| 2012 - Der Weg in eine neue Zeit |
|
|
|
| Blogs - Die Welt wandelt sich |
| Geschrieben von: Matthias Kreis |
| Sonntag, 14. November 2010 |
|
In unserem Onlinelernraum „Das Wohnzimmer“ kam die Frage auf, was denn meine eigene Ansicht zum Thema „2012“ sei, in anbetracht all der vielen, verschiedenen Sichtweisen, die kursieren. Ich habe versucht, das mal zusammenzufassen – hier meine Antwort, die ich gegeben habe (ergänzt um ein paar Absätze und Anmerkungen). Was wir allgemein beobachten können ist, dass sich gegenwärtig alles sehr schnell weiterbewegt. Die Entwicklung im menschlichen Bewusstsein beschleunigt sich rasant, was viele feinfühlige Menschen wahrnehmen können. Viele, lange als dauerhaft und verlässlich angesehene, äußere Sicherheiten (Beruf, Finanzen, Gesundheit, Karriere, Beziehung, Schule) werden in der Erfahrung vieler Menschen immer unstabiler und problembeladener. Die Belastungen im persönlichen und im Berufs-Leben werden größer, psychologische Probleme werden immer mehr Teil der alltäglichen, menschlichen Erfahrung. Man merkt die Beschleunigung der Entwicklung auch in der Politik – auf indirekte Weise. Denn die alten Systeme und Strukturen scheinen irgendwie ihren „Saft“ zu verlieren – man nimmt dort kaum noch eine wirkliche, schöpferische Dynamik wahr. Es gibt bereits einige neue Ideen und Ansätze, die sich beinahe unbemerkt vom Mainstream zu entwickeln beginnen, aber die Politik im Ganzen scheint unstabil und unentschlossen, viele sind unzufrieden mit den Politikern. Wut richtet sich gegen „die da oben“ und gegen das System. Oberflächlich gesehen ein Zeichen für Stagnation – auf tieferer Ebene aber ein Zeichen dafür, dass sich die Entwicklung auf eine innere Ebene verlagert hat, und dass sich dort etwas Wichtiges vorbereitet. Viele Menschen nehmen das natürlich nicht so wahr, und wollen es oft auch noch nicht wahrnehmen, da dies auch Angst hervorruft und sie daher weiterhin versuchen, an Konventionellem festzuhalten und ihre Hoffnung an äußeren Dingen und Vorstellungen festzumachen. Aber je mehr die alten Strukturen bröckeln und durchscheinender werden, desto weniger ist dies möglich. Im Grunde kann man die Entwicklung auf der allgemeinen Ebene der menschlichen Gesellschaft mit der eines einzelnen Menschen vergleichen, der dabei ist, zu erwachen. Wenn wir auf unseren persönlichen Weg zurückblicken, dann sehen wir, dass es oft die sogenannten persönlichen Krisen waren, die uns dazu gebracht haben, nach innen zu blicken, und wahrzunehmen, dass es da noch mehr gibt. Und irgendwann kam dann der Punkt, an dem wir bemerkt haben, dass wir nicht mehr so tun können, als ob wir einfach so weiter machen können, wie bisher. Etwas Neues, Tieferes wollte entdeckt werden. Ein grundlegendes Erkennen, eine grundlegende Verlagerung findet statt – die Erkenntnis, dass äußere Formen letztendlich nichts Unveränderliches sind, an dem man sich auf ewig festhalten könnte, sondern dass der eigentliche Kern immer hinter den Dingen zu finden ist, in unserer Essenz, in unserer eigentlichen Quelle als kreative Mitschöpfer. Und dass das Leben selbst uns immer wieder neue Dinge zeigen möchte und uns zu weiterem Wachstum einlädt. Diese Erkenntnis steht der Gesellschaft im Allgemeinen noch bevor. Wenn man die gegenwärtige menschliche Zivilisation als einen einzelnen Menschen ansehen würde, so wäre sie ein Mensch, der kurz vor seinem Erwachen steht – mit all den damit zusammenhängenden Symptomen, Ängsten und Emotionen. Und wie fließend – oder holprig - der Weg zu diesem Erwachen sein wird, hängt davon ab, wie sehr die Menschheit als Ganzes dazu bereit ist, Altes, was nicht mehr sinnvoll ist, loszulassen, und Neues zuzulassen. Ganz genauso wie bei einem einzelnen Menschen auch. Und die Menschheit als Ganzes wird – genauso wie der einzelne Mensch - nicht darum herumkommen, sich alles Verdrängte und Unterdrückte genau anzuschauen – abgelehnte Emotionen, nicht angenommene Verantwortung für sich selbst und für andere, alle Dinge, die man am liebsten immer im Keller versteckt hat. Man kann dies bereits beobachten, z.B. bei den Enthüllungen über Skandale in der Kirche, über die rücksichtslosen Praktiken von Finanzinstituten usw. usw. Alles möchte an die Oberfläche, alles möchte gesehen werden. Nichts kann auf dem Weg der Menschheit in ein Neues Bewusstsein irgendwo versteckt bleiben – so groß der Drang dazu vielleicht auch manchmal sein mag. Sicherheit kann in einer neuen Zeit nicht mehr in äußeren Dingen gefunden werden. Es wird also wahrscheinlich nicht immer einfach sein, und vieles Unangenehme wird an die Oberfläche kommen. Das ist im Übrigen auch der energetische Hintergrund von Szenarien wie dem „jüngsten Gericht“, wie sie in religiösen und spirituellen Überlieferungen eine Rolle spielen. Nur ist das kein Gericht durch irgendeinen äußeren „Gott“, sondern vielmehr eine kompromisslose Bestandsaufnahme, die das Bewusstsein, dessen Teil wir alle sind, von sich selbst macht – mit dem letztendlichen Ziel, dass wir uns als Menschheit der zugrundeliegenden Einheit allen Seins gewahr werden. All dies muss geschehen und wird geschehen. Und es kann natürlich sein, dass es dabei immer wieder zu spürbaren Krisen im bisherigen System kommt, wie wir es z.B. bei der Finanzkrise gesehen haben. Diese Krisen geschehen, weil etwas Neues entstehen möchte, das das Alte ablösen kann. Genauso kann es auch sein, dass wir in den nächsten Jahren verstärkt Ereignisse in der Natur erleben werden, wie z.B. eine Häufung von Erdbeben, Unwetter, ungewöhnliche Wettermuster. Das biologische und energetische System von Gaia benötigt ebenfalls Möglichkeiten und Kanäle, um alte Energien loszulassen und neue hereinkommen zu lassen. Die Natur reagiert auf das Bewusstsein der Menschen und hängt eng mit diesem zusammen. Und je mehr erwachtes Bewusstsein auf unserer Erde bereits vorhanden ist, desto balancierter und stabiler kann sich ein Wandel zum Neuen vollziehen. Wohin führt dieser Wandel zum Neuen, dieses Erwachen auf globaler Ebene? Wir können das im Moment nur durch unsere intuitiven Sinne wahrnehmen, und dazu die Indizien zur Hand nehmen, die wir bereits jetzt als beginnende und aufkeimende Ansätze sehen können. Hier ein paar wenige Beispiele: In einer neuen Zeit wird vor allen Dingen das Verhalten der Menschen von einem tiefen Sinn dafür geprägt sein, dass allem eine tiefe Einheit zugrundeliegt, durch die wir letztendlich alle miteinander verbunden sind. Der Gedanke „du oder ich“ wird durch den Gedanken „du und ich“ ersetzt werden (eine Formulierung, die ich neulich bei Susanne Wiest gelesen habe, und die mich sehr angesprochen hat). Die spirituelle feminine Energie wird in unser Leben zurückkehren und Teil davon sein, auf eine neue und bewusste Weise, mit allem, was damit zusammenhängt. Viele Bereiche unserer Gesellschaft, die lange Zeit von einer oft einseitigen maskulinen Energie geprägt waren, werden durch diesen Ausbalancierungsprozess grundlegend geheilt und verwandelt werden (Stichworte: Medizin, Bildung, Wirtschaftssystem). All das ist eine ganz neue Basis, auf der wir unsere Gesellschaft, und auch unsere Verbindung zur Erde und Natur, grundlegend neu gestalten werden, über einen gewissen Übergangszeitraum hinweg. Außerdem werden wir beobachten können, dass die alten religiösen Systeme und Strukturen, die ihr Selbstverständnis nicht mehr aus der allem zugrundeliegenden Quelle von Spiritualität beziehen, sondern am Festhalten an ihren eigenen, abgetrennten, überlieferten Denkgebäuden und Glaubensmustern, immer mehr an Bedeutung verlieren werden – wie das ja auch jetzt schon seit einiger Zeit zu beobachten ist. An ihre Stelle wird allerdings nicht eine reduzierte, materialistische Weltsicht treten, wie sie momentan mancherorts teilweise recht aggressiv auftritt, sondern eine tiefe, aufgeklärte und gelebte Spiritualität, die auf ganz einfache und alltägliche Weise zum Ausdruck bringt, dass Gott in der Tat überall zuhause ist. Tiefes, intuitives Wissen wird wieder zugänglich, und es wird auf eine neue und bewusste Weise genutzt werden. Die Welt wird sich auf den Weg zu ihrer Heilung begeben, und die Menschen werden diese Heilung als ihre allererste Priorität ansehen. Und konkret zum 21. 12. 2012: Das ist für mich in erster Linie ein symbolisches Datum, das auf diese unsere Zeit von großer Veränderung hinweist – und auch gewissermaßen auf einen definitiven Umkehrpunkt. Die astrologischen Konstellationen in diesem Zeitraum deuten auf ein großes Potenzial zur Wandlung hin, das genutzt werden kann. Ich gehe nicht davon aus, dass speziell an diesem Tag auf äußerer Ebene etwas ganz Bestimmtes in der Welt passiert. Für mich ist dieses Datum eher so etwas wie ein symbolischer Gipfelpunkt für die gesamte Entwicklung, in der wir uns sowieso gerade befinden. Und es ist eine Einladung, sich bewusst mit dem Wandel in der Welt zu verbinden, Teil davon zu sein, mit all seinen positiven, kreativen und göttlichen Aspekten. In anbetracht all der gegenwärtigen Geschehnisse auf der Erde ist es umso wichtiger, dass es Menschen gibt, die lernen, auch inmitten von Wandel und Veränderung (innere, genauso wie äußere Veränderung) präsent, klar und mit ihrer Essenz verbunden zu bleiben, und dabei den Blick auf die Gesamtentwicklung zu bewahren. Das ist eine enorme Unterstützung sowohl für andere Menschen, als auch ganz allgemein dafür, dass sich die Erneuerung des Bewusstseins auf unserer Erde auf eine balancierte und konstruktive sowie kreative Weise vollziehen kann. Denn es sind auf jeden Fall kritische und wichtige Zeiten. Ervin Laszlo, der das Büchlein über 2012 geschrieben hat, das ich neulich im Blog erwähnt habe, sagt im Interview, dass er sich als „Hebamme für das neue Bewusstsein“ versteht. Schön, dass er dieses weibliche Bild gewählt hat, finde ich. Genau das können wir alle sein.
Vielleicht interessiert dich das auch: |


















