Zwei Jahre Grundeinkommen in namibischem Dorf PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Mittwoch, 05. Mai 2010

Ein beeindruckendes Gespräch mit Herbert Jauch, einer der Initiatoren des Grundeinkommen-Projektes in Namibia, findet sich im Magazin Connection.

Durch die dort beschriebenen Erfahrungen mit dem Projekt in Namibia zeigt sich wieder einmal mehr, dass viele Argumente, die gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen eingebracht werden, haltlos sind und meistens nur auf der Angst vor Veränderung beruhen:

  • Grundeinkommen führt nicht dazu, dass Menschen nicht mehr arbeiten wollen und ihr Geld verprassen. Im Gegenteil, es unterstützt die Eigeninitiative und fördert unternehmerisches Denken.
  • Grundeinkommen macht es Arbeitgebern nicht leichter, niedrigere Gehälter zu zahlen. Es sieht eher so aus, dass Menschen durch ein Grundeinkommen nicht mehr unbedingt darauf angewiesen sind, jede angebotene und schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen. Sie haben nun vielmehr eine stärkere Verhandlungsposition, um angemessene Löhne zu fordern.
  • Grundeinkommen wirkt sich nicht negativ auf den Markt aus. Es stärkt die Kaufkraft, erhöht die Nachfrage nach Produkten und belebt somit den Markt.

Alles in allem interessante und sehr ermutigende Ergebnisse, die hoffentlich die Diskussion auch hierzulande weiter anregen.