| Über Zweifel |
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| Blogs - Die Welt wandelt sich |
| Geschrieben von: Matthias Kreis |
| Montag, 01. März 2010 |
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Die Energie von Zweifel begegnet uns immer wieder auf unserem spirituellen Weg. Letztendlich ist sie ein inneres Zeichen dafür, dass wir wieder einen Schritt weitergegangen sind, und dass alles in uns - unsere Sichtweisen, unser Bild von der Welt - sich neu anordnen und auf der neuen Ebene zu einer neuen Balance kommen möchten. Wenn wir allerdings dem Zweifel selbst folgen (und nicht dem, was sich eigentlich entwickeln will, eine neue Klarheit, eine neue Ebene) kann er zu einer destruktiven und lähmenden Energie werden, die jeglichen Fluss ins Stocken bringt. Dann ist es wichtig, sich wieder mit der inneren Kraft zu verbinden und wieder Kontakt zum wirklichen, eigenen Weg aufzunehmen. Es gibt eine schöne Zen-Geschichte zum Thema Zweifel, die mich immer wieder zum Schmunzeln bringt. Ich habe sie im "tibetischen Buch vom Leben und vom Sterben" von Sogyal Rinpoche gelesen. Diese Geschichte lehrt uns nicht nur etwas über die Wirkung von Zweifel, sondern zeigt uns auch, dass wir nicht so sehr den äußeren Erscheinungsformen folgen sollten, sondern vielmehr unserem inneren Weg. Es war einmal ein Zen-Meister, der einen Schüler hatte, welcher ein bisschen naiv war und ihn als den verkörperten Buddha ansah. Eines Tages setzte sich der Meister in seinem Haus versehentlich auf eine Nadel. Er schrie auf: "Autsch!" und sprang in die Luft. Der Schüler verlor sofort jedes Vertrauen und lief davon. Er jammerte darüber, wie enttäuscht er war, herauszufinden, dass sein Meister nicht vollständig erleuchtet war. Denn warum würde er sonst auf diese Weise aufspringen und aufschreien? Der Meister war traurig, als er bemerkte, dass sein Schüler davongelaufen war, und sagte: "Der arme Mann. Wenn er nur gewusst hätte, dass in Wahrheit weder ich, noch die Nadel, noch das 'Autsch' wirklich existieren!" |

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