Die Welt wandelt sich

Ein Blog zur neuen Zeit


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Deepak über Schmetterlinge und Entscheidungen Drucken
Blogs - Die Welt wandelt sich
Geschrieben von: Matthias Kreis   
Donnerstag, 26. August 2010

Eine schöne und auf den Punkt gebrachte Antwort in einem aktuellen Blogbeitrag von Deepak Chopra, auf die Frage einer Leserin über Akzeptanz und Entscheidung zur Aktivität - und den Transformationsweg eines Schmetterlings. Und die Frage selbst finde ich in ihrer Klarheit ebenfalls bemerkenswert.

Die Frage:

“Eine Raupe baut einen Kokon und geht ganz natürlich durch ihre Transformation zu einem Schmetterling. Wenn die Raupe gegen die Tatsache ankämpfen würde, dass sie eine Raupe ist, und versuchen würde, sich aus Blättern künstliche Flügel zu bauen, oder wenn sie deprimiert wäre oder in irgendeiner anderen Weise der Kraft der Natur misstrauen würde, dann würde sie niemals einen Kokon erstellen. Aber wenn sie auf der anderen Seite ihre Begrenzungen als Raupe verdrängen würde und statt dessen so tun würde, als wäre sie so frei wie alle Schmetterlinge, dann würde sie niemals den Wunsch nach Veränderung verspüren und ebenfalls niemals einen Kokon bauen.

Meine Frage ist nun diese: Als ein Mensch… wo ist da die Grenze zwischen Akzeptanz und aktiv werden?"

Deepaks Antwort:

"Wenn eine Raupe einen Kokon baut und durch ihre Metamorphose geht, um ein Schmetterling zu werden, folgt sie ihrer inneren Intelligenz, ihrem “Dharma”, wenn man so will. Wenn wir (als Menschen) unser Dharma leben möchten, dann brauchen wir nur unserer inneren Intelligenz zuzuhören und ihr zu folgen. Das bedeutet sowohl eine Akzeptanz für die Führung durch unser Höheres Selbst, als auch das aktive Handeln auf der Basis dieser inneren Richtung.

Es geht im Grunde letztendlich darum, über die alten Konditionierungen unserer Individualität hinauszugehen, die davon ausgeht, sie sei von der kosmischen Intelligenz getrennt, und die glaubt, sie könnte auf der Basis ihrer Glaubensvorstellungen und ihrer persönlichen Geschichte die „richtigen“ Entscheidungen treffen. Der Weg des Egos funktioniert nie. Wenn das Ego der Raupe die Entscheidungen treffen müsste, was in jedem Stadium ihrer Metamorphose jeweils im Einzelnen zu tun wäre, dann gäbe es wahrscheinlich nicht viele Schmetterlinge in der Welt."

 
Noah und die Wellen Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Mittwoch, 25. August 2010

Gestern haben wir dem Großen Stechlinsee einen Besuch abgestattet – und konnten dort ein lustiges Spektakel beobachten, das uns viel über die Lebensumstände hier in der physischen Form auf der Erde gelehrt hat. Der Stechlinsee ist einer der klarsten Seen Europas und hat eine wunderschöne, tiefe Energie. Es war ein Tag mit einer recht steifen Brise, und der See schlug Wellen, die ans Ufer platschten – fast wie am Meer, nur etwas kleiner.

Unser Hund Noah hatte so etwas wie Wellen noch nie gesehen. Begeistert und aufgeregt sprang er im flachen Wasser auf und ab und versuchte  immer wieder, die Schaumkronen mit dem Maul zu fangen, die sich beim Überschlagen der Wellen bildeten. Und er war immer wieder von neuem verdutzt, wenn er merkte, dass es da nichts zu fassen gab, keine Substanz. Es gab nichts zum Festhalten, das Wasser floss ihm einfach immer wieder aus dem Maul, was seiner kontinuierlichen Begeisterung aber keinen Abbruch tat.

So ist das hier auf der Erde: Wir erleben Energien, die uns einladen möchten, Erfahrungen zu machen. Und alles, was wir hier erleben, besteht letztendlich nur aus solchen Energiewellen, die in sich selbst keine eigentliche Substanz besitzen, fast so wie die Schaumkronen auf den Wellen – das ist das, was die Buddhisten mit „Leere“ meinen. Und trotzdem erleben wir sie und machen die vielfältigsten und spannendsten Erfahrungen. Nur wenn wir versuchen, an bestimmten Dingen festzuhalten, bekommen wir Probleme – denn letztendlich ist das nicht möglich. Alles wandelt sich kontinuierlich, alles ist in ständigem Fluss.

Noah ist allerdings ein Hund, er ist ein Tier, ein Teil der Natur, er lebt immer im gegenwärtigen Moment, aus seiner unmittelbaren Präsenz heraus. Das bedeutet, dass er, sobald wir unsere Wanderung fortsetzen, die Wellen, mit denen er sich gerade so intensiv beschäftigt hatte, sofort wieder vergisst, und sich der nächsten Erfahrung zuwendet. Er kann nicht anders, denn das ist seine Natur.

Wäre er hingegen ein Mensch, könnte es vielleicht sein, dass er den ganzen Tag noch über diese Erfahrung nachgrübelt: „Was waren das nur für Dinger, die ich da nicht festhalten konnte? Was ist ihre Substanz? Was hat es damit auf sich? Wie kann ich es schaffen, sie trotzdem zu fangen und festzuhalten?“ Und vielleicht würde er irgendwann ein langes Buch schreiben, mit dem Titel: „Meine Erfahrung mit den Wellen – und wie man sie vielleicht doch fangen kann!“  ;-)

Das ist es, was wir Menschen oft tun – wir gehen aus der unmittelbaren Erfahrung heraus, und versuchen, Dinge festzuhalten, die letztendlich nicht festzuhalten sind. Und unser Verstand kann sich dann ganze Leben lang mit diesen Dingen und Erfahrungen beschäftigen - bevor wir irgendwann einmal vielleicht wieder auf die Idee kommen, in den gegenwärtigen Moment zurückzukehren und mit dem zu sein, was wirklich da ist.

Und wenn wir das tun, werden wir sofort bemerken, dass eine andere Qualität in unser Leben zurückkehrt – denn wir leben dann wieder mit dem Fluss des Lebens, und nicht gegen ihn.

 
Gespräch mit James Redfield Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Dienstag, 24. August 2010

Ein schönes Gespräch mit James Redfield, dem Autor der Celestine-Bücher, findet sich auf der Webseite von KGS Hamburg. Ein Zitat:

„Das Erwachen, das ich in den Celestine-Geschichten beschrieb, hat sich im Bewusstsein ausgeweitet: Vom Stammes- und Nationalempfinden zu einer planetarischen und kosmischen Perspektive. Wir haben uns befreit von einer Weltanschauung, die Jahrhunderte lang das Mysterium aus unserem Leben verbannte. Wir fühlen, dass irgendetwas stets in unserem Leben fehlt. Die Menschen schütteln gerade die Illusion ab, dass wir in einem toten Universum leben, das nur materiell ist. Wir öffnen uns für die unmittelbare Einsicht, dass es eine göttliche Präsenz hinter unserer Existenz gibt, eine Göttlichkeit, die in unserem täglichen Leben wirkt.“

Im Interview spricht er zum Abschluss auch kurz über sein neues Buch "Die 12. Prophezeiung", welches im Februar nächsten Jahres erscheinen wird. Ich bin gespannt.

 
News zum Montag - Öffnungen für Bewusstsein Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Montag, 23. August 2010

Bewusstsein sucht sich seinen Weg – immer da, wo Menschen offen sind dafür. Hier mal wieder ein paar Neuigkeiten aus aller Welt:

Mehrheit der Deutschen fordert neue Wirtschaftsordnung

Laut einer Umfrage fordern 9 von 10 Deutschen eine neue Wirtschaftsordung, wie Spiegel Online berichtet. Die Mehrheit der Deutschen geht außerdem davon aus, das dies auch umsetzbar wäre - den entsprechenden politischen Willen vorausgesetzt. Schön finde ich, dass sich laut Artikel viele der Befragten dafür aussprechen, vor allem auch die eigene, persönliche Lebensweise und Weltsicht zu hinterfragen.

Deutschlands erste Messe für nachhaltigen Konsum

Der Lohas-Blog ("Lohas" steht für „Lifestyle of Health and Sustainability“ - "Lebensstil für Gesundheit und Nachhaltigkeit") berichtet über Deutschlands erste große Verbrauchermesse für nachhaltigen Konsum, die vom 27. bis 29. Mai 2011 in Hamburg stattfindet. Darüberhinaus gibt es bereits im Oktober diesen Jahres eine Messe für fairen Handel und ökologische Produkte in München.

Hillary Clinton möchte Friedensgespräche im Nahen Osten wieder in Gang bringen

Spiegel Online veröffentlichte Ausschnitte einer Rede der US-amerikanischen Außenministerin Hillary Clinton, in der sie über ihre Absicht spricht, die Friedensgespräche im Nahen Osten wieder in Gang zu bringen.

Integrationsgarten in Rüsselsheim

Zeit Online berichtet über das Projekt "Internationaler Garten" in Rüsselsheim - einer von inzwischen beinahe 100 weiteren seiner Art. Ziel dieser Initiative ist das Zusammenkommen und die Gemeinschaft zwischen Menschen aus unterschiedlichem Migrationshintergrund und deutschen Bürgern. Ein tolles Projekt, vor allem auch, weil es eine Verbindung zur Natur miteinbezieht. Die benachbarten Schrebergärtner in Rüsselsheim waren zunächst skeptisch, haben dann aber bemerkt, dass die Migranten ja "gar nicht so schlimm" sind, wie ein Beteiligter sich ausdrückte.

 
Mein neues Lieblingsgericht: Schmorgurken Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Sonntag, 22. August 2010

Viele von euch wissen ja, dass ich sehr gerne koche, vor allem Gerichte, die gleichzeitig lecker, naturnah und auf körperlicher Ebene zutiefst befriedigend sind. Und so haben mich natürlich, wie Lea schon geschrieben hat, die vielen regionalen Produkte sehr inspiriert, die es hier an unserem Urlaubsort in der Uckermark zu kaufen gibt - unter anderem in einem tollen Bioladen in Prenzlau und direkt bei unserem Nachbarn frisch aus dem Garten.

Der besagte Nachbar hat, neben vielem anderem, auch immer wieder eine Art dicker, grüner Gurken im Angebot, die laut Schild "Schmorgurken" heißen - Gurken zum Kochen also. Das kannte ich bisher nicht, und so habe ich ein bisschen im Internet herumgesucht und mir aus den vielen dort zu findenden Inspirationen ein feines Rezept zusammengestellt, das ich hier gerne mit euch teilen möchte. Es ist ausgesprochen lecker, und ich hoffe, dass ich auch bei uns zuhause irgendwo solche Gurken finde!

Schmorgurken - Rezept für 2 Personen:

  • 2 dicke Schmorgurken
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 - 3 mittelgroße Tomaten
  • etwas Gemüsebrühe
  • 1 Stückchen Butter
  • 1 Schuss Olivenöl
  • 1 kleiner Bund Dill
  • 1/2 Becher Schmand

Zubereitung:

Zur Vorbereitung die Tomaten oben kreuzweise einschneiden, 1 Minute in kochendes Wasser geben, dann herausnehmen, etwas abkühlen lassen und die Haut abziehen. Anschließen den grünen Strunk und die Kerne entfernen, und die Tomaten grob würfeln. Die Zwiebel würfeln. Die Gurken schälen, halbieren und mit einem Löffel die Kerne herausschaben. Dann die Gurken ebenfalls grob würfeln.

Nun etwas Butter und Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten. Anschließend die Gurken hinzugeben, und unter Rühren weitere 5 Minuten andünsten. Dann die Tomaten hinzugeben, sowie genug Gemüsebrühe, dass die Gurken gut schmoren können. Anschließen den Deckel drauf und 15-20 Minuten bei niedriger Hitze schmoren.

Zum Schluss den Deckel abnehmen und eventuell bei höherer Hitze die Flüssigkeit noch etwas reduzieren, falls sich zuviel angesammelt hat. Nun noch den halben Becher Schmand sowie den gehackten Dill unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig.

Dazu gibt es bei uns knusprig gebratene Tofuwürfel, die ich zuvor in etwas Sojasoße mariniert habe, sowie Reis. Guten Appetit!

 
Die Münze im Fluss Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Freitag, 20. August 2010

Suche die Münze immer an der Stelle im Fluss, wo du sie verloren hast.

Zen-Sprichwort

 
News zum Montag - Öffnungen für Bewusstsein Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Montag, 16. August 2010

Und hier wieder einmal zum Wochenbeginn eine kleine Sammlung inspirierender und anderweitig erwähnenswerter Nachrichten aus verschiedenen Quellen.

Schwule und Lesben dürfen in Kalifornien wieder heiraten.

Nachdem in Kalifornien das neue Gesetz zur Schließung gleichgeschlechtlicher Ehen vor einiger Zeit durch eine konservative Bürgerinitiative gestoppt worden war, hat nun ein Bundesgericht diese wieder zugelassen, wie Spiegel Online berichtet. Zurzeit ist in den USA bereits in 5 Bundesstaaten die Schließung gleichgeschlechtlicher Ehen erlaubt.

Zwei Beiträge zum Grundeinkommen.

Susanne Wiest verweist auf ihrem Blog auf zwei interessante Beiträge.  Zum einen hielt Grundeinkommensunterstützer Sascha Liebermann einen Vortrag vor Rückkehrenden ehrenamtlicher Hilfsprojekte. Zum zweiten berichtet das Wirtschaftsblatt, dass einer der bekanntesten Verfechter des Grundeinkommens, Götz Werner, Gründer der Drogeriemarktkette dm, seine Unternehmensanteile an eine gemeinnützige Stiftung übergibt. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sprach er sich außerdem erneut nachdrücklich für ein Bedingungsloses Grundeinkommen aus: „1.000 Euro für jeden, das macht die Menschen frei.“

Barack Obama unterstützt Bau von Islamzentrum am Ground Zero.

US-Präsident Barack Obama hat sich in die Diskussion um den Bau eines Islamzentrums mit Moschee nahe dem Ort der Attacke vom 11. September eingebracht. Er unterstützte die Initiative mit Hinweis auf die Religionsfreiheit, die für alle und uneingeschränkt gelten müsse. Vereinigungen von Angehörigen der Opfer der Anschläge hatten vehement gegen den Bau eines solchen Zentrums protestiert. Siehe den Bericht auf Spiegel Online.

Bundesverteidigungsminister macht ersten Schritt in Richtung Abschaffung der Wehrpflicht.

Verteidigungsminister zu Guttenberg plant eine faktische Aussetzung der Wehrpflicht, wie Zeit Online berichtet. Zudem soll die Gesamtzahl der Soldaten verringert werden.

Südkoreas Präsident schlägt 3-Stufen-Plan zur Wiedervereinigung vor.

Mit einem konstruktiven Schritt nach vorne reagiert Südkoreas Präsident auf die anhaltenden Spannungen zwischen Nord- und Südkorea: Er schlägt einen 3-Stufen-Plan zur Wiedervereinigung vor. Er sagte, dass die Wiedervereinigung sowieso kommen werde, wie auf Zeit Online zu lesen ist. Deshalb sei es sinnvoll, bereits jetzt Beratungen zu beginnen.

 
Deepak Chopras neues Buch: Heilung Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Samstag, 14. August 2010

Ein ausgesprochen empfehlenswertes Buch von Deepak Chopra, das es nun auch in deutscher Übersetzung gibt (voraussichtlich zum 23. August, man kann es aber bereits vorbestellen). Ich habe lange überlegt, was ich darüber schreiben soll, da es so umfassend ist. Aber ab und zu trifft man einfach auf ein Buch, bei dem von vorne bis hinten alles stimmt, nichts fehlt, und in dem genau die wichtigen Themen abgedeckt werden, die einem in der eigenen, persönlichen Erfahrung gerade begegnen.

Für mich ist Deepak Chopras „Heilung“ ein solches Buch. Man kann es im Grunde guten Gewissens als Deepaks (bisheriges) Hauptwerk bezeichnen, man spürt auf jeder Seite seine Intention, all das auf präzise und umfassende Weise weiterzugeben, was er auf seinem Weg bisher für sich herausgefunden hat und was letztendlich sein Lebenswerk ausmacht. Denn schließlich hat er seinen Werdegang als traditioneller Arzt (Chirurg und Endokrinologe) begonnen, der dann irgendwann erkannt hat, dass er über das Althergebrachte hinausgehen muss. Eine Leidenschaft für das Thema Heilung und Zusammenfinden der physischen und der Seelen-Ebene durchzieht sein gesamtes Werk.

Im Englischen trägt sein Buch den Titel „Reinventing the Body, Resurrecting the Soul“ – „Den Körper neu erfinden, die Seele wiederauferstehen lassen“ – sehr passend. Neben ausführlichen Erläuterungen und praktischen Übungen enthält es außerdem zahlreiche persönliche Anekdoten einzelner Menschen, die über ihre Erfahrungen mit dem „Weg der Seele“, wie man es durchaus nennen könnte, berichten. Das gibt ihm nochmal eine konkretere Ebene und macht die jeweiligen übergeordneten Themen der einzelnen Abschnitte auf schöne Weise direkter fühlbar und nachvollziehbar.

Am Ende schreibt Deepak, dass er vermitteln wollte, dass das Leben ein kontinuierlicher Prozess ist, und dass wir alle Möglichkeiten haben, diesen Prozess schöpferisch mitzugestalten. Ich bin der Ansicht, dass ihm dies sehr gut gelungen ist. Sein Buch kann ein wertvoller Begleiter für den persönlichen Transformationsweg sein, nicht abgehoben sondern im Leben verwurzelt, den man immer wieder zur Hand nehmen kann, mit einer tiefen Weisheit und praktischen Inspirationen für jeden Tag.

Deepak Chopra: "Heilung: Körper und Seele in neuer Ganzheit erfahren"

Über eine kleine Geschichte, die mir in Deepaks Buch begegnet ist, wollte ich noch kurz berichten. Sie ist eigentlich ganz unspektakulär, hat mich aber auf einer speziellen Ebene berührt.

Zur Erklärung vorneweg: Eines der Hauptanliegen von Deepak Chopra ist es, ein Gewahrsein dafür zu schaffen, dass unser Körper nicht mehr und nicht weniger ist, als ein Ausdruck unseres eigenen Bewusstseins – und nicht umgekehrt. Unser Körper reagiert auf die feinsten Regungen unseres Bewusstseins. Bekommen wir zum Beispiel eine gute Nachricht oder erinnern uns an etwas Schönes, werden Glückshormone ausgeschüttet. Pflegen wir ein negatives Weltbild und erfahren Ärger und Frustration, dann produziert unser Körper Stresshormone und verspannt sich.

Deepak brachte zur Veranschaulichung das Beispiel von einem kleinen Mädchen, das sich im Supermarkt verlaufen und seine Eltern verloren hat. Es weint und hat Angst, der Körper schüttet Stresshormone aus, Panikreaktionen finden statt. Aber sobald das Mädchen die Mutter wieder gefunden hat, ist sofort alles wieder in Ordnung. Das Mädchen beruhigt sich, der Körper produziert Glückshormone, alle körpereigenen Energien kommen wieder in die Balance.

Das fand ich ein wunderschönes Sinnbild auch für die spirituelle Arbeit, die wir anbieten. Denn wenn ein Mensch sich selbst, seinen Ursprung, seine Seele wiederfindet, dann ist das genau dasselbe, wie wenn ein kleines Kind nach langer Zeit der Trennung seine Mutter wiederfindet. Alles ist wieder in Ordnung. All die Ungleichgewichte und angestauten Energien in unserem Körper und in unserem Bewusstsein, die während der Zeit des Alleinseins und der Trennung entstanden sind, beginnen sich zu lösen, und alles fängt an, wieder in die Balance zu kommen. Und all dies ist auch auf körperlicher Ebene nichts Geheimnisvolles oder Mysteriöses, sondern eine Folge der ganz simplen biochemischen Gesetzmäßigkeiten, auf deren Basis unser Körper funktioniert.

 
News zum Montag - Zeichen für Veränderung Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Montag, 09. August 2010

Hier mal wieder ein paar kleine Hinweise auf Veränderung im allgemeinen Bewusstsein, die mir in der letzten Zeit aufgefallen sind.

  • Der Verein Foodwatch macht wieder einmal auf Missstände in der Nahrungsmittelindustrie aufmerksam. Einmal geht es um Supermarktfleisch, das mit speziellen Mitteln behandelt wird, damit es länger rot und „frisch“ aussieht,  zum zweiten berichtet der Lohas-Blog über das von Foodwatch auserkorene aktuelle „Mogelprodukt“ – die Nimm2-Bonbons. Alles Zeichen, dass das Bewusstsein dafür wächst, dass es nicht ganz unbedeutend ist, was wir täglich so in unseren Körper aufnehmen.

    Eine noch viel einfachere Möglichkeit, als sich über sogenannte Mogelprodukte zu ärgern, ist es natürlich, die Supermarktangebote nicht mehr zu beachten und ausschließlich auf natürliche Nahrungsmittel von Alnatura & ähnlichem und regionalen Biobauern zurückzugreifen. Das ist ein sehr konstruktiver Impuls für Wandel, der vor allem auch einem selbst mehr Freude macht und für eine höhere Lebensqualität sorgt. :-)

  • In der aktuellen Ausgabe unserer ADAC-Zeitschrift findet sich diesmal das Schwerpunktthema „Elektroautos“ – mit dem prägnanten und vielsagenden Titel „Vom Öl zum Strom“. Der ADAC versteht sich dort laut Untertitel als „neutrale Plattform für alternative Antriebe“ und hat im Artikel viele Infos zum gegenwärtigen Stand der Elektrotechnologie bei Kraftfahrzeugen zusammengestellt.

    Obwohl ich glaube, dass Elektroautos noch nicht der Weisheit letzter Schluss sind (auch der Strom muss ja erst erzeugt werden, teils umweltfreundlich, teils nicht so umweltfreundlich), ist das auf jeden Fall ein gutes Zeichen. (Schöpfungs-)Energie folgt der Aufmerksamkeit, bzw. dem Bewusstsein. Sobald sich Bewusstsein auf einen bestimmten Themenbereich richtet, wird dadurch Kontakt zu den universalen, kreativen Bewusstseinsebenen des Seins aufgenommen, und so werden dann auch hier nach und nach neue Ideen und Technologien hereinkommen und umgesetzt werden.

  • Die Piratenpartei hat ihre neue Plattform für Entscheidungsvorgänge innerhalb der Partei in Betrieb genommen, auf der Basis eines Konzepts, das sich „Liquid Democracy“ – „flüssige Demokratie“ – nennt, wie Spiegel-Online berichtet. Die Idee dahinter ist die, dass alle Mitglieder sich in einer eigenen Online-Plattform austauschen und dort auch Grundsatzentscheidungen treffen können. Ein Hintergrund ist der, dass nicht mehr alle Mitglieder insgesamt über bestimmte Themen entscheiden müssen, sondern nur noch die, die sich für das spezielle Thema interessieren, die sich damit auskennen, deren Spezialgebiet es ist. Spiegel-Online berichtet, dass auch andere Parteien dieses Projekt interessiert beobachten. Auf jeden Fall ein Hinweis auf beginnende neue Dynamiken innerhalb der Politik.
 
Eine Feed-Funktion für unsere Startseite Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Freitag, 06. August 2010

Ich bin nun endlich dazu gekommen, auch einen RSS-Feed für unsere Startseite zu aktivieren. Bisher konnte man unsere Blogs nur einzeln abonnieren, aber nun können alle Beiträge, Neuigkeiten etc. die ihr auf unserer Startseite findet, insgesamt abonniert werden, so dass du immer auf dem neuesten Stand bist. Über den orangenen Button oben rechts gelangst du zu einer Auswahl verschiedener Feedreader.

Wer die RSS-Funktion noch nicht kennt: Die meisten Blogs oder aktuellen Webseiten bieten einen sogenannten RSS-Feed an. Das ist ein Link, über den man den jeweiligen Blog in seinem Feedreader abonnieren kann.

Ein Feedreader ist eine tolle Möglichkeit, dir deine ganz eigene, tägliche Nachrichtenwebseite zusammenzustellen, nur mit von dir ausgewählten Webseiten und Blogs. Sobald auf der jeweiligen Webseite (oder Blog) ein neuer Artikel veröffentlicht wurde, wird dieser automatisch in deinem Feedreader angezeigt. Ich benutze dafür den Google-Reader.

Man muss dazu einfach nur ein Google-Benutzerkonto erstellen (falls man noch keins hat), und kann sich dann damit von überall her von jedem Computer mit Internetzugang in seinen Feedreader einloggen und seine ganz persönlichen, aktuellen Nachrichten lesen.

Ich habe z.B. in meinem Reader zurzeit (unter anderem) folgende Blogs/Webseiten abonniert, auf denen es immer wieder Interessantes zu lesen gibt:

Deepak Chopra

Feel Better Blog

Seth Godin

Hiro Boga

Susanne Wiest

Leider ist Deutschland immer noch ein bisschen hintendran, was interessante Blogs betrifft. Viele benutzen ihren Blog nur sporadisch für gelegentliche Neuigkeiten oder für eigene Werbung - auf den wenigsten Seiten findet sich wirklich zuverlässig und regelmäßig bedeutungsvoller, interessanter und für sich selbst stehender Inhalt. Dabei zeigt sich gerade hier die eigentliche Stärke von Blogs als Medium. Insofern gibt es im englischsprachigen Bereich momentan ein vielfältiges und interessantes Angebot, im deutschsprachigen ist es (noch) etwas dünn gesät. Aber das kann sich natürlich ändern. Und mit etwas Geduld und Herumsuchen kann man sich auch jetzt schon eine schöne und inspirierende Sammlung von Seiten zusammenstellen.

Wir wünschen dir weiterhin viel Freude mit den Beiträgen unserer Webseite!

 
Surfing Buddha - Bericht einer Reise zu sich selbst Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Dienstag, 03. August 2010

Ein sehr schönes und inspirierendes Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Jaimal Yogis, heute freischaffender Journalist  in San Francisco, schreibt auf lockere und spannende Weise über seine Reise zu sich selbst, die ihn als Jugendlicher von Hawaii über Südfrankfreich, wo er Thich Nhat Hanhs buddhistisches Zentrum „Plum Village“ besuchte, über New York bis zurück nach Kalifornien geführt hat – immer auch auf der Suche nach der besten Welle, denn er ist ein leidenschaftlicher Surfer.

Der Ozean ist für ihn ein Symbol für das Leben, und seine Verbindung zu diesem Element half ihm immer wieder, den Weg zu sich selbst zu finden – dies, und seine Beziehung zum Zen-Buddhismus. Und so trägt sein Buch im englischsprachigen Original den Untertitel: Die Suche eines Surfers, ZEN auf dem Meer zu finden.

Jaimal Yogis: Surfing Buddha. Der Ozean und die Welle des Zen

Und hier noch als kleine Leckerei einen der zweifellos besten Surfsongs: Misirlou, von Dick Dale und seinen Del-Tones, aus dem Jahr 1962. Wer diese Musik verstehen will, braucht sich nur vorstellen, wie es wohl sein mag, in rasender Geschwindigkeit auf einer perfekten Welle dahinzugleiten…

 
Berge und Flüsse Drucken
Blogs - Die Welt wandelt sich
Geschrieben von: Matthias Kreis   
Freitag, 30. Juli 2010

Ein wunderschönes Sprichwort aus dem Zen-Buddhismus, das ich ein wenig abgewandelt habe. Es beschreibt die ganze Erfahrung auf wundervolle Weise, mit nur ein paar wenigen Worten.

 

Vor dem Erwachen sind Berge Berge, und Flüsse sind Flüsse.

Während des Erwachens sind die Berge keine Berge mehr,
und die Flüsse keine Flüsse.

Nach dem Erwachen sind Berge wieder Berge, und Flüsse wieder Flüsse.

 
Pseudo-Wissenschaften Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Donnerstag, 29. Juli 2010

Neulich kam mir in den Sinn, dass es ja eigentlich ein bisschen ironisch ist, dass manche Wissenschaften (leicht abwertend) als sogenannte „Pseudowissenschaften“ bezeichnet werden – wo doch im Grunde auch gerade die „richtigen“ Wissenschaften, wie Physik, Medizin, Biologie usw. nicht besonders vollständig sind, in ihrem Ansatz.

Wenn es etwas gibt, was man heutzutage eine Pseudo-Wissenschaft – unechte oder vorgetäuschte Wissenschaft – nennen könnte, dann sind das auf jeden Fall auch die gegenwärtigen, traditionellen Wissenschaften, die einen großen und grundlegenden Teil unserer Realität (nämlich die Bewusstseinsebene) vollkommen ausblenden, und sich ausschließlich auf die oberflächlichen Erscheinungen der Materie konzentrieren, und so tun, als ob dies alles wäre.

Einer Materie, die es darüber hinaus noch nicht einmal gibt, wie der (ganzheitlich denkende) Physiker Hans-Peter Dürr so schön  formuliert. :-)

eulich kam mir in den Sinn, dass es ja eigentlich ein bisschen lustig ist, dass bestimmte Wissenschaften als sogenannte „Pseudowissenschaften“ bezeichnet werden – wo doch gerade die „richtigen“ Wissenschaften, wie Physik, Medizin, Biologie usw. auch nicht besonders vollständig sind, in ihrem Ansatz.

Wenn es etwas gibt, was man eine Pseudo-Wissenschaft – unechte Wissenschaft – nennen könnte, dann sind das vielleicht eher die gegenwärtigen, traditionellen Wissenschaften, die einen großen und grundlegenden Teil unserer Realität (nämlich die Bewusstseinsebene) vollkommen ausblenden, und sich ausschließlich auf die oberflächlichen Erscheinungen der Materie konzentrieren.

Einer Materie, die es davon abgesehen noch nicht einmal gibt, wie der (ganzheitlich denkende) Physiker Hans-Peter Dürr so schön formuliert. ;-)

 
Das Vater Unser - und das Labyrinth von Chartres Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Mittwoch, 28. Juli 2010

Das Buch von Kathleen McGowan über das Vater Unser, das ich vor einiger Zeit an dieser Stelle erwähnt habe, gibt es nun auch auf Deutsch:

Kathleen McGowan: "Vater unser: Deine Schatzkarte zu Gott"

Das Vater Unser stammt direkt von Jeshua und besitzt eine äußerst reine und kraftvolle Energie. Wie ich in meinem früheren Beitrag schon angedeutet habe finde ich, dass das Vater Unser eine perfekte Schablone für das Wiederverbinden mit dem ursprünglichen reinen Bewusstsein ist – mit Gott, in der essentiellen Bedeutung des Wortes. Ich nutze es im Grunde täglich.

Man braucht sich nicht von den Worten des Vater Unsers abschrecken zu lassen, die vielleicht für heutige Ohren teilweise etwas altertümlich und unbeholfen klingen. Worte sind nur ein Wegweiser. Wenn man diese Worte als einen solchen Wegweiser zum reinen Bewusstsein versteht, ist das Vater Unser in seiner Einfachheit und Präzision kaum zu übertreffen. Und Kathleen McGowans Buch gibt einem schöne Anregungen, um es in seinem Leben in diesem Sinne kraftvoll und effektiv nutzen zu können.

Um die innere Struktur des Vater Unser aufzuschlüsseln nimmt Kathleen McGowan in ihrem Buch die 6-blättrige Rose als Vorlage, wie sie sich im Zentrum des berühmten Labyrinths in der Kathedrale von Chartres befindet. Mit diesem Labyrinth (und mit vergleichbaren Labyrinthen auch an anderen Orten) hat es eine ganz besondere Bewandtnis. Chartres war in der Zeit des Mittelalters die Heimat einer wichtigen christlichen Mysterienschule, und das Labyrinth war ein zentraler Bestandteil ihrer spirituellen Praxis.

„Labyrinth“ ist für diese Art von Struktur eigentlich nicht ganz das richtige Wort, da wir mit diesem Begriff herkömmlicherweise eher etwas mit vielen Wegen und Abzweigungen verbinden, in dem man sich leicht verirren kann. Diese Art von Labyrinth, die hier gemeint ist, besteht vielmehr aus einem einzigen, immer wieder gewundenen und kurvenreichen Pfad, der irgendwann ins Zentrum des Labyrinthes führt und dort endet.

Das Labyrinth ist ein Symbol für den eigenen spirituellen Entdeckens- oder Entwicklungsweg. Wie im Labyrinth veranschaulicht, so gibt es auch in unserem Leben immer wieder neue Wendungen, Kurven, Richtungen. Wenn man dabei aber immer auf seinem eigenen Weg bleibt, kann man sich nicht verirren, und kommt irgendwann in der Mitte, bei Gott, im reinen Bewusstsein, bei sich selbst an. Der Gang durch ein solches Labyrinth kann eine wundervolle spirituelle Übung sein, bei der man das Gefühl für den eigenen Weg stärken kann – weil es im alltäglichen Leben ja oft nicht so einfach ist, immer auf dem eigenen Weg zu bleiben und diesen jederzeit wahrzunehmen. Im Labyrinth sieht man ihn aber immer vor sich und geht ihn Schritt für Schritt.

In diesem Video (englisch) spricht Kathleen McGowan über ihr Buch und die persönlichen Erfahrungen, die ihm zugrundeliegen:

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Ich habe übrigens vor kurzem auch Kathleens neu erschienenen Roman "The Poet Prince" fertiggelesen – der dritte ihrer Maria-Magdalena-Reihe. Hat mir gut gefallen, und ich werde in Kürze noch eine kleine Rezension dazu schreiben.

 
Grundeinkommen Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Sonntag, 18. Juli 2010

Einen schönen kleinen Artikel über das Bedingungslose Grundeinkommen gibt es von Susanne Wiest in der Zeitschrift info3. Susanne bezieht sich darin auf einen der Hauptentwürfe für ein Grundeinkommen, bei dem dieses durch eine sogenannte „Konsumsteuer“ (=eine erhöhte Mehrwertsteuer) finanziert werden soll. Und nicht nur das Grundeinkommen soll darüber finanziert werden – auch alle anderen Ausgaben des Staates. Im Gegenzug sollen alle Steuern, die wir gegenwärtig bezahlen, wegfallen (Einkommenssteuer usw.).

Susanne Wiest schreibt in ihrem Beitrag, dass ihr der Begriff „Konsumsteuer“ allerdings nicht so gut gefällt, da für viele Menschen negative Assoziationen damit verknüpft sind. Sie schlägt den Begriff „Ermöglichungsabgabe“ vor – da durch eine solche Abgabe ja alle Leistungen des Staates ermöglicht würden, die gegenwärtig durch konventionelle Steuern finanziert werden, z.B. Straßenbau, Kindergärten usw.

Das gefällt mir ausgesprochen gut – ich bin immer dafür, neue Begriffe einzuführen, die die Energie einer neuen Zeit besser zum Ausdruck bringen können. (Noch schöner fände ich in diesem Fall allerdings vielleicht die „Ermöglichungsgabe“ - statt der „Abgabe“, die noch ein bisschen nach Verpflichtung klingt, und weniger nach etwas, das frei und aus der Fülle heraus geschieht.)

Nachtrag: Susanne Wiest verweist in einem weiteren Beitrag noch auf eine Liste von 9 Dingen, die jeder tun kann, wenn er die Realisierung eines Bedingungslosen Grundeinkommens unterstützen möchte.

 
Damit Sein Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Mittwoch, 14. Juli 2010

Es gibt einen einfachen Grund dafür, weshalb wir sagen, der erste Schritt bei allem ist es immer, damit zu sein – mit unangenehmen Situationen, mit Anteilen, die aufkommen, negativen Gefühlen usw.

Denn das mitfühlende Sein löst sofort unsere Identifikation mit dem Anteil, der da so unangenehm aus seinem Schlummer aufgeweckt wurde und gerade schmerzerfüllt reagiert. Wir merken, dass wir nicht dieser Anteil sind – der Anteil ist einfach eine Form von Energie, und wir selbst sind diejenige, die ihn mitfühlend wahrnimmt.

Ein innerer Anteil ist nichts weiter als reine Lebensenergie, die irgendwo in unserem System feststeckt. Sobald wir unsere Identifikation mit dem Anteil gelöst haben, wird diese Energie wieder freigesetzt und kann wieder zu fließen beginnen. Eine neue Balance kann in unserem Inneren entstehen, Heilung kann geschehen.

Das sind ganz einfache, spirituelle Gesetzmäßigkeiten, die immer wirksam sind. Letztendlich ist alles sehr simpel, und jeder Mensch weiß diese Dinge in seinem tiefsten Inneren – die Herausforderung besteht darin, sich immer wieder neu daran zu erinnern.

 
Can I Be the Space for This? Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Dienstag, 13. Juli 2010

Eine der zentralen Formulierungen des Weisheitslehrers Eckhart Tolle lautet: "Can I be the space for this?" Zu deutsch: "Kann ich dafür der Raum sein?"

Das bedeutet, dass wir uns erlauben können, auch für Dinge oder Ereignisse in unserem Leben eine innere Offenheit zu haben, die wir sonst immer als "negativ" und "unglaublich wichtig" angesehen haben. Das erschafft einen Raum dafür, dass alte und feststeckende Energien beginnen können sich zu lösen und wieder in Fluss zu kommen.

Diesen Satz kann man natürlich auch wunderbar im positiven Sinne verstehen, als ein Schöpfungswerkzeug. Ein neues Haus, großzügige Finanzen, eine kreative Tätigkeit, ein kraftvolles und gesundes Leben - can I be the space for this? Wenn die Antwort darauf "ja" lautet, ist bereits der Weg geebnet, dass diese Dinge in das eigene Leben kommen können. Wenn sie "nein" lautet, oder "vielleicht noch nicht" oder "eventuell" haben wir die Gelegenheit uns anzuschauen, welche inneren Anteile in Bezug auf das jeweilige Thema vielleicht noch da sind, mit denen wir uns noch identifizieren, und die noch auf unserem Weg herumstehen und uns ablenken.

 
Richard Bachs neues Buch - "Hypnotizing Maria" Drucken
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Geschrieben von: Matthias Kreis   
Montag, 12. Juli 2010

Gerade habe ich das neueste Buch von Richard Bach zu Ende gelesen – bereits zum 2. Mal, weil es mir so gut gefallen hat. Sehr interessant und empfehlenswert. Ein recht kurzes Buch, mehr wie eine längere Kurzgeschichte, aber äußerst spannend.

Es geht im Grunde darum, wie wir uns in jedem Augenblick unsere Welt, in der wir leben, neu erschaffen, dass wir gewissermaßen in einer Art von Hypnose leben – und dass wir aus dieser Hypnose aussteigen können, indem wir uns wieder mit der eigentlichen Essenz dessen verbinden, was wir sind.

Richard Bach: "Hypnotizing Maria"

Richard Bachs neuestes Werk erscheint im August auch auf Deutsch – unter dem etwas albernen Titel „Der Pilot: Die Weisheit wartet über den Wolken“, und in einem Design, das die Energie des Buches leider nicht besonders gut vermittelt – aber egal. Wem immer es möglich ist, dem würde ich sowieso empfehlen, es im amerikanischen Original zu lesen.

Zum Thema Hypnose (oder Glaubensvorstellungen) gibt es einiges zu sagen. Jeder hat natürlich seinen ganz eigenen, speziellen Anteil an "Hypnose" mitbekommen – und bevor man sich mit allgemeinen Glaubensvorstellungen des Menschseins beschäftigt, ist es vielleicht sehr hilfreich, erst einmal den ganz persönlichen Hypnosen auf die Spur zu kommen, da diese einen sehr direkten Einfluss auf unser gegenwärtiges, alltägliches Leben haben. Wir haben diese vor allem bereits in unserer Kindheit mitbekommen und angenommen: Ich werde nicht so geliebt, wie ich bin, ich kann das nicht, ich bin nicht gut genug – oder ein bisschen „erwachsener“: Das Leben ist hart und nichts wird einem geschenkt, es ist nicht möglich, durch kreative Arbeit den Lebensunterhalt zu bestreiten, ich muss in die Fußstapfen meiner Familie treten… usw. usw.

Die Eltern haben einem das alles natürlich nicht aus übelwollender Absicht mitgegeben – sie konnten einem nur das weitergeben, an was sie selbst geglaubt haben.

Die gute Nachricht ist: Es ist nie zu spät, diese Hypnosen wieder ungeschehen zu  machen. Wir können in jedem Augenblick damit anfangen, indem wir wieder beginnen, uns mit unserer wahren Natur, mit unserer Essenz zu verbinden. Und wir können die alten, verneinenden Glaubenssätze durch lebensbejahende ersetzen, wie z.B.: Ich bin ein freies, kreatives Wesen. Für alles in meinem Leben ist immer gesorgt. Meine Seele unterstützt mich in jedem einzelnen Augenblick durch ihre liebevolle Präsenz. Und vieles mehr, was immer wir möchten.

Werkzeuge dafür gibt es viele – wir nennen sie weiches Atmen, bewusste Präsenz, mitfühlendes Wahrnehmen, die Liebe unserer Seele annehmen usw. Und je mehr uns ein bestimmtes Werkzeug dabei unterstützen kann, aus den alten Geschichten, die uns begrenzt haben, auszusteigen, desto besser ist es für uns in unserer jeweiligen persönlichen Situation. Gut ist, was funktioniert.

Und eine kleine Bemerkung noch am Rande: Im Gegensatz zu unseren „normalen“ Werkzeugen in der irdischen Welt nutzen sich unsere spirituellen Werkzeuge nicht ab, wenn wir sie häufig benutzen. :-) Im Gegenteil: Sie werden immer besser und effektiver. Jedes Mal, wenn wir z.B. den weichen Atem für uns nutzen können, um wieder ein Gefühl für unsere tiefe, wahre Essenz zu bekommen, bildet sich dadurch ein unterstützendes energetisches Feld, an dem wir beim nächsten Mal wieder anknüpfen können und das dadurch stetig weiter wächst.

Man kann also sagen: Einfach weitermachen und den eigenen Bewusstseins-Werkzeugkasten dadurch ständig verbessern und effizienter werden lassen!

 
Die Religionen dieser Welt Drucken
Blogs - Die Welt wandelt sich
Geschrieben von: Matthias Kreis   
Samstag, 03. Juli 2010

Ich bin immer wieder froh, dass ich mich in meinem Leben bereits mit vielen der religiösen Traditionen beschäftigt habe, die es auf unserer Erde gibt. Ich möchte sie eigentlich nicht gerne unbedingt so nennen – ich möchte lieber dem Beispiel von Deepak Chopra folgen, der sie als „Weisheitstraditionen“ bezeichnet. Denn das richtet den Fokus mehr auf das, worum es hier eigentlich geht: All das, was Menschen bereits über das Leben und seine tieferen Zusammenhänge herausgefunden haben.

Man kann Religionen als verschiedene Sichtweisen ansehen, die jene Menschen entwickelt haben, die sich jeweils aus ihrem persönlichen Blickwinkel und kulturellem Hintergrund heraus mit dem Göttlichen und der Natur des Bewusstseins beschäftigt und versucht haben, ihre Einsichten in Worte zu fassen.

Es gibt in diesem Zusammenhang die schöne Parabel von den Blinden, die versuchen, einen Elefanten zu  beschreiben, um den sie herumstehen. Der eine sagt, „ein Elefant, das ist ein dicker, rauer und warmer Schlauch“. Das ist der, der vor dem Elefanten steht und gerade am Rüssel herumtastet. Der zweite sagt: „Ein Elefant, das ein borstiges, kleines Seil. Dieser steht hinten am Schwanz. Und der Dritte wirft ein: „Ein Elefant, das sind vier große, starke Baumstämme!“ Jeder nimmt eine bestimmte Qualität des Elefanten wahr, aber keiner kann für sich in Anspruch nehmen, „den ganzen Elefanten“ wahrzunehmen.

Die Parabel möchte zum Ausdruck bringen, dass jede menschliche Wahrnehmung einen Teil, eine bestimmte Qualität des Ganzen beschreibt. Aber immer nur den ganz persönlichen Teil eben, nie das Ganze an sich.

Wir können uns bewusst werden, dass jede Qualität jeweils ihre ganz spezielle Ausstrahlung und Kraft besitzt, von der wir uns in unserem Leben unterstützen lassen können. Das lässt sich auf sehr direkte Weise auf die religiösen Traditionen unserer Welt übertragen.

So empfinde ich die kraftvolle Energie des Alten Testaments als besonders hilfreich in Zeiten, die viel mit innerem Aufgewühltsein und emotionalen Themen zu tun haben. Viele Texte aus dem „Buch der Psalmen“ z.B. haben hier eine tiefe, grundlegende Kraft, die uns unsere eigene, ursprüngliche Kraft wieder ins Bewusstsein rufen kann. Auch die Bücher Mose mit ihrer Geschichte der Befreiung aus der Sklaverei (welche ein Bild für unsere eigene innere Sklaverei ist, aus der wir wieder heraustreten können) haben eine enorme ursprüngliche Kraft, so wie viele weitere alttestamentarische Texte.

Was wir vom Buddhismus lernen können, ist ein klares und nachhaltiges Gefühl für die freie und leuchtende, eigentliche Natur des Bewusstseins – das, was allem in der Welt zugrundeliegt. Wir können erfahren, wie wir uns durch das innere Sinkenlassen und Ruhigwerden immer wieder mit dieser eigentlichen Natur unseres Bewusstseins und seiner tiefen und liebevollen Qualität verbinden können. Vom Buddhismus können wir außerdem einen offenen und undogmatischen Umgang mit Spiritualität lernen, was mich besonders anspricht. Denn im Buddhismus gibt es die Herangehensweise, dass „das gut ist, was funktioniert“ – sprich: Was uns zu einem freieren und erfüllteren Leben verhilft. Sehr pragmatisch und realitätsverbunden, finde ich.

Die tiefe Energie des Christentums ermöglicht uns eine Verbindung mit unserem eigenen Christusbewusstsein. Durch Jeshua gibt es auf dieser Erde bereits seit 2000 Jahren die Möglichkeit, ein tiefes Gefühl dafür zu bekommen, wie es sich anfühlen kann, wenn ein Christusbewusstsein tief mit unserer menschlichen Natur zusammenschmilzt und in dieser verwurzelt ist. Wie eine Vorlage oder energetische Schablone, auf die wir immer wieder zurückgreifen können. Dies kann etwas äußerst Kraftvolles und Hilfreiches sein.

Dies sind nur 3 kurze Beispiele, die mir dazu spontan eingefallen sind. Ich bin mir sicher, dass es zu jeder der Weisheitstraditionen auf unserer schönen Erde in diesem Sinne unendlich viel zu sagen gibt.

Was den heutigen Religionen in ihrer organisierten Form im Sinne der obigen Elefantenparabel natürlich sehr gut tun würde, ist ein bisschen Demut in genau diesem Punkt: Dass wir uns alle in diesem Bereich ein bisschen als „Blinde“ verstehen, dass keinen Menschen gibt, sei er nun Christ, Buddhist oder Moslem, der für sich in Anspruch nehmen kann, dass er „ES“ vollständig verstanden hat, sondern dass jeder ausschließlich ihre oder seine eigene, persönliche Wahrnehmung kennt. Wenn sich die (organisierten) Religionen der Welt auf diesen Punkt einigen könnten, wäre bereits viel gewonnen in Bezug auf einen friedlichen Umgang miteinander, ohne Hass und harte Fronten.

Und wäre es nicht wunderschön, wenn wir all die Weisheit, die in den vielen religiösen Traditionen bereits gewonnen wurde, als ein gemeinsames Erbe ansehen würden, von dem jeder Mensch, ganz egal welcher Herkunft, frei profitieren kann? Wie ein großes Reservoir von Reichtum, das allen Menschen zur Verfügung steht? Das wäre zumindest für mich wirklich ein Zeichen für eine Neue Zeit und eine sehr schöne Vorstellung.

 

Du kannst diesen Text wie immer gerne weitergeben, ausdrucken und verteilen, auf deiner Webseite veröffentlichen, usw. Bitte immer unter Angabe des Verfassers und unserer Webseite. Danke!

 
Alte Energien, die sich lösen möchten Drucken
Blogs - Die Welt wandelt sich
Geschrieben von: Matthias Kreis   
Samstag, 19. Juni 2010

Manchmal begegnet mir ein Artikel oder eine Randnotiz in den täglichen Nachrichten, der zwar nur Nebensächliches beschreibt aber trotzdem einen besonderen Symbolgehalt zu haben scheint. Zum Beispiel wie bei dieser kurzen Meldung auf Spiegel-Online über den Oberkommandierenden der US-Truppen im Nahen und Mittleren Osten, der während einer Anhörung vor dem Kongress in Washington.

Man hat den Eindruck, als wenn tiefere Strömungen der gegenwärtigen Bewusstseinsentwicklung unserer Gesellschaft manchmal plötzlich ein präzises Bild finden, um sich für einen Moment in aller Klarheit auszudrücken. In diesem Fall kann man einen Hinweis darauf wahrnehmen, dass alte, maskuline Formen von Machtenergie sich, wie viele andere alte Energien auch, lösen möchten. Auch diese Energien sehnen sich danach, die über so lange Zeit hinweg gewissenhaft aufrechterhaltene Verantwortung freizugeben, und sie beginnen zu spüren, dass die Zeit dafür gekommen ist. Resultat davon ist ein "Schwächeanfall" einer im alten Sinne seit langem so mächtigen Energie - was wohl auch den Journalisten bei Spiegel-Online irgendwie berührt hat.

Wenn wir diese Energien und die Menschen, die damit gegenwärtig assoziiert sind, und den Prozess, durch den sie gerade gehen, liebevoll und bewusst wahrnehmen, erleichtert und unterstützt das den Heilungsprozess - sowohl für Welt im Allgemeinen, als auch für die entsprechenden Anteile in unserem eigenen Inneren, die vielleicht auf die eine oder andere Weise noch präsent sind und integriert werden möchten.

 
Picasso über Suchen und Finden Drucken
Blogs - Die Welt wandelt sich
Geschrieben von: Matthias Kreis   
Freitag, 11. Juni 2010

Inspiriert durch den Beitrag über das Suchen und Finden hat uns Blogleserin Sabine ein schönes Zitat von Pablo Picasso zugesandt, das mir sehr gefallen hat, und das ich deshalb gerne hier noch mit dazustellen möchte:

Suchen - das ist Ausgehen von alten Beständen
und ein Finden-Wollen
von bereits Bekanntem im Neuem.

Finden - das ist das völlig Neue!

Das Neue auch in der Bewegung.
Alle Wege sind offen
und was gefunden wird,
ist unbekannt.
Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!

Die Ungewißheit solcher Wagnisse
können eigentlich nur jene auf sich nehmen,
die sich im Ungeborgenen geborgen wissen,
die in die Ungewißheit,
in die Führerlosigkeit geführt werden,
die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen,
die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht
- menschlich beschränkt und eingeengt -
das Ziel bestimmen.

Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis
im Außen und Innen:
Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen,
der in aller Angst des Loslassens
doch die Gnade des Gehaltenseins
im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.

 
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