Grundeinkommen PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Sonntag, 18. Juli 2010

Einen schönen kleinen Artikel über das Bedingungslose Grundeinkommen gibt es von Susanne Wiest in der Zeitschrift info3. Susanne bezieht sich darin auf einen der Hauptentwürfe für ein Grundeinkommen, bei dem dieses durch eine sogenannte „Konsumsteuer“ (=eine erhöhte Mehrwertsteuer) finanziert werden soll. Und nicht nur das Grundeinkommen soll darüber finanziert werden – auch alle anderen Ausgaben des Staates. Im Gegenzug sollen alle Steuern, die wir gegenwärtig bezahlen, wegfallen (Einkommenssteuer usw.).

Susanne Wiest schreibt in ihrem Beitrag, dass ihr der Begriff „Konsumsteuer“ allerdings nicht so gut gefällt, da für viele Menschen negative Assoziationen damit verknüpft sind. Sie schlägt den Begriff „Ermöglichungsabgabe“ vor – da durch eine solche Abgabe ja alle Leistungen des Staates ermöglicht würden, die gegenwärtig durch konventionelle Steuern finanziert werden, z.B. Straßenbau, Kindergärten usw.

Das gefällt mir ausgesprochen gut – ich bin immer dafür, neue Begriffe einzuführen, die die Energie einer neuen Zeit besser zum Ausdruck bringen können. (Noch schöner fände ich in diesem Fall allerdings vielleicht die „Ermöglichungsgabe“ - statt der „Abgabe“, die noch ein bisschen nach Verpflichtung klingt, und weniger nach etwas, das frei und aus der Fülle heraus geschieht.)

Nachtrag: Susanne Wiest verweist in einem weiteren Beitrag noch auf eine Liste von 9 Dingen, die jeder tun kann, wenn er die Realisierung eines Bedingungslosen Grundeinkommens unterstützen möchte.