief im Inneren merke ich ganz oft, was für wache, bewusste Seelen das sind und wie viel Liebe sie in sich tragen. Doch mal ganz ehrlich, in der Zeit, wo in einer Frau die verletzten femininen Anteile nach oben kommen, ist es für den Partner nicht immer ganz so einfach damit umzugehen. Und wenn man dann ständig unterschwellig das Gefühl hat, die Partnerin hat tausend spirituelle Erwartungen an mich und was ich auch tue, immer ist es falsch und ich bin an allem schuld - wow, das stelle ich mir nicht so einfach vor. Da würde ich auch etwas "Sicherheitsabstand" einnehmen. |















