Deepak über Schmetterlinge und Entscheidungen PDF Drucken E-Mail
Blogs - Die Welt wandelt sich
Geschrieben von: Matthias Kreis   
Donnerstag, 26. August 2010

Eine schöne und auf den Punkt gebrachte Antwort in einem aktuellen Blogbeitrag von Deepak Chopra, auf die Frage einer Leserin über Akzeptanz und Entscheidung zur Aktivität - und den Transformationsweg eines Schmetterlings. Und die Frage selbst finde ich in ihrer Klarheit ebenfalls bemerkenswert.

Die Frage:

“Eine Raupe baut einen Kokon und geht ganz natürlich durch ihre Transformation zu einem Schmetterling. Wenn die Raupe gegen die Tatsache ankämpfen würde, dass sie eine Raupe ist, und versuchen würde, sich aus Blättern künstliche Flügel zu bauen, oder wenn sie deprimiert wäre oder in irgendeiner anderen Weise der Kraft der Natur misstrauen würde, dann würde sie niemals einen Kokon erstellen. Aber wenn sie auf der anderen Seite ihre Begrenzungen als Raupe verdrängen würde und statt dessen so tun würde, als wäre sie so frei wie alle Schmetterlinge, dann würde sie niemals den Wunsch nach Veränderung verspüren und ebenfalls niemals einen Kokon bauen.

Meine Frage ist nun diese: Als ein Mensch… wo ist da die Grenze zwischen Akzeptanz und aktiv werden?"

Deepaks Antwort:

"Wenn eine Raupe einen Kokon baut und durch ihre Metamorphose geht, um ein Schmetterling zu werden, folgt sie ihrer inneren Intelligenz, ihrem “Dharma”, wenn man so will. Wenn wir (als Menschen) unser Dharma leben möchten, dann brauchen wir nur unserer inneren Intelligenz zuzuhören und ihr zu folgen. Das bedeutet sowohl eine Akzeptanz für die Führung durch unser Höheres Selbst, als auch das aktive Handeln auf der Basis dieser inneren Richtung.

Es geht im Grunde letztendlich darum, über die alten Konditionierungen unserer Individualität hinauszugehen, die davon ausgeht, sie sei von der kosmischen Intelligenz getrennt, und die glaubt, sie könnte auf der Basis ihrer Glaubensvorstellungen und ihrer persönlichen Geschichte die „richtigen“ Entscheidungen treffen. Der Weg des Egos funktioniert nie. Wenn das Ego der Raupe die Entscheidungen treffen müsste, was in jedem Stadium ihrer Metamorphose jeweils im Einzelnen zu tun wäre, dann gäbe es wahrscheinlich nicht viele Schmetterlinge in der Welt."