Leas Blog

Alles rund um mich, meine Arbeit, meine Gedanken - Spiritualität mitten im Leben



Transformationsraum Familienenergie Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Freitag, 03. September 2010

Wie bereits in unserem Newsletter angekündigt, wird im Monat September ein weiterer kostenloser Webcast stattfinden. Es sind noch ca. 50 Plätze frei, ihr könnt euch anmelden.

Auf der rechten Seitenleiste unserer Webseite ganz unten ist ein Button "Live-Webcast - Raum für Transformation", wenn du den anklickst kommst du direkt zur Anmeldung und zu den Aufzeichnungen vergangener Webcasts.

Donnerstag, 23. September 2010 um 20:30 Uhr

Dieser Transformationsraum, zu dem jeder eingeladen ist, dient auch als Einstimmung für unser Seminar in Österreich im Oktober.

Jeder Mensch auf dieser Erde ist auf die eine oder andere Weise mit dem Thema Familie in Berührung gekommen. Nicht immer waren die Erfahrungen mit deinen Eltern, Großeltern oder Geschwistern einfach. Es gibt einen Weg dich all den Energien, die dich mit deiner Familie verbinden, zu stellen und damit zu sein. Auch hinter den Energien von Schuld, Schmerz, unerfüllter Sehnsucht und Enttäuschung verbirgt sich reine Lebensenergie, die wieder fließen möchte.

In diesem Transformationsraum bekommst du Unterstützung beim Bewussten Sein mit deiner Familie und kannst erleben wie selbst uralte festgfeahrene Energien sich zu lösen beginnen. Diese Arbeit dient nicht nur deinem persönlichen Wohlbefinden, sondern öffnet auch den Weg für ein neues Verständnis für die Mitglieder deiner Familie. Du bist eingeladen!

  • Der Live-Webcast ist kostenlos
  • Wir haben Platz für 100 Zuhörer, die live dabei sein möchten
  • Du benötigst einen Computer und eine Internetverbindung
  • Du kannst dir die Übertragung über die Lautsprecher deines PCs oder über Kopfhörer anhören.

Anmeldung und Infos hier

 
Was wäre wenn… Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Mittwoch, 01. September 2010

…du den Schmerz der jetzt in deinem Leben ist nicht umgehen könntest? Was wäre wenn selbst die beste Taktik diesen Schmerz zu vermeiden auf Dauer nutzlos wäre?

Was wäre wenn der einzige Weg der existiert, dich diesem Schmerz näher bringt und dich einlädt ihm zu begegnen?

Was wäre wenn du den Schmerz nicht länger als etwas beurteilst, das falsch ist, nicht sein darf, sondern ihm schutzlos begegnest – ohne Worte?

Was wäre, wenn wir alle Strategien, die uns dabei helfen, Schmerz zu vermeiden für einen Augenblick ruhen lassen? Was wäre, wenn wir für einen Moment stehen bleiben und inne halten?

Was wäre wenn jeder Schmerz einen Anfang und ein Ende hätte? Was wäre wenn jeder Schmerz vorbeizieht wie eine Wolke am Himmel? Wenn Schmerz kommt und geht – was ist es, das bleibt?

***

Schmerz kann eine Unterstützung darstellen, auf dem Weg zu unserem Wahren Sein. Wenn wir dem begegnen, vor dem wir uns am meisten gefürchtet haben, das wir ein Leben lang vermeiden wollten und es wirklich erfahren, können wir erkennen: Es gibt etwas, das von diesem Schmerz in mir nicht getrübt wird. Etwas in mir ist tiefer als jeder Schmerz.

***

Vor einiger Zeit hatte ich einen Traum von einem klaren See. Der Wind begann zu wehen, aber die Oberfläche des Sees blieb unberührt. Es begann zu regnen aber die Oberfläche des Sees blieb absolut still. Der See war weder hart noch von einer Glasplatte verdeckt, er war offen und still. Es war ein berührendes Gefühl, diesen See zu beobachten. Ich habe in diesem See etwas wiedererkannt.

Die Herausforderung ist, jeden Tag, in jedem Augenblick, den unbewegten See im Inneren wahrzunehmen, egal welche Wolken heute über ihn hinwegziehen. Wir können uns die Frage stellen: Während so vieles kommt und geht – was ist es in mir, das immer schon da war und immer da sein wird? Was ist es, das bleibt?

(Natürlich geht es dabei nicht darum, eine konkrete Antwort zu finden, oder das passende Wort auszusprechen, sondern es geht vielmehr darum etwas wahrzunehmen.)

 
Deinen Partner wahrnehmen Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Montag, 30. August 2010

 

Wie oft versuchen wir unsere Partner zu verändern? Wie oft ärgern wir uns über das So-Sein anderer Menschen? Das obenstehende Video habe ich während unserem Urlaub in der Uckermark aufgenommen. Es lädt dich dazu ein, mit deinem Partner zu sein - so wie oder sie jetzt gerade ist. Beobachte, was dabei geschieht...

 
Unser Seminar in Österreich Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Freitag, 27. August 2010

Hier ist ein kleiner Vorab-Blick hinter die Kulissen zu unserem Seminar im Oktober in Österreich:

Bisher waren wir immer in Wals im Zentrum Walser Birnbaum, wo unsere Organisatorin für Österreich, Uschi Süß arbeitet. Nun haben wir uns entschieden einen Ort zu finden, wo wir als Gruppe übernachten und einen Seminarraum haben, und noch etwas mehr Natur. Das Hotel Hammerschmiede hat uns angesprochen, weil es mitten im Wald ist und weil hier schon öfter spirituelle Seminare stattgefunden haben, z.B. Familienstellen. Das ist immer eine gute Voraussetzung für uns.

Das Thema, das wir für das Seminar gewählt haben, ist sehr intensiv. Wenn ich mich mit dem Seminar beschäftige, merke ich jedes Mal, wie intensiv diese Energie eigentlich ist. Es geht um das Thema „Familie“. Wie du vielleicht schon bemerkt hast, gibt es eine Verbindung zwischen dir und deiner Familie. Selbst wenn du äußerlich keinen Kontakt mit deiner Familie hast, gibt es etwas, was dich mit deiner Familie verbindet – das ist die Familienenergie.

Familienenergien sind oftmals unendlich alt. Wir sind so an sie gewöhnt, dass wir sie oft überhaupt nicht mehr wahrnehmen. Aber genau das wollen wir in unserem Seminar tun – wir wollen mit dieser Energie sein und sie bewusst wahrnehmen. Dieses Bewusste Sein mit der Familienenergie bedeutet nicht, dass wir uns in alten Geschichten verstricken, oder versuchen gewaltvoll etwas an der Energie zu verändern. Wenn wir uns erlauben mit der Familienenergie zu sein, beginnt sie, sich zu lösen, sie kann wieder fließen.

Familienenergie, die angestaut ist und hart, kann dich enorm einschränken und belasten. Doch stell dir vor, welcher Schwung frei wird, wenn all das Festgefahrene langsam und weich zu fließen beginnt? Dann steht dir eine enorme Kraft zur freien Verfügung.

So ist das Seminar in Österreich ein Seminar der Verwandlung. Übrigens hat sich gleich Maria Magdalena gemeldet, als wir den Seminarort Hammerschmiede ausgewählt haben und erwähnt, dass dies ein guter Ort ist für tiefe Transformation. Feuer ist ein wundervoll klärendes und transformierendes Element, was uns unterstützen wird.

Also liebe Österreicher – und alle, die sich eingeladen fühlen - auf in die Verwandlung!

Der Weg in deine persönliche Freiheit - Klärung deiner Familienenergien

15.-17. Oktober 2010, Salzburg

Infos zum Seminar und Anmeldung hier

 
Das Karussell der Angst Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Mittwoch, 25. August 2010

Auf dem Weg des Erwachens begegnet uns früher oder später die Angst. Sie kann verschiedene Formen annehmen. Vielleicht ist es die Angst, nicht mehr zu wissen, wer du bist, die Angst den Verstand zu verlieren oder verrückt zu werden – manchmal sind es auch dunkle alte Ängste krank zu werden, zu leiden oder zu sterben. Diese Ängste sind vollkommen normal. Jeder Mensch trägt sie in sich. Nur haben die meisten Menschen gelernt, diese Ängste zu verdrängen. Zwar sind die Ängste immer noch da und sind eine treibende Kraft im Leben vieler Menschen, aber sie sind gut versteckt.

In der heutigen Zeit wird vermehrt über diese Ängste gesprochen, was daran liegen mag, dass einfach gegenwärtig mehr Ängste in uns Menschen zum Vorschein kommen. Das liegt mit daran, dass wir uns in einer Zeit des Wandels befinden. Wandel in jeglicher Form reißt unsere alte Vorstellung ein, dass wir genau wissen müssen, was die nächsten fünfzig Jahre bringen werden. Das ist heute schon längst nicht mehr so, und wenn wir uns auf dem Weg des Erwachens befinden, schon gar nicht. Die scheinbar sicheren äußeren Strukturen zeigen uns in der Zeit des Wandels, dass auch sie sich verändern.

Wenn wir erkennen, dass etwas von dem wir bisher dachten, es wäre ewig, sich wandelt, löst es Angst aus. Die Wirtschaft wandelt sich – und schon müssen Milliarden von Menschen wahrnehmen, was das in ihnen auslöst. Eine Beziehung endet – und schon müssen wir damit sein, dass unser Traum von der ewigen Liebe nicht von Dauer ist. Das ist nicht leicht. Es ist verständlich, dass wir im Außen nach Sicherheiten suchen und hoffen, dass die Umstände endlich einmal so bleiben wie sie sind. Doch auf dieser Erde ist nichts Äußeres von Dauer. Die Wirtschaft wandelt sich, Beziehungen gehen durch Phasen voller Veränderung und auch wir selbst befinden uns mitten im Wandel.

Wohin also mit der Angst?

Meine Antwort ist, dass wir lernen können, dieser Angst zu begegnen und damit zu sein. Ich nutzt gerne das Bild, dass wir ein Fels in der Brandung der Angst sein können. Wenn wir es wagen, der Angst zu begegnen, die jetzt da ist, dem unruhigen Kribbeln im Bauch, der Enge in den Schultern, dem Gefühl von Panik, und einen Atemzug nach dem anderen atmen, werden wir etwas beobachten können: Die Angst ist eine gewaltige Menge von angestauter Lebensenergie und das einzige, was diese Angst wirklich möchte, ist, wieder zu fließen. Wenn wir ihr begegnen, ohne zu kämpfen, ohne uns in den Gedanken zu verwickeln, kommt sie wieder in Fluss und löst sich letztendlich auf.

Allerdings können wir auch in das Karussell der Angst geraten - nämlich dann, wenn wir vor der Angst davonlaufen. Vor allem wenn du jemandem von deiner Angst erzählst, der nicht fest im Sein verankert ist, ist es gut möglich, dass derjenige von deiner Erfahrung weggeschwemmt wird. Dann erzählst du zum Beispiel: „Ich habe solche Angst verrückt zu werden.“ Und dein Gegenüber zuckt zusammen und denkt innerlich: „Um Gottes Willen, was für eine schreckliche Vorstellung“, und gibt dir – aus der Angst heraus – tausend Tipps wie du diesem schrecklichen Schicksal entkommen kannst. Diese Tipps sind leider alle nutzlos, selbst wenn sie gut gemeint sind, denn sie entspringen der Angst vor dem was ist.

Du hast die Möglichkeit, Menschen zu finden, die keine Angst vor deiner Angst haben und einfach mit dir sind. Du hast die Möglichkeit deine Seele um Hilfe zu bitten, oder Sophia, wenn du das möchtest. Auch wenn du der Ansicht bist, deine Angst sei so groß und du seist so klein, in Wirklichkeit gibt es nie etwas, dem du nicht gewachsen bist.

Es kann ein großer Lernschritt sein, der eigenen Angst zu begegnen und mit ihr zu sein. Irgendwann werden wir die Angst nicht mehr ablehnen, sondern willkommen heißen, weil wir wissen: Auch das ist Teil unseres Weges.

Bild: Paul (dex) Some Rights reserved.
 
Das lasse ich mir nicht mehr bieten Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Dienstag, 24. August 2010

Immer wieder berichten mir Klienten, dass sie Situationen erleben, die schmerzhaft für sie sind und fragen mich, wie man diese Situationen zukünftig vermeiden kann: „Wie kann ich erreichen, dass meine Partnerin nie wieder zu spät kommt? Wie kann ich erreichen, dass ich nie wieder von meinem Chef übergangen werde? Wie kann ich erreichen, dass mein Partner nie wieder Erwartungen an mich hat? Wie kann ich erreichen, dass mein Baby nie wieder schreit?“

Meine Antwort ist: Überhaupt nicht. Genauso wie ein Baum es nicht erreichen kann, dass niemals wieder der Winter kommt, genauso wenig können wir alle unangenehmen - oder besser herausfordernden - Situationen unseres Lebens auf immer und ewig loswerden.

Wir leben in einer Welt, in der Menschen zu spät kommen, uns übersehen, missverstehen, Erwartungen an uns haben, unfreundlich sind und Babies schreien. Es ist so. Und dagegen anzukämpfen macht uns traurig. Solange wir versuchen, alles was uns unangenehm ist aus unserem Leben zu verbannen, werden wir sehr isoliert und einsam leben müssen. Wie können wir uns auf eine Partnerschaft mit einem Menschen einlassen, wenn wir auf keinen Fall unangenehme Situationen erleben möchten?

99,99% aller Menschen tragen alten Schmerz in ihrem Inneren. Solange dieser alte Schmerz da ist, wird er berührt werden, meistens von anderen Menschen. Der Verstand, der keinen Schmerz fühlen möchte sagt dann gerne: „Dass ich jetzt Schmerz habe, daran ist mein Partner Schuld. Schon wieder hat er Erwartungen an mich. Das lasse ich mir nicht mehr gefallen. Da suche ich mir schnell einen Partner, der niemals wieder Erwartungen an mich hat.“ Doch komischerweise hat der nächste Partner wieder Erwartungen, und der nächste, und der nächst, und der nächste…

Wenn wir erwachen, haben wir die wunderbare Chance mit dem zu sein was ist. Wenn Situationen aufkommen, die wir früher vermeiden wollten, können wir sagen: „Oh, das ist jetzt so. Ich kann damit sein.“ Wenn der Schmerz in unserem Inneren aufkommt, können wir ihn wahrnehmen und damit sein. Wir können dem begegnen was ist.

Dadurch nehmen wir all dem, was wir bisher ängstlich vermieden haben, den Schrecken. Auf einmal wissen wir: „Egal was geschieht, ich kann damit sein.“ Anstatt dem Leben (und anderen Menschen) zu misstrauen, können wir wieder offen sein für das was ist.

Wenn wir ganz genau hinschauen können wir vielleicht sogar die Weisheit in diesen Situationen erkennen. Vielleicht sagen wir eines Tages zu unserem Partner: „Danke, dass du heute später gekommen bist, als geplant. Ich konnte so gut damit sein und es hat sich so viel gelöst. Schön dass du da bist. Danke.“

 
Wenn dein Weg eine Kurve macht Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Montag, 23. August 2010

Gerade wenn wir erwachen geschehen manchmal Dinge, mit denen wir nicht gerechnet haben. Vielleicht geschehen sogar Dinge die wir insgeheim befürchtet haben. Klienten von mir berichten immer wieder davon, dass auf einmal Beziehungen enden, neu beginnen, plötzlich eine Krankheit aufkommt oder ein Beruf endet.

Nicht immer sind diese Ereignisse das, was wir uns gewünscht haben. Ich glaube niemand steht morgens auf und denkt: „Auf ins Krankenhaus!“

Doch immer wieder stelle ich fest, dass hinter all diesen Ereignissen, so negativ sie zunächst auch aussehen mögen, eine tiefe Weisheit verborgen ist. Und diejenigen, die sich vollkommen auf das einlassen was ist, erfahren eine großartige Veränderung in ihrem Inneren.

Sich diesem Jetzt hinzugeben ist eine Chance. Eine Chance weich zu werden. Eine Chance unsere Angst vor dem Leben gehen zu lassen. Das Leben hilft uns dabei all das was wir ängstlich festgehalten haben loszulassen. Die Katastrophe, die der Verstand befürchtet hat, trifft nicht ein. Es ist einfach nur eine Erfahrung – es ist eine Kurve auf unserem Weg.

Wenn der Weg eine Kurve macht, verliert der Verstand all seine festen Pläne, die er bereits geschmiedet hat: „So sollte mein Leben aussehen – das ist die Zukunft die ich anstrebe.“ Auf einmal ist diese Zukunft nicht mehr zu sehen, denn der Weg macht eine Kurve, und wer weiß schon, wie es hinter der Kurve weitergeht? In diesem Moment entsteht Raum für genau diesen Augenblick, an dem wir immer vorbei geschaut haben.

Gibt es eine Kurve in deinem Weg? Eine Veränderung, mit der du nicht gerechnet hast? Eine Situation die alles in Frage stellt, was du geplant hast? Die Einladung ist, mit dem zu sein, was ist. Je weniger du darüber nachdenkst – denn der Verstand weiß nicht, was hinter der Kurve ist – umso ruhiger wird es.

Wenn ein Stück der fiktiven Zukunft wegbricht, können wir die Ewigkeit und die Tiefe in diesem Augenblick wahrnehmen. Da ist eine Liebe, die deinen Weg begleitet, auch wenn es dir nicht immer bewusst ist. Lass dich von der Kurve auf deinem Weg tragen und entdecke, welche Heilung in Wirklichkeit gerade geschieht.

Bild: 96dpi Some Rights reserved.
 
Grüße aus dem Urlaub Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Samstag, 21. August 2010

Wir sind jetzt beinahe eine Woche hier in der Uckermark. Das Wetter ist genau richtig. Am Abend scheint die Sonne auf unsere Terrasse und tagsüber ist es entweder bewölkt oder sonnig und warm. Die Landschaft ist eine Mischung aus weichen Hügeln (in unserer Karte sind hier einige „Berge“ mit der Höhe von 60 Metern eingetragen), Seen (beinahe jedes Dorf hat einen oder zwei Seen) und Weite (der Himmel scheint hier einfach größer zu sein).

Wir haben uns entschieden nicht in einem Hotel zu wohnen, sondern eine Ferienwohnung zu mieten. Eine gute Entscheidung. Matthias ist inspiriert von den frischen Gemüsen, die wir bei unserem Nachbar direkt aus dem Garten kaufen können, und das Essen schmeckt doppelt so gut wie im Hotel. Ich kann mich gut an Zeiten erinnern wo ich froh war einmal in einem Hotel frühstücken zu können, weil es bei mir zuhause nicht so tolles Essen gab, inzwischen ist es genau anders herum.

Für Noah ist dies der erste Urlaub, wo er mit uns zusammen ist. (Nach Kauai kann man keine Haustiere mitbringen, diese müssten nämlich erst 4 Wochen im Tierheim in einem Käfig in Quarantäne sein, weil das Ökosystem auf den hawaiianischen Inseln so sensibel ist.) Er hat die Autofahrt ziemlich gut überstanden, wir haben viele Pausen gemacht und festgestellt, dass es auch uns guttut zwischendurch eine halbe Stunde spazieren zu gehen.

Die einzige Hürde war, dass er so aufgeregt und angetan war von den vielen neuen Gerüchen und dem Abenteuer jedes Mal etwas anderes zu sehen wenn die Autotür aufging, dass er vergessen hat etwas zu trinken. Wir haben ihm jedes Mal Wasser hingestellt, und er hat es jedes Mal übersehen weil es so viel Spannenderes gab. Schließlich hatte Matthias die Idee: Wir schütten ihm einfach etwas von seinem Futter ins Wasser. Also machten wir so eine Art Cornflakes aus dem Wasser und seinem Trockenfutter, und siehe da, er hat alles ausgetrunken. Diesen Trick werden wir bei der Rückfahrt wieder anwenden.

Die Uckermark selbst bildet den nordöstlichen Zipfel Brandenburgs und ist übrigens der sowohl flächenmäßig größte als gleichzeitig auch der am dünnsten besiedelte Landkreis in Deutschland. Das bemerkt man – es ist einfach mehr Platz da. Wenn wir mit dem Fahrrad fahren werden wir in jedem Dorf begrüßt. Die Einwohner sind entspannt, fahren alles mit dem Fahrrad, und die Straßen sind so wenig befahren, dass man als Fahrradfahrer freie Fahrt hat. Viele alte Häuser werden gerade von jungen Familien umgebaut und man sieht viele alternative Projekte - selbst in den kleinsten Dörfchen.

Da bemerkt man, dass Veränderung auch etwas Gutes haben kann. Wenn etwas Alte geht, entsteht Platz für Neues. Sicher ist das nicht immer einfach – doch es hat auch positive Seiten. Heute fahren wir zum Biosphären-Reservat „Schorfheide Chorin“ und danach machen wir einen Besuch im Forstbotanischen Garten in Eberswald, einem der ältesten botanischen Gärten in Deutschland.

Liebe Grüße an euch alle, Lea und Matthias

 
Atmen Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Mittwoch, 18. August 2010

Wusstest du, dass das deutsche Wort „Atmen“ ursprünglich vom indogermanischen Wort „Atman“ abstammt?

"Atman bzw. Atma (Sanskrit, n., आत्मन्, ātman, Pali: atta, urspr.: Lebenshauch, Atem) ist ein Begriff aus der indischen Philosophie. Er bezeichnet das individuelle Selbst, die unzerstörbare, ewige Essenz des Geistes und wird häufig als Seele übersetzt."

Quelle: Wikipedia
 
Gut oder schlecht? Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Dienstag, 17. August 2010

Hast du in deinem Inneren einen kleinen Notizzettel, auf dem du notierst, ob du gerade etwas „gutes“ oder etwas „schlechtes“ tust? Oft bemerken wir gar nicht, dass wir innerlich alles kommentieren und bewerten was wir tun: Wir ärgern uns (schlecht). Wir sind kreativ (gut). Wir stehen im Stau und bleiben ruhig (gut). Wir treffen alte Bekannte und fühlen uns unwohl (schlecht). Wir schaffen es nicht mit dem zu sein was ist (schlecht). Und so geht es den lieben langen Tag. Ständig bewegen wir uns im Spannungsfeld von „gut“ und „schlecht“ hin und her. Das ist anstrengend.

Was verändert sich, wenn du dir dieses innere Bewerten bewusst machst und dir erlaubst es wahrzunehmen?

Es gibt nichts zu tun. Du kannst einfach damit sein.

Beobachte was geschieht.

 
Mensch, bist du langweilig geworden! Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Montag, 16. August 2010

Mir scheint, dass viele Erwachende diesen Satz früher oder später von Freunden und Bekannten zu hören bekommen. Da du während des Erwachens meist weniger Interesse an den Dingen hast, die andere als „normal“ empfinden, wirst du vielleicht als seltsam abgestempelt. Es ist für viele unverständlich, warum du gerne alleine zuhause bleiben möchtest, wenn man doch auch eine Veranstaltung oder eine Party besuchen könnte.

Vielleicht hattest du vor Jahren einmal die Vorstellung, durch dein Erwachen interessanter zu werden, eine schillernde Gestalt die vor lauter Wissen und sprühender Unternehmungslust überströmt. Dieses Bild hat dein Verstand produziert. Dein Verstand hat sich ausgemalt, es sei gewinnbringend die Rolle eines erwachten Menschen zu spielen – so wie er sich das vorstellt.

Doch was während des Erwachens wirklich geschieht ist, dass die alten Rollen langsam zerfallen. Anstatt all diese schillernden Rollen zu spielen, bist du einfach du. Und anstatt jeden Spaß mitzumachen, um dich lebendig zu fühlen (Bungee Jumping, Felsklettern, Parties, Unternehmungen, Radikalfasten, Erlebnisreisen…) bist du einfach öfter in der Stille bei dir.

Wenn man nicht mit der Seele verbunden ist, dann sucht man ihre Tiefe und Intensität im Außen. Man glaubt, wenn man nur intensiv genug lebt, dann würde man sich schon erfüllt fühlen. Aber dieser Weg hat einen Haken – es ist nur der äußere Weg, der das Innere nicht einbezieht. Erfüllung beginnt im Sein und das braucht nun einmal keine äußeren Voraussetzungen.

Während wir unserem wahren Sein näher kommen, lieben wir die Stille. Die ganz einfachen Dinge des Lebens bekommen eine neue Tiefe. Es muss gar nicht so viel Programm im außen sein, die Erfahrung im Inneren erfüllt uns schon so sehr. Und mit der Zeit kommt ein neues Interesse an den Dingen des äußeren Lebens – aber anders als vorher.

Es ist okay, in den Augen anderer langweilig zu sein. Das bedeutet ganz einfach, dass du nicht mehr nur im Außen lebst, sondern begonnen hast auch den inneren Weg wahrzunehmen. Du verschwindest nicht vollkommen im Sein, du rückst eher in ein neues Gleichgewicht. Du brauchst nicht alles machen, was alle anderen tun - finde einfach deinen Rhythmus, deine Vorlieben und beobachte, was sich für dich stimmig anfühlt. Langweilig für andere – stimmig für dich…

Bild: Mikebaird Some Rights reserved.
 
Urlaub Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Sonntag, 15. August 2010

Wir sind bis zum 31.08. mitsamt unserem Hund Noah, unseren Fahrädern und einem tollen roten Fahrradanhänger (für Noah) im Urlaub. Über Email werden wir weiterhin erreichbar sein. Der Anrufbeantworter wird erst am 31.08. wieder abgehört.

Es erscheinen weiterhin Beiträge auf unserem Blog (die haben wir im Voraus vorbereitet…)

Wer sich nach der Sommerpause eine Extra-Portion Präsenz und Unterstützung schenken möchte - in unseren Seminaren sind noch Plätze frei. Das Seminar in Fulda, Meisterschaft in der Neuen Energie, wird eine Gelegenheit sein, eine neue Balance zwischen dem inneren (spirituellen) und dem äußeren (alltäglichen) Weg zu erfahren. In Salzburg, Österreich geht es dann weiter mit der Energie deiner Familie. Unser Seminar in Österreich heißt: Der Weg in deine persönliche Freiheit - Die Klärung deiner Familienenergien. In der reinen Begegnung mit diesen alten Energien entsteht eine neue Freiheit für dich - Begrenzungen die dich lange begleitetet haben dürfen sich lösen.

Viele Grüße und eine gute Zeit wünschen euch -

Lea und Matthias

Bild: transportfietz.net Some Rights reserved.
 
Danke dass du erwachst Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Freitag, 13. August 2010

Es ist wunderschön, dass es Menschen gibt, so wie dich, die beginnen zu erwachen. Es ist ein Segen, dass du dem Ruf deiner Seele folgst. Jedes Mal, wenn du zur Ruhe kommst und bei dir bist, atmet die ganze Welt auf. Jedes Mal wenn du inne hältst anstatt zu reagieren kommt ein wenig mehr Frieden auf unseren Planeten.

Dies ist ein Dankeschön an dich.

Vielleicht gehst du diesen Weg im Verborgenen, ohne dass deine Freunde oder deine Familie davon wissen. Vielleicht nimmst du dieses neue Bewusstsein nur für dich alleine an. Vielleicht gibt es Moment, wo du an dir selbst zweifelst und das Gefühl hast: „Was mache ich hier überhaupt?“ Und dann gehst du weiter deinen Weg und findest ein neues Vertrauen.

Danke dafür, dass es dich gibt.

Wusstest du, dass jeder Mensch, der erwacht die Wahrscheinlichkeit für Frieden in dem Land indem er lebt, erhöht? Wusstest du dass jeder Mensch der erwacht mehr Stille und Heilung in die Welt bringt? Wusstest du, dass jeder Mensch der erwacht anderen Menschen das Potenzial des Erwachens näher bringt?

Du bist ein Wunder.

Du magst Tage erleben, wo du dich unwichtig fühlst, unwert und klein. Vergiss nicht, was du der Welt bedeutest! Die alte Energie die auf Krieg und Wettkampf basiert hat keine neuen Lösungen, jeder Mensch der erwacht ist ein Stück des neuen Wegs. Dein Erwachen bringt eine Hoffnung, eine neue Perspektive. Es gibt noch mehr als Kämpfen und Anstrengung.

Danke dass du erwachst.

Es mag nicht immer einfach für dich sein, doch dein Erwachen bereichert diese Welt. Dein Dasein ist das lebendige Beispiel dafür, dass das menschliche Bewusstsein dabei ist, einen Schritt zu machen. Während Wissenschaftler noch immer hinter ihren Mikroskopen nach der Quelle des Lebens suchen, hast du sie längst in deinem Inneren gefunden…

Bild: Wolfgang Staudt Some Rights reserved.
 
Dem Atmen neu begegnen Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Mittwoch, 11. August 2010

Vielleicht praktizierst du das Weiche Atmen schon eine ganze Weile. Manchmal geschieht es, dass wir aus einer Erfahrung, eine feste Struktur machen. Natürlich gibt es ein paar Anhaltspunkte, die für das Weiche Atmen förderlich sind, aber sehr leicht können wir diese Anhaltspunkte zu festen Regeln werden lassen.

So wie strenge Strukturen unser Leben eng werden lassen, genauso engen festgefahrene Regeln die Erfahrung des Atmens ein. Der Verstand liebt feste Regeln, denn er weiß, dass es ihm leicht fällt sich an diesen Regeln aufzuhalten. So kommt er vom einfachen Atmen sehr schnell zu einer inneren Diskussion: „Mache ich das jetzt richtig oder falsch? Soll ich so atmen oder so?“

Sobald wir dem Verstand erlauben, das Atmen zu übernehmen, wird es kompliziert. Auf einmal haben wir tausend Regeln, die uns die Luft nehmen – anstatt uns beim Atmen zu helfen. Auf einmal üben wir eine Atemtechnik, eine feste Form, anstatt dem natürlichen Fluss des Atems zu folgen.

Matthias und ich haben letzte Woche ein komplett neues CD-Set über das Weiche Atmen aufgenommen, was eine unschuldige, neue Begegnung mit dem Atem möglich macht. (Das neue CD-Set zum Weichen Atmen erscheint im Herbst in unserem Onlineshop.) Es geht beim Weichen Atmen nicht darum eine Technik zu üben, sondern darum, den Atem als Weg in dein Sein zu erfahren.

Wenn wir den natürlichen Atemfluss beobachten und uns erlauben ihn wahrzunehmen, führt er uns zurück in unser Sein. Das Sein liegt jenseits vom Atem. Der Atem ist eine wundervolle Brücke dorthin, aber er ist nicht das letztendliche Sein. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir so wenig Technik wie möglich ins Spiel bringen, denn sonst halten wir an der Technik fest und verpassen das Sein.

Jede Brücke ins Sein ist ein Geschenk, das letztendlich immer wieder losgelassen werden muss, wenn wir im Sein ankommen wollen. Sonst stehen wir jahrelang auf der Brücke, ohne jemals über sie hinweg zu gehen.

Bild: Wolfgang Staudt Some Rights reserved.
 
Suchen oder Finden Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Montag, 09. August 2010

Wenn das Erwachen beginnt, nehmen wir eine Ebene in uns wahr, die zuvor nicht fühlbar war. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich in der ersten Zeit meines Erwachens, wo mein ganzes äußeres Leben in Scherben lag, etwas in meinem Inneren wahrgenommen habe. Es fühlte sich so an, als ob etwas in mir lächelt, oder zumindest ruhig und freundlich auf alles schaut, was ist. „Wie kann das sein“, fragte ich mich, „alles, was mir wichtig ist zerfällt, und ich weiß nicht, wie es weitergeht, und da ist etwas, das lächelt. Warum nur?“

Das waren meine ersten Begegnungen mit meiner Seele. Ich habe eine Ebene in mir wahrgenommen, die unendlich friedvoll und liebevoll ist. Diese Momente waren am Anfang recht flüchtig. Ein kurzer Sonnenstrahl der hinter der Wolkendecke hervor blitzte. So kurz, dass der Verstand behaupten konnte, ich hätte mir das nur eingebildet. Doch jedes Mal, wenn ich für einen Moment diese andere Ebene in mir wahrgenommen habe, kam so viel Ruhe und Vertrauen in mein Leben, dass ich mich noch eine ganze Weile später gut gefühlt habe.

„Wie komme ich da hin? Kann ich vielleicht sogar immer da sein“, fragte ich mich. Ich entdeckte, dass ich diese Ebene eher in der Stille wahrnehmenmen kann. Die Aufmerksamkeit auf den Atem zu richten schien ebenfalls zu helfen. So saß ich oft lange Zeit da und versuchte diesen Sonnenstrahl in meinem Inneren wieder zu entdecken – was mir nicht immer gelang. Manchmal war die Sonne tagelang nicht zu sehen. Ich wusste zwar, dass sie irgendwo hinter den Wolken auf mich wartet, aber ich konnte sie nicht wahrnehmen.

So begann meine Suche nach meiner Seele. Die Suche begann in dem Moment wo ich mich fragte: „Wie komme ich da hin? Was muss ich machen, um die Seele zu fühlen? Wie geht das?“ Diese Fragen führten mich allerdings zunächst oft sehr schnell heraus aus diesem Augenblick und hinein in den Verstand. Es ist lustig, dass der Verstand immer versucht Antworten zu finden, obwohl er nichts wirklich weiß. Er kennt die Seele nicht und trotzdem versucht er so zu tun, als wüsste er wo sie ist. Der Verstand ist wie eine Person, die man nach dem Weg zu einem Gebäude fragt, und die einen dann in ein langes philosophisches Gespräch verwickelt, das einen so gefangen nimmt, dass man gar nicht mehr wahrnimmt, dass man vielleicht bereits direkt davor steht.

Und dann begann die Zeit des Findens. Und diese dauert bis heute an. Anstatt wie vorher auf meinen Verstand zu hören, versuchte ich einfach da zu sein. Was sind die Wolken, die die Sonne verdecken? Es sind meine Gedanken, meine Vorstellungen, die Unruhe in mir und das ewige Suchen. Je mehr ich Ja sage zu diesem Augenblick, desto mehr kommt die Sonne hinter den Wolken hervor. Anstatt wie vorher zu kämpfen und mich zu bemühen, begann ich weich zu werden, anzukommen und mit dem zu sein was ist. Siehe da, die Sonne blinzelt hervor, selbst in herausfordernden Momenten. Je mehr die Sonne auf mich scheint, desto mehr beginnen alle alten Strukturen zu schmelzen.

Irgendwann endet die Zeit des Suchens und die Zeit des Findens beginnt. Finden ist etwas sehr stilles, was im Inneren geschieht. Es ist leise und unscheinbar und wird deshalb vielleicht oft übersehen. Das Finden ist der Moment, wo dir klar wird: „Es war immer schon da. Und es wird immer da sein. Wie gut.“

P.S.: Matthias hat vor einigen Wochen einen Beitrag zum selben Thema geschrieben: Vom Suchenden zum Findenden

Bild: Wolfgang Staudt Some Rights reserved.
 
Der kleine Fisch und der Ozean Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Samstag, 07. August 2010

„Wo ist wohl der Ozean“, fragt sich der kleine Fisch eines schönen Tages. Er besucht andere Fische und hört der Diskussion zu. Es soll schwierig und anstrengend sein den Ozean zu finden. „Weißt du wo der Ozean ist?“ wird er gefragt. „Nein, ich weiß es auch nicht.“ antwortet der kleine Fisch. Einige erzählen, dass sie in alten Überlieferungen vom großen Ozean gehört hätten. „Es soll wundervoll sein“ sagen sie.

Der kleine Fisch beschließt den Ozean zu suchen. Er schwimmt zu den entlegensten Ecken, er ergründet die tiefsten Tiefen, er schaut unter jedem Stein – ohne Erfolg. Er wird wütend und traurig, denn er fühlt, dass ihn das ganze Suchen nicht weiter bringt. „Jetzt bin ich schon zwanzig Jahre auf meinem Weg, und immer noch kenne ich den Ozean nicht.“ Irgendwann gibt der Fisch seine Suche auf. Er ist einfach da und lässt sich von der Strömung des Meeres tragen.

„Das fühlt sich schön an“, bemerkt der kleine Fisch. „Etwas ist da, was mich hält.“ Ihm fällt auf, wie weich das Wasser an ihm vorbei strömt. Es fühlt sich gut an, sich vom Wasser tragen zu lassen. Der kleine Fisch beginnt stundenlang, einfach da zu sein. Er fühlt das Wasser und seinen Körper und den Atem, der durch ihn hindurch strömt. Ab und zu tauchen noch die unruhigen Gedanken auf, die etwas suchen möchten, doch der kleine Fisch beachtet sie nicht mehr.

Eines Tages macht der kleine Fisch eine merkwürdige Beobachtung: Während er sich wie gewohnt vom Wasser tragen lässt und seinem Atem lauscht spürt er eine Größe, eine tiefe Stille und eine unendliche Liebe, die er nie zuvor gefühlt hat. Er kann nicht sagen, wo diese Liebe ist, er bemerkt, dass sie in allem ist und dass sie alles umgibt. „Wow“, sagt der kleine Fisch. „Ist das der Ozean?“ Und auf einmal fühlt er tief in seinem Inneren die Liebe des Ozeans. Und er schaut mit großen Augen in die Weite und erkennt: „Auch dort draußen ist der Ozean.“

Der kleine Fisch erfährt dieses neue Gefühl Tag für Tag. Ab und zu gerät er noch in alte Gedanken – oder er regt sich kurz auf wenn er alte, bekannte Fische trifft, die sich über ihn und seine Spinnereien lustig machen. In der Stille erfährt er den Ozean, Tag für Tag. Und irgendwann bemerkt der kleine Fisch: „Ich bin dieser Ozean. Ich bin diese Liebe. Ich bin diese Stille. Und alle anderen sind es auch. Jeder Fisch trägt den Ozean in sich – und jeder Fisch ist in der Liebe des Ozeans geborgen.“

Der kleine Fisch beobachtet seine alten Bekannten, die immer noch auf der Suche nach dem Ozean sind. Sie diskutieren gerade darüber, ob der Ozean nur dienstags oder immer nur mittwochs gefunden werden kann. Er schwimmt zu ihnen und sagt: „Es ist doch alles ganz einfach. Der Ozean ist um euch herum und in eurem Inneren, fühlt es einfach.“ Die anderen Fische beginnen zu lachen. „So ein Unsinn, was erzählst du denn da?“ Der kleine Fisch ist verwundert, weil er dachte, dass sich alle Fische freuen würden, von seinen Erfahrungen zu hören. In der Stille des Ozeans erkennt der kleine Fisch, dass jeder Fisch selbst an das Ende seiner Suche kommen muss. „Du bestimmst nicht, wann es für andere an der Zeit ist mir zu begegnen.“ hört er den Ozean sagen.

Der kleine Fisch beginnt sein Leben und die Erfahrung des Ozeans zu genießen. Ab und zu kommen andere Fische vorbei, die ihm Fragen stellen und ihm zuhören, während er vom Ozean spricht. Und manchmal sieht er in den Augen der anderen Fische ein Erkennen aufleuchten. „Wow, ich habe etwas wahrgenommen. Was war denn das?“ Dann lächelt der kleine Fisch und sagt: „Es war immer schon da. Und es wird immer da sein. Wir alle sind ein Teil davon.“

 
Mit der Unruhe sein Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Donnerstag, 05. August 2010

Vor einigen Tagen bekam ich eine Email mit der Frage, wie man denn am besten mit innerer Unruhe und Anspannung umgehen kann. Die Fragestellerin hatte bei sich beobachtet, dass jedes Mal wenn sie z.B. ein Channeling anhört, eine tiefe Unruhe in ihr aufsteigt, so dass sie gar nicht mehr still dasitzen kann. Ich glaube, dass es vielen so geht und möchte daher gerne etwas über dieses Thema schreiben.

Unruhe die aufkommt ist, in erster Linie Lebensenergie, die nicht frei fließen kann. Beinahe alle Menschen haben einen großen Teil ihrer Energie unterdrückt. Diese unterdrückte Energie fühlt sich spannungsgeladen an, sie macht unruhig und zappelig.

Als wir in den USA auf Urlaub waren habe ich im amerikanischen Fernsehen Werbung für Medikamente gesehen, die ein unruhiges Gefühl in den Beinen unterdrücken soll ("Restless legs syndrome"). Ob es Sinn macht, die Wahrnehmung der bereits unterdrückten Energie noch weiter zu unterdrücken? Wohl eher nicht.

Es gibt einen neuen Weg mit dieser unterdrückten Lebensenergie zu sein.

Aufhören zu kämpfen

Sobald die Wahrnehmung dieser Energie auftaucht, beobachte dich selbst: Beginnst du gegen die Energie zu kämpfen? Kämpfen bedeutet, dass du dich dagegen wehrst das zu fühlen, was du gerade fühlst. Gedanken kommen auf, die sagen: „Ich will endlich meine Ruhe. Ach, warum kommt das denn jetzt schon wieder?“ Die Ablehnung vom dem was ist, macht alles sehr viel unangenehmer. Um Heilung geschehen zu lassen, ist zunächst ein Annehmen von dem was ist notwendig. Je mehr du aufhörst zu versuchen aus der Unruhe herauszukommen, desto einfacher wird es.

Vorstellungen loslassen

Die Situation so wie sie ist, ist meistens halb so schlimm. Weil wir aber Vorstellungen haben, wie die Situation und wir selbst sein sollten, wird alles dramatisch. „Ich möchte jemand sein, der ruhig ist. Ich möchte mich jetzt wohl fühlen. Jetzt meditiere ich schon so lange, und immer noch bin ich unruhig. Ich werde das wohl nie schaffen. Ich bin ein Versager. Es hat doch alles keinen Sinn mehr…“ So ein Drama kann aus einer im Grunde sehr einfachen Situation entstehen. Es ist heilsam und befreiend diese Vorstellungen loszulassen. Ich bin so wie ich jetzt bin.

Damit sein

Wenn man schon weiß, dass bestimmte Situationen ein Auslöser für die Unruhe sind, kann man diese bewusst nutzen, um die Unruhe zu beobachten. Oder anders ausgedrückt, um damit zu sein und die Unruhe liebevoll wahrzunehmen. Sobald wir das tun bringen wir die Unruhe, die eigentlich nur Lebensenergie ist, die stecken geblieben ist, wieder zum Fließen.

Alle Energien, die mit dem Sein in Berührung kommen, beginnen wieder zu fließen. Das Sein gleicht der Sonne, die auf einen Eisblock scheint. In diesem Eisblock ist Wasser gefangen, dass durch die Wärme wieder in Bewegung versetzt wird. Das Wasser beginnt zu fließen.

Je nachdem wie groß die Unruhe ist – und wie stark unser innerer Widerstand dagegen ist, müssen wir einige Male mit der Unruhe sein, bis sie sich gelöst hat. Mit der Unruhe zu sein ist natürlich nicht ganz angenehm – aber sehr viel angenehmer als im Drama der Unruhe zu versinken.

Weiche Bewegungen

Gerade bei großer körperlicher Anspannung kann es hilfreich sein, dich weich zu bewegen und zu lernen, mit der Energie zu fließen anstatt dich anzustrengen und gegen die Energie zu gehen. Im Moment beginne ich morgens gerne damit meine Arme und Beine weich auszuschütteln. Dann stelle ich mich ruhig hin und fühle die Energie, die im Körper strömt. Nachdem ich eine Weile still gestanden bin, kommt oft ein Impuls mich weich zu bewegen. Ich übe, meiner Energie zu folgen und mich von der Energie führen zu lassen. Vielleicht ist das eine gute Übung für die unruhigen Zeiten in unserem Leben.

Bild: The Tahoe Guy Some Rights reserved.
 
Was macht das Tun so anstrengend? Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Samstag, 31. Juli 2010

Die letzten Tage habe ich mich beim Arbeiten beobachtet und festgestellt, dass mir das Tun manchmal leicht von der Hand geht und manchmal wird es anstrengend. Zunächst konnte ich nicht genau sagen, warum das Tun auf einmal anstrengend wird, denn oft veränderte sich die Qualität von angenehm zu anstrengend innerhalb von wenigen Minuten. Gerade eben war noch alles im Fluss und auf einmal beginnt es zu stocken.

Ich muss dazu sagen, dass meine Sitzungen für mich nicht in den Bereich „Arbeit“ gehören. Wenn es allerdings darum geht, Rechnungen zu schreiben, meine Buchhaltung zu machen, Seminare zu planen, Informationsemails zu verschicken und Teilnehmerlisten durchzugehen – das ist dann doch eher Arbeit für mich…

Wenn ich am Computer sitze fällt mir auf, dass ich damit beginne eine einzige Sache zu tun. Ich bearbeite eine Teilnehmerliste. Das ist weder anstrengend, noch unangenehm. Es ist eine ruhige Tätigkeit. Klick hier und klick da, einfüllen, abspeichern, sichern, fertig.

Doch auf einmal kommt der Gedanke: „Oh ich müsste ja auch noch diese und jene Liste durchschauen.“ Dieser Gedanke bringt eine Unruhe und ein Drängen mit sich. Er bringt eine ganze Herde anderer Gedanken mit sich. Auf einmal fällt mir so ziemlich alles ein, was ich in den nächsten zehn Jahren noch erledigen muss und die ganze Lawine bricht über mir zusammen.

Das ist anstrengend.

Nicht die Tätigkeit die ich ausübe, ist anstrengend, sondern der innere Druck und die Gedanken, die dabei aufkommen. Die Tätigkeit, die gerade im Vordergrund steht, kann mir sogar dabei helfen, präsent zu sein. Jetzt im Augenblick schreibe ich. Ich kann mit der Stille in mir verbunden bleiben, während ich schreibe – oder den unruhigen Gedanken folgen, die überlegen wie viele Beiträge ich (in meinem Leben) noch schreiben werde.

Was mir hilft, ein wenig mehr ZEN in mein Tun zu bringen ist die einfache Regel: Immer nur eine einzige Tätigkeit ausüben. Nicht zehn Programme auf einmal offen haben und an vier Texten gleichzeitig schreiben, sondern jede Tätigkeit bewusst beginnen und bewusst beenden. Wenn ich ganz gut bei mir bin, versuche ich sogar mit der Tätigkeit, die ich gerade ausübe still zu werden (was noch nicht immer klappt).

Der Computer kann eine Quelle der Unruhe sein, vor allem, wenn das Internet dazu kommt – oder er kann uns dazu herausfordern klar zu werden und es einfach zu halten: Ich tue das, was ich jetzt tue.

Bild: Jurvetson Some Rights reserved.
 
Sollte das Sterben ein Tabuthema sein? Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Donnerstag, 29. Juli 2010

Das Sterben ist ein Thema, über das außer in ganz bestimmten Kreisen (Sterbebegleitung, Hospizarbeit o.ä.) sehr wenig gesprochen wird. Im „normalen“ Alltag bleibt dieses Thema außen vor. Man hört zwar öfter, dass da und dort ein Baby geboren wurde, aber sehr selten wird offen über das Sterben gesprochen.

Mittlerweile habe ich ein sehr gelöstes Verhältnis zu diesem Thema, habe aber schon die Erfahrung gemacht, dass nicht jeder so begeistert davon ist. Es muss ja einen Grund dafür geben, dass nirgendwo offen über das Sterben gesprochen wird :-)

In unserer westlichen Welt wird das Thema Sterben meistens sorgfältig verdrängt, bis es uns dann unmittelbar begegnet. Wir tun irgendwie so, als wären wir unsterblich, als wären wir für immer in diesem Körper und in dieser Lebenssituation – bis wir irgendwann realisieren, dass es nicht so ist. Vielleicht erfahren wir vom Sterben eines Bekannten, Verwandten oder sogar eines ehemaligen Partners.

Ich empfinde es als hilfreich und klärend für mich, dieses Thema ab und zu in mir zu berühren. Es gibt gegenwärtig in meinem Leben keinen äußeren Grund, mich damit zu beschäftigen, doch ich möchte lieber nicht damit warten, bis mich irgendwann ein äußerer Grund dazu zwingt.

Ich empfinde die Tatsache, dass mein Körper – meine äußere Form – vergänglich ist, als etwas sehr befreiendes. Irgendwann wird sich diese Form auflösen, in der ich mich heute befinde. Meine Seele, die Lebendigkeit in mir, meine Essenz wird weiterhin da sein, aber die äußere Form verschwindet.

Das Sterben kann uns die Augen dafür öffnen, dass es jenseits der oberflächlichen Welt noch etwas anderes gibt. Es ist ein Geschenk, hier in dieser Welt sein zu können, in der wir so viele verschiedene Formen erfahren können. Und doch ist es tröstlich zu wissen: Es gibt noch mehr.

Natürlich muss man nicht auf den Moment des Sterbens warten, um sich dessen bewusst zu werden. Man kann jeden Tag nutzen, um mit dem stillen Sein im Inneren in Kontakt zu treten. Mehr und mehr wird die Liebe der Seele zum Hintergrund des eigenen Lebens. Im Vordergrund gibt es Dinge zu erledigen, das Leben tanzt seinen Tanz. Im Hintergrund ist ein Raum der Stille und der Geborgenheit.

Auch wenn äußere Formen kommen und gehen, gibt es etwas Unsterbliches in uns, was ewig ist und bleibt. Wir können unsere Seele nicht verlieren. Sie ist nicht an diesen Körper gebunden. Sie wohnt nur vorübergehend hier. Und wenn es Zeit wird, weiterzugehen, gehen wir weiter.

Muss ich wissen, wohin? Brauche ich eine genaue Vorstellung in meinem Verstand über das, was während und nach dem Sterben geschieht? Das bleibt jedem selbst überlassen. Ich empfinde es als beruhigend zu fühlen, dass meine Seele, immer weiß, wohin es weitergeht. Sie weiß es jetzt, während ich hier bin, und sie weiß es dann, wenn es Zeit wird weiterzugehen. Die Frage ist, ob ich damit im Einklang sein kann – heute und dann…

P.S. Falls dich das Thema anspricht kann ich dir das Buch von Sogyal Rinpoche Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben empfehlen. Es ist liebevoll geschrieben und begleitet über die Auseinandersetzung mit dem Sterben in eine tiefere Erfahrung des eigenen Lebens.

 
Erwachtes Tun Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Dienstag, 27. Juli 2010

In der letzten Runde des Wohnzimmers, unserem Onlineworkshop, haben wir unter anderem das Thema „Berufung“ bewegt. Mit dem Erwachen kommt bei vielen Menschen ein tiefes Bedürfnis auf, die eigene Berufung zu leben. Dieses Bedürfnis ist wichtig, denn es führt uns auf einen Weg, der unserem Leben mehr Tiefe gibt.

Natürlich mischt sich auch dabei oft der Verstand ein und will genau wissen, was jetzt die eigene Berufung ist. Der Verstand möchte sich ein genaues Bild darüber machen können, wie die eigene Berufung aussieht. Da die Berufung aber nichts mit dem Verstand zu tun hat, ist ein achtsamer Umgang mit diesem Thema wichtig.

Zunächst einmal kann man sich bewusst machen, dass es nicht in erster Linie wichtig ist, was man tut, sondern wie man es tut. Sicher gibt es Berufe, die einem mehr entsprechen als andere, aber beinahe alle Tätigkeiten verwandeln sich, sobald wir eine neue innere Haltung dazu einnehmen. Meiner Ansicht nach beginnt die Berufung nicht mit der äußeren Form des Berufs, sondern mit der inneren Einstellung, die ich habe, während ich etwas tue.

Das Schöne daran ist, dass man nicht auf den perfekten Beruf warten muss, der irgendwann in der Zukunft entstehen soll – sondern man kann heute beginnen. Jetzt und hier.

Die Sehnsucht, die tiefe Verbindung zu sich selbst und zur eigenen Seele im eigenen Beruf zu fühlen, ist nicht von der äußeren Form dessen abhängig was man gerade tut. Es kann sein, dass man die langweiligste Aufgabe hat, die man sich nur vorstellen kann und während man diese Aufgabe erledigt, bleibt man verbunden mit sich selbst und der Seele. Auf einmal verändert sich diese langweilige Aufgabe, sie füllt sich – aus der Tiefe – mit Leben und Bedeutung.

Matthias und ich staunen jedes Mal, wenn wir in Königstein auf den Wertstoffhof fahren, um dort unseren Müll abzugeben. Dort arbeiten ältere Herren, die einem unter anderem mitteilen, in welchen Container man die mitgebrachten Müllstücke sortieren muss. Viele würden sagen, dass diese Art von Arbeit sehr eintönig ist – oder zumindest eine nicht besonders gut angesehene Arbeit. Doch die Gelassenheit und die Sorgfalt, mit der diese Menschen ihre Arbeit tun, sind einfach berührend. Es herrscht immer gute Stimmung, die Atmosphäre ist gelöst, selbst wenn viel Betrieb ist. Wir fahren immer gerne dorthin.

Das ist für mich ein Beispiel für erwachtes Tun. Sobald man die tiefere Stille in sich selbst in das eigene Tun einfließen lässt, entstehen neue Ergebnisse. So bekommt das eigene Tun einen neuen Sinn: Es geht nicht nur darum, die offensichtliche Aufgabe zu erledigen, z.B. den Müll zu sortieren, sondern es geht auch darum, auf ganz natürliche Weise eine Stille und ein neues Bewusstsein in die Welt zu bringen.

Vielleicht hast du Lust, heute mit deinem Beruf – oder den Tätigkeiten die heute vor dir liegen zu experimentieren. Kannst du mit der Tiefe in dir verbunden bleiben, während du deine Aufgaben erledigst? Darf die Liebe deiner Seele in alles einfließen, was du tust?

Bild: konaboy Some Rights reserved.
 
Vergebung geschehen lassen Drucken
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Geschrieben von: Lea Hamann   
Montag, 26. Juli 2010

Öfter wurde ich schon gefragt, wie man anderen Menschen vergeben kann. Zunächst einmal fällt mir dabei auf, dass man Vergebung überhaupt nicht „tun“ kann. Ich glaube dass es hauptsächlich eine Verstandesübung ist, wenn man sich hinstellt und sagt: „Ich vergebe diesem Menschen.“ Manchmal steckt einfach nur der Gedanke dahinter, dass es besser sei, oder spiritueller sei, anderen zu vergeben, und dann „tut“ man es eben.

Mich interessiert viel mehr, wie natürliche Vergebung entsteht. Dazu habe ich gerade heute ein schönes Beispiel erlebt. Wir waren mit unserem Hund im Wald spazieren. Für mich sind diese Spaziergänge immer eine wundervolle Gelegenheit, zu sein. Ich spüre den Wald, die Lebendigkeit in jedem einzelnen Baum, rieche die Waldluft und irgendwann verschwinden alle Gedanken und es kehrt Ruhe ein.

Auf einmal kracht es im Unterholz und zwei Männer auf Mountainbikes kommen den Pfad herunter gerast, dass die Kieselsteine nur so beiseite spritzen. Sie unterhalten sich lauthals und wir können gerade noch zur Seite springen. Ich spüre wie Ärger in mir aufsteigt. „So eine Unverschämtheit. Wie kann jemand nur so unachtsam durch die Gegend rasen.“ Ich beobachte meinen Ärger und erlaube mir, damit zu sein.

Nach einer Weile bemerke ich eine tiefe Stille hinter meinem Ärger. Es tut gut, zu fühlen, dass hinter allen Dingen die Liebe meiner Seele präsent ist - auch hinter meinem Ärger. Je länger ich damit bin, umso mehr schmilzt der Ärger und löst sich in der unendlichen Weite meiner Seele auf.

Auf einmal regt sich ein neues Verständnis in mir: „Ach so, die beiden preschen so schnell durch den Wald, weil sie die ganze Woche im Büro eingepfercht sitzen müssen. Sie sehnen sich danach endlich wieder lebendig zu sein. Sie denken überhaupt nicht daran, dass auch andere Menschen im Wald spazieren gehen möchten.“ Da fällt mir auch der schöne Ausspruch von Jeshua ein - von ihm gesagt zwar in einer viel extremeren Situation, aber vom Prinzip her vergleichbar: „Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Vergebung geschieht, wenn wir präsent werden und mit dem sind, was gerade ist. So schnell geschieht es, dass man urteilt, reagiert, provoziert, ablehnt, sich über andere stellt – da kann keine Vergebung geschehen. Nur wenn man sich erlaubt da zu sein, schutzlos da zu sein, wird Vergebung möglich.

Vielleicht ist Vergebung nichts anderes als das Erwachen von einem tieferen Verständnis in unserem Inneren. Vielleicht ist es auch der Moment, wo wir die Erwartung aufgeben, von allen Menschen verstanden und geliebt zu werden und wahrnehmen, wie es jetzt in diesem Augenblick wirklich ist – und damit sind.

Bild: Alaskan Dude Some rights reserved.
 
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